Die Alamannen
Der Alamannenbegriff im Wandel
"Verehrt, verwendet, vergessen: Alamannen im Spannungsfeld von Politik und Zeitgeschichte" heißt die Sonderausstellung des Alamannenmuseums in Vörstetten, Denzlinger Straße 24 a, die am Freitag, 2. Februar, um 18 Uhr eröffnet. Der Anlass ist die wiederholte Neugier der Besucher, warum das Museum mit einem "a" anstatt einem "e" geschrieben wird. Der Alamannenbegriff tauchte erstmals im Jahr 289 n. Chr. in römischen Quellen auf und bezeichnete germanische Stämme, welche sich im rechten Oberrheingebiet niederließen. Im Laufe der Geschichte erfuhr der ursprünglich als "Hilfsbezeichnung" entstandene Alamannenbegriff einen entscheidenden Bedeutungswechsel. Die Ausstellung führt durch den Begriffswandel im Mittelalter bis zur Neuzeit. Bis heute wirkt der Alamannenbegriff in vielfältiger Form nach – bis hin zur Bezeichnung der Deutschen als "les Allemands" in der französischen Sprache. Bei den Alamannen, dem das Museum gewidmet ist, handelt es sich letztlich um eine archäologisch nachgewiesene (tote) Kultur ohne Traditionsanknüpfung an die Gegenwart, während das Alemannische eine bis heute existierende, lebendige Sprach- und Brauchtumskultur darstellt, die sich in Süddeutschland, der Schweiz und dem benachbarten Elsass erst nach dem Ende der Antike über Jahrhunderte hinweg in seiner Eigenständigkeit entwickelt hat.Die Ausstellung läuft bis zum 8. April. Öffnungszeiten: Mittwochs und freitags 10-15 Uhr, donnerstags 10-17 Uhr. Der Eintritt kostet 4 Euro, ermäßigt 2 Euro.
von BZ
am
Do, 01. Februar 2018