Vernissage in Muttenz

Kunsthaus Baselland zeigt Christiane Löhr, Jonathan Monk und Jan van der Ploeg

Christiane Löhr, Jonathan Monk und Jan van der Ploeg im Kunsthaus Baselland.

Am Donnerstag, 26. Mai, 18.30 Uhr, findet im Kunsthaus Baselland in Muttenz die Vernissage einer Ausstellung von drei Künstlern statt: Christiane Löhr, Jonathan Monk und Jan van der Ploeg .

Die in Prato (Italien) und Köln wohnhafte und dort arbeitende Christiane Löhr (* 1965) schafft mit Naturmaterialien komplexe Skulpturen und Architekturen, die in ihrer Größe und Beschaffenheit höchst unterschiedlich ausfallen und als Rauminstallationen beziehungsweise auch Raumelemente funktionieren. Beständigkeit und der dem verwendeten Material innewohnende Aspekt der Flüchtigkeit beziehungsweise begrenzten Zeitlichkeit gehen in den Arbeiten von Löhr eine spezielle und zugleich hoch poetische Verbindung ein. Für ihren ersten Auftritt in der Schweiz im Rahmen einer Einzelausstellung entwickelt Löhr mit ihren Skulpturen einen speziellen Parcours durch die Kabinetträume des Kunsthaus Baselland. Es werden ebenso neue Installationen zu sehen sein, die vor Ort mit ausgewählten Naturmaterialien entstehen und sich mit den architektonischen Begebenheiten im Kunsthaus auseinandersetzen.

Jonathan Monk (* 1969, lebt in Rom und Berlin, Foto) wird sich in seiner Einzelpräsentation explizit mit den Konditionen einer Ausstellung auseinandersetzen. Welche Möglichkeiten böten sich für einen Künstler, wenn alle Werke und bisherigen Ausstellungen zur Verfügung stünden und integrierbar wären, ohne auf die Hilfe von Sammlern, Galerien oder auch ein umfangreiches Ausstellungsbudget zurückgreifen zu müssen? Welchen Erwartungen ist man als Künstler ausgesetzt, sei es von außen, sei es aus sich selbst heraus, eine Einzelausstellung auszurichten, die zudem während der Laufzeit der international beachteten Kunstmesse ART Basel stattfindet. Nicht zuletzt sind es aber auch Fragen nach Original, Kopie und Neuinterpretation, die der international agierende Künstler in seinen Werken stellt und oftmals mit Witz und Tiefsinn fundiert hinterfragt. Die Medien, die zum Einsatz kommen, variieren zwischen Fotografie, Film, Performance, Video, Bildhauerei, Mail Art, unter Nutzung alltäglicher Produktions- und Kommunikationsmittel.

Jan van der Ploeg (* 1959, lebt in Amsterdam) gilt im Bereich der Wandmalerei als einer der bekanntesten zeitgenössischen Künstler. Für seinen ersten institutionellen Auftritt in der Schweiz wird er im Kunsthaus Baselland eigens zwei neue Werkkomplexe entwickeln, die mehrere Hundert Quadratmeter im Erdgeschoss einnehmen werden und nicht nur einen speziellen Einblick in sein Schaffen ermöglichen, sondern zudem das große Potenzial seines Werks offenlegen. Die beiden Werkkomplexe sind einerseits repräsentativ für seine Arbeiten, andererseits zeigen sie auch eine wichtige neue Richtung in seinem Schaffen auf: einen spannungsreichen Dialog mit der gegebenen Situation herzustellen und die Grenzen zwischen Wandzeichnung, Malerei, Skulptur und Architektur verschwinden zu lassen.

Vernissage: Donnerstag, 26. Mai, 18.30 Uhr (die Künstler sind anwesend), Dauer: 27. Mai bis 17. Juli, Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 11 bis 17 Uhr, während der Art Basel (13. bis 19. Juni): Montag/Dienstag und Donnerstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr, Mittwoch 14 bis 18 Uhr, Kunsthaus Baselland, Muttenz, St. Jakob-Str. 170
von bz
am Di, 24. Mai 2016

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