Vorträge und Lesungen
Europas Zukunft in einer multipolaren Welt
- Wann
- Fr, 13. Februar 2026, 20:00 Uhr
- Wo oder WAS
-
Freiburg
Rudolf-Steiner-Haus
Europas Zukunft in einer multipolaren Welt. Vortrag von Markus Osterrieder
Beschreibung: »Europa? aber wo liegt es? Ich weiß das Land nicht zu finden. Wo das geistige beginnt, hört das politische auf.« (Frei nach Goethes und Schillers Xenie von 1796, die sich damals auf ein imaginäres Deutschland bezog.)
Welche Rolle wird der europäische Kontinent bei der Umwandlung der Weltverhältnisse zukünftig noch spielen? Kann Eigenständigkeit durch militärische Aufrüstung und Ausdehnung der KI-Algorithmen auf alle Bereiche des Kulturellen und Sozialen entstehen? Ist Eigenständigkeit identisch mit Zentralismus?
Kluge Europäer hatten schon vor Jahrhunderten begriffen, wie die Weltentwicklung dahin führen mußte, daß die europäische Expansion nach Ost und West polare Weltgegensätzlichkeiten der Seelenhaltungen entstehen ließ, zwischen denen Europa vollständig aufgesogen zu werden drohte. Europa wurde somit für die politische Welt ein Mittelpunkt, als Kampfplatz der Extreme in ihrer Suche nach Ausgleich.
Mehr denn je fehlt im Weltgeschehen jedoch eine vermittelnde Ausgleichskultur. Diese Extreme sind nicht durch Rückgriff auf Vergangenes aufzuheben - Europa würde dadurch endgültig seine Daseinsberechtigung verlieren -, sondern nur durch die eigene kulturelle und spirituelle Verwandlung, durch die Preisgabe der erstarrten Traditionen, Verhaltensmuster und polarisierenden Kulturreflexe, welche den Weg öffnen könnte zu neuen, heilend-ausgleichenden Erkenntnissen und Einsichten. Niemand wird den Europäern diese Um- und Verwandlung ihrer selbsterzeugten kulturellen Schicksalsfolgen abnehmen. Es handelt sich hierbei um einen spirituellen Bewußtseinsprozeß, der nur individuell vollzogen und in keiner Verfassung verbindlich festgeschrieben werden kann.
Markus Osterrieder
Geboren 1961 in München. Studierte Osteuropäische Geschichte, Slawistik und Politologie in München, Toulouse und Warschau. Mehrjährige Tätigkeit am Osteuropa-Institut in München. Seit Mitte 2000 als freischaffender Historiker, Publizist und Vortragender tätig. Sein Schwerpunkt liegt auf Fragen des Kulturaustauschs und der Kulturvermittlung zwischen Ost und West.
Eine Veranstaltung der Arbeitsgruppe Mensch?! Vielfalt Anthroposophie.
Quelle: Veranstalter
Beschreibung: »Europa? aber wo liegt es? Ich weiß das Land nicht zu finden. Wo das geistige beginnt, hört das politische auf.« (Frei nach Goethes und Schillers Xenie von 1796, die sich damals auf ein imaginäres Deutschland bezog.)
Welche Rolle wird der europäische Kontinent bei der Umwandlung der Weltverhältnisse zukünftig noch spielen? Kann Eigenständigkeit durch militärische Aufrüstung und Ausdehnung der KI-Algorithmen auf alle Bereiche des Kulturellen und Sozialen entstehen? Ist Eigenständigkeit identisch mit Zentralismus?
Kluge Europäer hatten schon vor Jahrhunderten begriffen, wie die Weltentwicklung dahin führen mußte, daß die europäische Expansion nach Ost und West polare Weltgegensätzlichkeiten der Seelenhaltungen entstehen ließ, zwischen denen Europa vollständig aufgesogen zu werden drohte. Europa wurde somit für die politische Welt ein Mittelpunkt, als Kampfplatz der Extreme in ihrer Suche nach Ausgleich.
Mehr denn je fehlt im Weltgeschehen jedoch eine vermittelnde Ausgleichskultur. Diese Extreme sind nicht durch Rückgriff auf Vergangenes aufzuheben - Europa würde dadurch endgültig seine Daseinsberechtigung verlieren -, sondern nur durch die eigene kulturelle und spirituelle Verwandlung, durch die Preisgabe der erstarrten Traditionen, Verhaltensmuster und polarisierenden Kulturreflexe, welche den Weg öffnen könnte zu neuen, heilend-ausgleichenden Erkenntnissen und Einsichten. Niemand wird den Europäern diese Um- und Verwandlung ihrer selbsterzeugten kulturellen Schicksalsfolgen abnehmen. Es handelt sich hierbei um einen spirituellen Bewußtseinsprozeß, der nur individuell vollzogen und in keiner Verfassung verbindlich festgeschrieben werden kann.
Markus Osterrieder
Geboren 1961 in München. Studierte Osteuropäische Geschichte, Slawistik und Politologie in München, Toulouse und Warschau. Mehrjährige Tätigkeit am Osteuropa-Institut in München. Seit Mitte 2000 als freischaffender Historiker, Publizist und Vortragender tätig. Sein Schwerpunkt liegt auf Fragen des Kulturaustauschs und der Kulturvermittlung zwischen Ost und West.
Eine Veranstaltung der Arbeitsgruppe Mensch?! Vielfalt Anthroposophie.
Quelle: Veranstalter
Veröffentlicht am Di, 10. Februar 2026 um 12:13 Uhr
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