Vereine und Parteien

Gerechtigkeit ohne neue Schuldenberge

Vortrag und Diskussion. Prof. Georg Cremer

Wann
Do, 29. Januar 2026, 19:30 Uhr
Wo oder WAS
Titisee-Neustadt
Evangelisches Gemeindehaus (Neustadt)
"[Die} Gleichzeitigkeit von bekundetem Sanierungszwang und kostentreibenden Entscheidungen ist auch die Folge einer verqueren Sozialstaatsdebatte. Eine Klärung sozialpolitischer Prioritäten ist für jede Regierung riskant, weil sie im Widerspruch steht zu verfestigten Gerechtigkeitsvorstellungen in der Mitte der Gesellschaft. Wie eine Reihe repräsentativer Umfragen übereinstimmend zeigt, sind Bürgerinnen und Bürger mit überwältigender Mehrheit von dem Gedanken beseelt, dass der Sozialstaat in nahezu allen Handlungsfeldern ausgebaut werden müsse. Zugleich aber erwarten sie, von Steuern und Abgaben entlastet zu werden. " (Georg Cremer, FAZ, 01.09.2025)

Der Sozialstaat soll reformiert, vor allem aber billiger werden. Viele befürchten, dass wir ihn uns nicht mehr leisten könnten. "Wer [aber] darauf setzt, Zukunftsängsten rationale Politik entgegenzustellen, darf kein Öl in das Feuer des Niedergangsdiskurses gießen." (BZ vom 19.10.2017) Meint Prof. Cremer.  Dies bestärke vor allem extreme Positionen. 

Was also kann sozialer Fortschritt in Zeiten bedeuten, in denen der expansive, immer mehr Geld verschlingende, Pfad der Sozialpolitik zu einer Sackgasse geworden ist? Wie erreicht der Sozialstaat arme Menschen zuverlässig?

In seinem Vortrag wird Prof. Cremer diese Gesichtspunkte erläutern und im Anschluss mit den Teilnehmenden diskutieren.

Als Ökonom und langjähriger Generalsekretär des Deutschen Caritasverbandes kennt er die Materie gut, seine Lehrtätigkeit an der ETH Zürich und der Uni Freiburg sowie die Verleihung des Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg für sein sozialpolitisches Lebenswerk weisen ihn als Experten aus.
Quelle: Veranstalter

Veröffentlicht am Mi, 21. Januar 2026 um 08:13 Uhr

  • Walter-Göbel-Weg 3
  • 79822 Titisee-Neustadt
  • Tel.: 07651 1359

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