Klassik

Erwartung in Bochum

Konzert mit Hayato Sumino, Tung-Chieh Chuang & den Bochumer Symphonikern

Wann
So, 18. Januar 2026, 16:00 Uhr
Wo oder WAS
Bochum
Anneliese Brost Musikforum Ruhr
Vorverkauf
Ticket kaufen
Tickets zu vielen Veranstaltungen können auch in den BZ-Geschäftsstellen erworben werden.
Veranstalter
Bochum Marketing GmbH
Programm:

Claude Debussy:
»Prélude à l´après-midi d´un Faune«

Maurice Ravel:
Konzert für Klavier und Orchester G-Dur

Igor Strawinski:
»Le sacre du printemps«

Das »Vorspiel zum Nachmittag eines Fauns« war 1894 der Durchbruch für Claude Debussy und den musikalischen Impressionismus und die moderne Musik überhaupt. Für eine »symphonische Dichtung« ist das rund zehnminütige Werk recht kurz. Eine auf- und absteigende Flötenmelodie leitet es ein und wird zur Keimzelle des Stücks. Das Neue daran war die Auflösung konventioneller Tonalität. Dazu inspiriert hatte Debussy ein javanisches Gamelan-Orchester, das er auf der Pariser Weltausstellung 1889 gehört hatte und dessen Musik »unsere Tonika und Dominante wie Geister aussehen ließ«.

Im Auftrag des einarmigen Pianisten Paul Wittgenstein schrieb Maurice Ravel sein Klavierkonzert für die linke Hand - ein etwas sprödes, fast düsteres Werk. Gleichzeitig aber - sozusagen als Gegengewicht - komponierte er das G-Dur- Konzert für beide Hände -optimistisch, brillant, sogar ein wenig Mozart nahe. Die Ecksätze entwickeln ein wildes Spektakel - ein Ineinander von spanischem Tonfall und amerikanischer Jazz-Gestik.
(Ravel hatte sich kurz zuvor mit George Gershwin angefreundet und das Orchester von Duke Ellington gehört.) Der Mittelsatz des Konzerts ist dagegen ein berührend schönes, liedhaftes Adagio.

Die Uraufführung des »Sacre du Printemps« (1913 in Paris) löste einen der größten Skandale der Klassikwelt aus. Igor Strawinski schob den Skandal auf die misslungene Ballett- Choreographie. Und in der Tat: Als reines Konzertstück war der »Sacre« sofort erfolgreich - trotz der blutrünstigen Idee (ein Menschenopfer für den Frühling), trotz der provokanten Dissonanzen, der polytonalen Klangschichtungen und »barbarischen« Motorik. Im abschließenden »Opfertanz« zum Beispiel gibt es nicht weniger als 154 Taktwechsel. Für die aparten lyrischen Abschnitte (auch die gibt es!) hatte sich Strawinski uralte russische Volksmelodien erarbeitet.

Einführung mit Tung-Chieh Chuang am Klavier um 19 Uhr im Großen Saal

Mitwirkende:

Hayato Sumino, Klavier
Bochumer Symphoniker
Tung-Chieh Chuang, Dirigent

Foto Tung-Chieh Chuang: © Marco Borggreve
Foto Hayato Sumino: © Künstleragentur
Quelle: Veranstalter

Veröffentlicht am Mi, 14. Januar 2026 um 13:47 Uhr

  • Marienplatz 1
  • 44787 Bochum

Wir brauchen Ihr Einverständnis für Google Maps!

Unter Umständen sammelt Google Maps personenbezogene Daten für eigene Zwecke und verarbeitet diese in einem Land mit nach EU-Standards nicht ausreichenden Datenschutzniveau.

Durch Klick auf "Akzeptieren" geben Sie Ihre Einwilligung für die Datenübermittlung, die Sie jederzeit über Cookie-Einstellungen widerrufen können.

Badens beste Erlebnisse