Kunst
Die Eule ist pink - Farbige Geschichten
- Wann
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Mi, 6. Mai 2026, 10:00 - 17:00 Uhr
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Basel
Museum der Kulturen
Die Ausstellung «Die Eule ist pink» entstand im Austausch mit unterschiedlichen Resonanzgruppen - darunter Kinder sowie Menschen, die sehbehindert, blind, hörbehindert oder gehörlos sind. Sie beinhaltet einfache Sprache, einen Audioguide und Gebärden-Bildschirme und kann an Mitmachstationen mit verschiedenen Sinnen erlebt werden. In der Kreativ-Box, die den ganzen letzten Raum einnimmt, können die Besucher*innen ihre Freude, Liebe und Wut in Farben und Formen ausdrücken, ihre eigene bunte Welt erschaffen - die nach und nach Teil der Ausstellung wird.
Die kleine pinke Eule aus Mexiko, hat der Ausstellung zum Thema Farben den Titel gegeben. Sie sticht im ersten Ausstellungsraum unter ihren braun-grau-weissen Eulen-Freunden hervor - viele von ihnen sind Gefässflöten wie sie. Sie fiel auch im Depot auf, als das Ausstellungsteam auf die Suche nach Objekten ging, um die sich farbige Geschichten ranken.
Im Farbrausch
Die Ausstellung erzählt, warum und wie Farben die Welt und das Leben bunt machen, wobei, wie beim Färben in der Batik-Technik, keine Mühe gescheut wird. Ohne Farbe sind Materialien, Formen und Strukturen zwar sichtbar. Farben jedoch machen den Unterschied: Farben verleihen Dingen das gewisse Etwas, die richtige Kontur, sogar Persönlichkeit. Ein gutes Beispiel sind die Fasnachtslarven im zweiten Ausstellungsraum.
Hinter den Farben steckt aber noch mehr. Mit ihnen bekennen Menschen Farbe: Bunt bestickte weisse Blusen wie die Wyschywanka in der Ukraine wurden etwa zu einem Widerstands- und Solidaritätssymbol. Farben verbinden Menschen und erhalten gesellschaftliche und politische Relevanz. Das rosa mexicano zum Beispiel steht in Mexiko für ein positives Lebensgefühl.
In einen Farbrausch versetzt der dritte Raum. Ob Rot, Gelb, Grün oder Blau, Farben schmücken, schützen, verbreiten Festtagslaune, vertiefen den Glauben oder geben Kraft. Wahrnehmung und Bedeutung können von Farbe zu Farbe, von Mensch zu Mensch und von einem kulturellen Kontext zum anderen unterschiedlich sein.
Auch die Farbgewinnung und -herstellung erhält Platz in der Ausstellung. Einst kostbar, können Farbstoffe seit der Mitte des 19. Jahrhunderts künstlich hergestellt werden, was sie günstiger machte und Begehrlichkeiten weckte. Der Wunsch nach Farbenpracht kurbelte den Handel an, der aber mit Kolonialisierung verbunden war und bis heute Folgen für Mensch und Umwelt hat.
Quelle: Veranstalter
Veröffentlicht am Di, 05. Mai 2026 um 08:02 Uhr
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