Bühne
Madama Butterfly - Oper von Giacomo Puccini in BERLIN
- Wann
- Do, 3. Dezember 2026, 19:00 Uhr
- Wo oder WAS
-
BERLIN
Schiller Theater - Vorverkauf
- Ticket kaufen
- Tickets zu vielen Veranstaltungen können auch in den BZ-Geschäftsstellen erworben werden.
Giacomo Puccini
Tragedia giapponese in drei Akten [1904]
Libretto von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica
nach dem gleichnamigen Schauspiel von John Luther Long und David Belasco Koproduktion mit dem Festival d'Aix-en-Provence, der Opéra National de Lyon und den Théâtres de la Ville de Luxembourg
Nach Aix-en-Provence und Lyon ist Andrea Breths bildschöne Madama Butterfly-Inszenierung an der Komischen Oper Berlin zu erleben - und dürfte auch hier kein Auge trocken lassen. So beschrieb Puccini sein Meisterwerk nicht umsonst als »empfindungsreichste Oper, die ich je geschrieben habe«. Die junge Geisha Cio-Cio-San alias »Butterfly« wird mit dem amerikanischen Marineoffizier Pinkerton verheiratet: Für ihn ist das Ganze ein »exotisches« Abenteuer, für Butterfly bedeutet die Ehe alles - ein Ende der Armut, eine rosige Zukunft, ein neues Leben als Mutter. Während der rücksichtslose Dandy Japan schnell verlässt, um in seiner Heimat eine »richtige« Ehefrau zu finden, wartet die nichtsahnende Butterfly mit dem gemeinsamen Kind auf die Rückkehr des Geliebten. Nach drei Jahren steht Pinkerton tatsächlich vor der Tür: Mit seiner neuen Frau möchte er Butterfly nun auch noch das Kind wegnehmen. Als die Japanerin endlich die Wahrheit begreift, sieht siefür sich nur noch einen Ausweg: den Tod!
Puccinis weltberühmte Oper über die tragische Liebe zwischen einer hoffnungsvollen Japanerin und einem dekadenten Amerikaner hat bis heute nicht an Kraft verloren. Die Deutlichkeit, mit der der Komponist die kolonialistische Rücksichtslosigkeit des Westens in Frage stellt, war Anfang des 20. Jahrhunderts durchaus mutig.
Während Pinkerton die wohl unsympathischste Tenorpartie Puccinis darstellt, durchlebt seine Titelheldin die vielleicht größte Entwicklung all seiner Opernfiguren - von der Geisha zur tugendhaften Ehefrau zur alleinerziehenden Mutter bis hin zur Selbstmörderin.Die Meisterin des psychologischen Realismus Andrea Breth überrascht in ihrer Inszenierung durch eine malerische
Ästhetik. Kimonos, Kirschblüten und Kraniche kommen bei ruhiger Personenführung atmosphärisch zum Einsatz und legen den Fokus ganz auf das Wesentliche: die Figuren.
Quelle: Veranstalter
Tragedia giapponese in drei Akten [1904]
Libretto von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica
nach dem gleichnamigen Schauspiel von John Luther Long und David Belasco Koproduktion mit dem Festival d'Aix-en-Provence, der Opéra National de Lyon und den Théâtres de la Ville de Luxembourg
Nach Aix-en-Provence und Lyon ist Andrea Breths bildschöne Madama Butterfly-Inszenierung an der Komischen Oper Berlin zu erleben - und dürfte auch hier kein Auge trocken lassen. So beschrieb Puccini sein Meisterwerk nicht umsonst als »empfindungsreichste Oper, die ich je geschrieben habe«. Die junge Geisha Cio-Cio-San alias »Butterfly« wird mit dem amerikanischen Marineoffizier Pinkerton verheiratet: Für ihn ist das Ganze ein »exotisches« Abenteuer, für Butterfly bedeutet die Ehe alles - ein Ende der Armut, eine rosige Zukunft, ein neues Leben als Mutter. Während der rücksichtslose Dandy Japan schnell verlässt, um in seiner Heimat eine »richtige« Ehefrau zu finden, wartet die nichtsahnende Butterfly mit dem gemeinsamen Kind auf die Rückkehr des Geliebten. Nach drei Jahren steht Pinkerton tatsächlich vor der Tür: Mit seiner neuen Frau möchte er Butterfly nun auch noch das Kind wegnehmen. Als die Japanerin endlich die Wahrheit begreift, sieht siefür sich nur noch einen Ausweg: den Tod!
Puccinis weltberühmte Oper über die tragische Liebe zwischen einer hoffnungsvollen Japanerin und einem dekadenten Amerikaner hat bis heute nicht an Kraft verloren. Die Deutlichkeit, mit der der Komponist die kolonialistische Rücksichtslosigkeit des Westens in Frage stellt, war Anfang des 20. Jahrhunderts durchaus mutig.
Während Pinkerton die wohl unsympathischste Tenorpartie Puccinis darstellt, durchlebt seine Titelheldin die vielleicht größte Entwicklung all seiner Opernfiguren - von der Geisha zur tugendhaften Ehefrau zur alleinerziehenden Mutter bis hin zur Selbstmörderin.Die Meisterin des psychologischen Realismus Andrea Breth überrascht in ihrer Inszenierung durch eine malerische
Ästhetik. Kimonos, Kirschblüten und Kraniche kommen bei ruhiger Personenführung atmosphärisch zum Einsatz und legen den Fokus ganz auf das Wesentliche: die Figuren.
Quelle: Veranstalter
Veröffentlicht am Mo, 23. März 2026 um 23:00 Uhr
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