Klassik
Christian Tetzlaff & Matthias Kirschnereit in Weener
- Wann
- Di, 2. Juni 2026, 19:00 Uhr
- Wo oder WAS
-
Weener
Georgskirche Weener - Vorverkauf
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- Tickets zu vielen Veranstaltungen können auch in den BZ-Geschäftsstellen erworben werden.
- Veranstalter
- Ostfriesische Landschaft
Den Geiger Christian Tetzlaff muss man bei den Gezeitenkonzerten nicht mehr vorstellen - denn er gehört seit der ersten Ausgabe 2012 zur Künstlerfamilie des Festivals und hat dem ostfriesischen Publikum bereits zahlreiche kammermusikalische Sternstunden bereitet - zuletzt 2022 bei seinem ergreifenden, seinem Freund Lars Vogt gewidmeten Solo-Konzert in der Johannes a Lasco-Bibliothek. Sein nunmehr siebtes Gezeitenkonzert bestreitet Christian Tetzlaff gemeinsam mit Matthias Kirschnereit. Die beiden Musiker widmen sich in Weener einigen Meisterwerken des 19. und frühen 20. Jahrhunderts.
Ein echter Hit ist das lebhafte Scherzo, das Johannes Brahms für die sogenannte »F.A.E.«-Sonate schrieb, ein Gemeinschaftswerk mit Robert Schumann und Albert Dietrich für den berühmten Geiger Joseph Joachim. Aus dessen Lebensmotto »frei, aber einsam« wurde darin ein musikalisches Motto: Die drei Töne F, A, E bilden die Grundlage. Brahms unterschrieb die Partitur mit »Johannes Kreisler junior«, in Anlehnung an E.T.A. Hoffmanns romantisch getriebene Romanfigur des Kapellmeisters Kreisler. Dem Werk des 20-jährigen Brahms steht mit der Violinsonate op. 108 ein reifes, im Charakter eher ungestümes und düsteres Spätwerk gegenüber. Eduard Hanslick zählte die Sonate »zu dem Vollkommensten, was dieser Meister im Fache der Kammermusik geschaffen«.
Zu Leos Janáceks Violinsonate gibt es eine kuriose Geschichte aus der Kategorie »so ändern sich die Zeiten«: Das leidenschaftlich-impulsive Werk entstand aus Freude über den russischen Einmarsch in die Heimat des Komponisten 1914, denn damals erhoffte sich Mähren die Unabhängigkeit von Österreich. Antonín Dvoráks bezaubernde Sonatine wiederum hat Matthias Kirschnereit, wie auch das F.A.E.-Scherzo, 2022 mit Daniel Hope gespielt. Sie ist eines von Dvoráks Werken aus der Neuen Welt, und viel deutlicher als bei seiner gleichnamigen Symphonie hört man hier den Unterschied zu seinem »böhmischen« Stil. Es ist ein sehr beliebtes Werk, was wohl an ihrem hellen, freundlichen und sorglosen Tonfall und der eingängigen Melodik liegt.
Johannes Brahms (1833-1897)
Scherzo aus der F.A.E.-Sonate
Leos Janácek (1854-1928)
Sonate für Violine und Klavier
Antonín Dvorák (1841-1904)
Sonatine G-Dur op. 100
Johannes Brahms
Sonate d-Moll für Violine und Klavier op. 108
Christian Tetzlaff (Violine)
Matthias Kirschnereit (Klavier) Quelle: Veranstalter
Ein echter Hit ist das lebhafte Scherzo, das Johannes Brahms für die sogenannte »F.A.E.«-Sonate schrieb, ein Gemeinschaftswerk mit Robert Schumann und Albert Dietrich für den berühmten Geiger Joseph Joachim. Aus dessen Lebensmotto »frei, aber einsam« wurde darin ein musikalisches Motto: Die drei Töne F, A, E bilden die Grundlage. Brahms unterschrieb die Partitur mit »Johannes Kreisler junior«, in Anlehnung an E.T.A. Hoffmanns romantisch getriebene Romanfigur des Kapellmeisters Kreisler. Dem Werk des 20-jährigen Brahms steht mit der Violinsonate op. 108 ein reifes, im Charakter eher ungestümes und düsteres Spätwerk gegenüber. Eduard Hanslick zählte die Sonate »zu dem Vollkommensten, was dieser Meister im Fache der Kammermusik geschaffen«.
Zu Leos Janáceks Violinsonate gibt es eine kuriose Geschichte aus der Kategorie »so ändern sich die Zeiten«: Das leidenschaftlich-impulsive Werk entstand aus Freude über den russischen Einmarsch in die Heimat des Komponisten 1914, denn damals erhoffte sich Mähren die Unabhängigkeit von Österreich. Antonín Dvoráks bezaubernde Sonatine wiederum hat Matthias Kirschnereit, wie auch das F.A.E.-Scherzo, 2022 mit Daniel Hope gespielt. Sie ist eines von Dvoráks Werken aus der Neuen Welt, und viel deutlicher als bei seiner gleichnamigen Symphonie hört man hier den Unterschied zu seinem »böhmischen« Stil. Es ist ein sehr beliebtes Werk, was wohl an ihrem hellen, freundlichen und sorglosen Tonfall und der eingängigen Melodik liegt.
Johannes Brahms (1833-1897)
Scherzo aus der F.A.E.-Sonate
Leos Janácek (1854-1928)
Sonate für Violine und Klavier
Antonín Dvorák (1841-1904)
Sonatine G-Dur op. 100
Johannes Brahms
Sonate d-Moll für Violine und Klavier op. 108
Christian Tetzlaff (Violine)
Matthias Kirschnereit (Klavier) Quelle: Veranstalter
Veröffentlicht am Sa, 16. Mai 2026 um 16:52 Uhr
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