Interview
Daisy Ridley über ihre Rolle als Sternenkriegerin in "Star Wars"
Das ist sie, die neue Heldin aus "Star Wars: Das Erwachen der Macht". Daisy Ridley aus London, 23 Jahre jung, lebhaft, hübsch und erst seit zwei Jahren im Filmgeschäft. Nach kleinen Rollen in englischen TV-Serien wie "Casualty", "Youngsters" oder "Toast of London" wird ihr "Star Wars" den großen Durchbruch bescheren. Zuerst ist sie im Film Schrotthändlerin, dann eine Kämpferin, die sich der dunklen Seite der Macht stellt, so wie es vor ihr bereits Carrie Fisher (Episode IV – VI) und Natalie Portman (Episode I – III) getan haben. Markus Tschiedert traf die Britin zum Interview.
Ticket: Wie fühlt es sich an, zum "Star Wars"-Universum zu gehören?
Daisy Ridley: Absolut toll! Eine solche Chance im Leben zu bekommen, ist einfach aufregend. Wow!
Ticket: Klingt, als wären Sie schon immer "Star Wars"-Fan gewesen...
Ridley: Ich war wirklich noch sehr jung, als ich im Kino das erste Mal in diese Welt entführt wurde. "Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith" fand ich damals ziemlich angsteinflößend, weil ständig etwas über die Leinwand flog. "Star Wars" gehört zu unserer Popkultur. Und ich kann mir gar nicht erklären, wieso ich erst nach meinem 13. Lebensjahr davon Wind bekommen habe. Als klar war, dass ich in "Das Erwachen der Macht" dabei wäre, habe ich mir alle bisherigen sechs Teile wieder und wieder angesehen.
Ticket: Wie kommt man überhaupt zur Hauptrolle in so einem heißgeliebten Filmprojekt?
Ridley: Vor gut zwei Jahren fand die erste Vorsprechprobe statt, sieben Monate später erfuhr ich: "Du bist dabei!" Da fiel mir echt ein Stein vom Herzen. Denn bis dahin musste ich fünf Runden durchlaufen. Mein erstes Vorsprechen hatte ich total vermasselt. Da kamen mir die Tränen.
Ticket: Woran lag’s?
Ridley: Meine eigenen Erwartungen waren zu hoch. Ich wollte zeigen, was ich kann, doch es gelang mir nicht. Glücklicherweise bekam ich weitere Chancen.
Ticket: Wussten Sie da schon, dass es sich um die weibliche Hauptrolle handeln würde?
Ridley: Nein, es hieß nur, dass es um ein Mädchen zwischen 18 und 24 Jahren gehen würde. Ich sprach immer für die gleiche Figur, ohne zu wissen, dass sie Rey heißt und welche Funktion sie haben würde.
Ticket: Während des Drehs herrschte eine ziemliche Geheimniskrämerei, und im Internet kochte die Gerüchteküche...
Ridley: Das ist doch nett, denn es zeigt doch, dass die Leute reges Interesse an den Film haben. Regisseur J. J. Abrams dachte sich eine Geschichte aus, mit der er neue Wege gehen will. Das führt automatisch zu Mutmaßungen. In den 30 Jahren nach "Die Rückkehr der Jedi-Ritter" kann so viel passiert sein! Ich hatte Spaß daran, wenn ich im Internet die Gerüchte las und bei mir dachte: Hey, dieses Gerücht kommt dem Film aber schon sehr nah, das da ist hingegen totaler Quatsch. Jetzt hoffe ich, dass die Fans das kriegen, was sie sich erwartet haben.
Ticket: Werden Sie auf der Straße schon als Rey erkannt?
Ridley: Nein, und das ist auch besser so.
Ticket: Aber wenn Episode VII anläuft, müssen Sie damit rechnen.
Ridley: Ich weiß! Trotzdem wünsche ich mir nichts sehnlicher, als dass der Film endlich ins Kino kommt. Dann kann ich aufatmen und mir sagen, jetzt ist es geschafft, jetzt ist er draußen.
Ticket: Konnten Sie mit Carrie Fisher, Mark Hamill und Harrison Ford sprechen, wie es ihnen 1977 damit ging, als Stars gefeiert zu werden?
Ridley: Mark Hamill erzählte mir, dass er am Broadway eine Show hatte und Schwierigkeiten hatte, ins Theater zu kommen. Denn einen Block weiter lief "Das Imperium schlägt zurück". Oder war es "Die Rückkehr der Jedi-Ritter"? Egal, die Leute standen in einer riesigen Schlange, durch die er sich kämpfen musste. Ansonsten habe ich mit Carrie, Mark und Harrison aber kaum über alte Zeiten gesprochen.
Ticket: Würden Sie trotzdem sagen, Sie sind vorbereitet, um sich als neuer Star feiern zu lassen?
Ridley: Auch wenn ich mich gerade in einer außergewöhnlichen Situation befinde, fühle ich mich als das Mädchen, das ich bin. Ich lasse mich vom Leben führen und gehe meinen Weg.
von tsc
Daisy Ridley: Absolut toll! Eine solche Chance im Leben zu bekommen, ist einfach aufregend. Wow!
Ticket: Klingt, als wären Sie schon immer "Star Wars"-Fan gewesen...
Ridley: Ich war wirklich noch sehr jung, als ich im Kino das erste Mal in diese Welt entführt wurde. "Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith" fand ich damals ziemlich angsteinflößend, weil ständig etwas über die Leinwand flog. "Star Wars" gehört zu unserer Popkultur. Und ich kann mir gar nicht erklären, wieso ich erst nach meinem 13. Lebensjahr davon Wind bekommen habe. Als klar war, dass ich in "Das Erwachen der Macht" dabei wäre, habe ich mir alle bisherigen sechs Teile wieder und wieder angesehen.
Ticket: Wie kommt man überhaupt zur Hauptrolle in so einem heißgeliebten Filmprojekt?
Ridley: Vor gut zwei Jahren fand die erste Vorsprechprobe statt, sieben Monate später erfuhr ich: "Du bist dabei!" Da fiel mir echt ein Stein vom Herzen. Denn bis dahin musste ich fünf Runden durchlaufen. Mein erstes Vorsprechen hatte ich total vermasselt. Da kamen mir die Tränen.
Ticket: Woran lag’s?
Ridley: Meine eigenen Erwartungen waren zu hoch. Ich wollte zeigen, was ich kann, doch es gelang mir nicht. Glücklicherweise bekam ich weitere Chancen.
Ticket: Wussten Sie da schon, dass es sich um die weibliche Hauptrolle handeln würde?
Ridley: Nein, es hieß nur, dass es um ein Mädchen zwischen 18 und 24 Jahren gehen würde. Ich sprach immer für die gleiche Figur, ohne zu wissen, dass sie Rey heißt und welche Funktion sie haben würde.
Ticket: Während des Drehs herrschte eine ziemliche Geheimniskrämerei, und im Internet kochte die Gerüchteküche...
Ridley: Das ist doch nett, denn es zeigt doch, dass die Leute reges Interesse an den Film haben. Regisseur J. J. Abrams dachte sich eine Geschichte aus, mit der er neue Wege gehen will. Das führt automatisch zu Mutmaßungen. In den 30 Jahren nach "Die Rückkehr der Jedi-Ritter" kann so viel passiert sein! Ich hatte Spaß daran, wenn ich im Internet die Gerüchte las und bei mir dachte: Hey, dieses Gerücht kommt dem Film aber schon sehr nah, das da ist hingegen totaler Quatsch. Jetzt hoffe ich, dass die Fans das kriegen, was sie sich erwartet haben.
Ticket: Werden Sie auf der Straße schon als Rey erkannt?
Ridley: Nein, und das ist auch besser so.
Ticket: Aber wenn Episode VII anläuft, müssen Sie damit rechnen.
Ridley: Ich weiß! Trotzdem wünsche ich mir nichts sehnlicher, als dass der Film endlich ins Kino kommt. Dann kann ich aufatmen und mir sagen, jetzt ist es geschafft, jetzt ist er draußen.
Ticket: Konnten Sie mit Carrie Fisher, Mark Hamill und Harrison Ford sprechen, wie es ihnen 1977 damit ging, als Stars gefeiert zu werden?
Ridley: Mark Hamill erzählte mir, dass er am Broadway eine Show hatte und Schwierigkeiten hatte, ins Theater zu kommen. Denn einen Block weiter lief "Das Imperium schlägt zurück". Oder war es "Die Rückkehr der Jedi-Ritter"? Egal, die Leute standen in einer riesigen Schlange, durch die er sich kämpfen musste. Ansonsten habe ich mit Carrie, Mark und Harrison aber kaum über alte Zeiten gesprochen.
Ticket: Würden Sie trotzdem sagen, Sie sind vorbereitet, um sich als neuer Star feiern zu lassen?
Ridley: Auch wenn ich mich gerade in einer außergewöhnlichen Situation befinde, fühle ich mich als das Mädchen, das ich bin. Ich lasse mich vom Leben führen und gehe meinen Weg.
von tsc
am
Fr, 18. Dezember 2015
Info
STAR WARS VII
Regie: J. J. Abrams
Mit Daisy Ridley, John Boyega, Harrison Ford, Adam Driver und anderen
136 Minuten, frei ab 12 Jahren
Die Story
32 Jahre nach Untergang des Imperiums steht die dunkle Seite der Macht wieder auf. Verantwortlich dafür ist Keylo Ren (Driver), dem sich Finn (Boyega) und Rey ( Ridley) beherzt entgegenstellen. Auch der alte Weltraum-Recke Han Solo (Ford) und sein Weggefährte Chewbacca werden in den Konflikt reingezogen...
Autor: bz