Hoch über dem elsässischen Städtchen Ribeauvillé thront die imposante St. Ulrichsburg auf einem Felsen und bietet einen herrschaftlichen Blick ins Tal. Kein Wunder, dass die Familie Ribeaupierre diesen Ort im 12. Jahrhundert für ihren Wohnsitz wählte.
Die Wanderung startet am Restaurant aux Trois Chateaux und folgt der Markierung mit rotem Balken zu den drei Burgen. Der sieben Kilometer lange Rundweg ist mittelschwer und verlangt Trittsicherheit sowie festes Schuhwerk. Der steile Pfad windet sich durch grünes Waldgebiet, immer wieder laden Felsen am Wegesrand zu kurzen Kletterpausen ein. Besonders für Familien mit kleinen Kindern empfiehlt sich eine Kraxe, denn der Anstieg ist anspruchsvoll, aber die stetige Sicht auf die Ruine motiviert Groß und Klein.
Nach etwa einer Stunde erreicht man schwitzend, aber stolz die St. Ulrichsburg, deren romanische Zwillingsfenster im Rittersaal bis heute erhalten sind. Die Kinder können den Nordturm erklimmen und werden mit einer noch besseren Aussicht ins Rheintal belohnt. Von hier aus ist die nächste Etappe, die Ruine Girsberg, schon zu sehen. Der Weg dorthin bleibt abenteuerlich: Wer die Burg betreten will, muss auf den blanken Felsen klettern, doch schon die mit Geländer gesicherte Plattform unterhalb bietet einen spektakulären Blick - hier ist Vorsicht geboten, besonders mit kleinen Kindern. Wer noch Kraft hat, kann der Markierung weiter zur dritten Burg folgen: Hoh-Rappoltstein mit dem hohen Burgturm.