Klassik
Lieblingstonart in Bochum
- Wann
- Mi, 28. Januar 2026, 20:00 Uhr
- Wo oder WAS
-
Bochum
Anneliese Brost Musikforum Ruhr - Vorverkauf
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- Tickets zu vielen Veranstaltungen können auch in den BZ-Geschäftsstellen erworben werden.
- Veranstalter
- Bochum Marketing GmbH
Programm:
Franz Schubert:
Symphonie Nr. 5 B-Dur (D 485)
Symphonie Nr. 2 B-Dur (D 125)
Gleich zwei frühe Symphonien von Franz Schubert stehen auf unserem Programm, beide in in B-Dur. Diese Tonart war, neben D-Dur, die »Lieblingstonart« des jungen Schubert für Symphonien und auch für Streichquartette. Franz Schubert war 1816, als er seine fünfte, noch zu den Jugendwerken zählende Symphonie zu Papier brachte, ein noch junger Mann von 19 Jahren. Die Fünfte ist vielleicht die vollkommenste seiner Jugendsymphonien und gilt allgemein als die erste »reife« Symphonie Schuberts. Ihre Ausarbeitung ist von kammermusikalischer Perfektion: Die Besetzung ist für Schubert ungewöhnlich klein; es fehlen beispielsweise Klarinetten, Trompeten und Pauke. Dennoch oder gerade deswegen ist aber die Instrumentierung überaus genau gearbeitet und ihre Proportionen sind fein aufeinander abgestimmt. Überhaupt sollte man sich von der vorgeblichen technischen Leichtigkeit des Werkes nicht täuschen lassen: Bei aller Schlichtheit bleibt diese Symphonie nicht an der Oberfläche: Es scheint, als spiele sich auf einer zweiten, parallelen Ebene Untergründiges, nicht eben leicht Verstehbares ab, man sollte die interpretatorischen Herausforderungen keineswegs unterschätzen.
Bereits zwischen 1814 und 1815 enstand die zweite Symphonie, gewiss kein Meisterwerk, aber durchaus das Werk eines brillanten 17-Jährigen und eine bemerkenswerte Leistung. In vier Sätzen angelegt, ist sie in Umfang und Ausblick bereits deutlich großartiger als die Symphonie Nr. 1.
Anders als Brahms, der Schuberts so genannten Jugendsymphonien keinen hohen künstlerischen Wert zugestand und sogar empfahl, »sie sollten nicht veröffentlicht, sondern nur mit Pietät bewahrt werden ...«, war Antonín Dvorák einer der wenigen Bewunderer der frühen Symphonien Schuberts, in denen er -
trotz des Einflusses von Haydn und Mozart - im »Charakter der Melodien«, der harmonischen Progression und den vielen exquisiten Details der Orchestrierung dessen Eigenständigkeit und Individualität erkannte.
Mitwirkende:
Bochumer Symphoniker
Raphael Christ, Musikalische Leitung
Foto Raphael Christ: © Geoffroy Schied
Mit freundlicher Unterstützung des Freundeskreises der Bochumer Symphoniker Quelle: Veranstalter
Franz Schubert:
Symphonie Nr. 5 B-Dur (D 485)
Symphonie Nr. 2 B-Dur (D 125)
Gleich zwei frühe Symphonien von Franz Schubert stehen auf unserem Programm, beide in in B-Dur. Diese Tonart war, neben D-Dur, die »Lieblingstonart« des jungen Schubert für Symphonien und auch für Streichquartette. Franz Schubert war 1816, als er seine fünfte, noch zu den Jugendwerken zählende Symphonie zu Papier brachte, ein noch junger Mann von 19 Jahren. Die Fünfte ist vielleicht die vollkommenste seiner Jugendsymphonien und gilt allgemein als die erste »reife« Symphonie Schuberts. Ihre Ausarbeitung ist von kammermusikalischer Perfektion: Die Besetzung ist für Schubert ungewöhnlich klein; es fehlen beispielsweise Klarinetten, Trompeten und Pauke. Dennoch oder gerade deswegen ist aber die Instrumentierung überaus genau gearbeitet und ihre Proportionen sind fein aufeinander abgestimmt. Überhaupt sollte man sich von der vorgeblichen technischen Leichtigkeit des Werkes nicht täuschen lassen: Bei aller Schlichtheit bleibt diese Symphonie nicht an der Oberfläche: Es scheint, als spiele sich auf einer zweiten, parallelen Ebene Untergründiges, nicht eben leicht Verstehbares ab, man sollte die interpretatorischen Herausforderungen keineswegs unterschätzen.
Bereits zwischen 1814 und 1815 enstand die zweite Symphonie, gewiss kein Meisterwerk, aber durchaus das Werk eines brillanten 17-Jährigen und eine bemerkenswerte Leistung. In vier Sätzen angelegt, ist sie in Umfang und Ausblick bereits deutlich großartiger als die Symphonie Nr. 1.
Anders als Brahms, der Schuberts so genannten Jugendsymphonien keinen hohen künstlerischen Wert zugestand und sogar empfahl, »sie sollten nicht veröffentlicht, sondern nur mit Pietät bewahrt werden ...«, war Antonín Dvorák einer der wenigen Bewunderer der frühen Symphonien Schuberts, in denen er -
trotz des Einflusses von Haydn und Mozart - im »Charakter der Melodien«, der harmonischen Progression und den vielen exquisiten Details der Orchestrierung dessen Eigenständigkeit und Individualität erkannte.
Mitwirkende:
Bochumer Symphoniker
Raphael Christ, Musikalische Leitung
Foto Raphael Christ: © Geoffroy Schied
Mit freundlicher Unterstützung des Freundeskreises der Bochumer Symphoniker Quelle: Veranstalter
Veröffentlicht am Mi, 14. Januar 2026 um 21:26 Uhr
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