Der Initiative "KuK - Kunst und Kultur Kleines Wiesental" ist zu verdanken, dass der zeitlebens verkannte Zeichner und Maler Ernst Schleith aus der Vergessenheit gerissen wurde. In dem von KuK eingerichteten Museum im Dachgeschoss des Schulhauses in Wieslet wird die Erinnerung an diesen Meister der Landschaftsbilder und Porträts wachgehalten. Zum 125. Geburtstag des Künstlers wurde die Schule nach ihm benannt und das Schleith-Atelier eröffnet.

Wer den Speicher betritt, fühlt sich in die Zeit vor gut 100 Jahren zurückversetzt. Ein schwarzer Hut, ein Spazierstock und ein Rucksack hängen an der Tür. Die Dachkammer mit den knarrenden Dielen ist so eingerichtet, wie sie wohl zu Lebzeiten Schleiths ausgesehen hat. Von 1919 bis zu seinem Tod hatte der mittellose Künstler in der Dachkammer gewohnt und gearbeitet, die ihm die Gemeinde Wieslet zur Verfügung gestellt hatte.

Wer die 90 Bilder an den Wänden betrachtet, neben frühen Ölgemälden aus der Karlsruher Studienzeit vor allem "Bleistiftgemälde", Landschaften, Ortsansichten, Porträts in einer akribisch aufwändigen Zeichentechnik, der steht staunend vor diesen Arbeiten. Geboren am 23. Mai 1871, fällt Ernst Schleith schon in der Dorfschule durch sein Zeichentalent auf. Gefördert durch seinen Lehrer, kann der Hochbegabte die Kunstgewerbeschule in Karlsruhe besuchen und von 1892 bis 1900 an der Kunstakademie studieren. Dort war der Wiesentäler zeitweise Schüler von Hans Thoma.

Führungen werden auf Anfrage angeboten.

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