Kunst
Magie der Zeichen, des Wortes und der Bilder
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Sa, 12. April 2025, 11:00 - 16:00 Uhr
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Gengenbach
Museum Haus Löwenberg
MAGIE der Zeichen, des Wortes und der Bilder
Mit der Klostergründung haben die Benediktiner in Gengenbach ein weithin ausstrahlendes Zentrum des geistigen Lebens, der Bildung, Kultur, Wirtschaft und Verwaltung geschaffen, deren Auswirkungen nach annähernd 1300 Jahren immer noch spürbar sind.
Faszinierender Beweis dafür ist das Gengenbacher Evangeliar, eine um 1150 entstandene Handschrift. Sie ist einmalig im doppelten Sinne des Wortes, atemberaubend in ihren Wegen vom Skriptorium im elsässischen Schwarzenthann nach Gengenbach, dann nach Paris und schließlich in den Besitz des Herzogs von Württemberg. Das Original hat in der Württembergischen Landesbibliothek die Bombardierung des Kriegs überstanden und war schon vor 25 Jahren zu Gast im Haus Löwenberg.
Jetzt wurde es für die Ausstellung aufbereitet: »Korrespondenten« von Rang sorgen in Wort, Schrift und Bild für ein spannendes Zusammentreffen mit ausgesuchten Faksimile-Seiten. Dazu gehören Weihbischof Dr. Würtz und Pater Anselm Grün. Der Typograph Andreas Uebele hat die Bergpredigt mit Martin Luther Kings "Ich habe einen Traum« zusammengebracht und Alexander Lauterwasser die Wasserklang-Bilder gregorianischer Gesänge mit den Text- und Notenbildern des «Osterlobs« verknüpft. Von Luc Simon gestaltete Kirchenfenster und Barbara Klemms Foto treten in den Dialog mit der Weihnachtsdarstellung aus dem späten Mittelalter. Arbeiten, etwa von Antoni Tapies, Günther Uecker, Jiri Kolar, Rainer Nepita stehen entsprechenden Text- und Bild-Seiten der Handschrift gegenüber. Bilder-Schichtungen stammen von Christine Lichthardt und Manfred Schlindwein. Landschaftsstrukturen legte Konrad Schilli vom ehemaligen Klosterhof, fotografiert von Manuela Seiler. Ein »Zeichen-Raum« zeugt vom urmenschlichen Streben nach Kommunikation und bietet Gelegenheit, eigene Zeichen zu setzen.
Im protestantischen Umfeld Straßburgs sind die Passionsteppiche um 1600 entstanden. Immerhin gelangten sie spätestens im 19. Jahrhundert in die ehemalige Klosterkirche und sind ein absoluter Schatz oberrheinischer Textilkunst. Erweitert um den spektakulären Erwerb eines sechsten Bildes und in Korrespondenz mit 15 Übermalungen des Künstlers Arnulf Rainer bilden sie den zweiten Höhepunkt der Ausstellung.
Quelle: Veranstalter
Veröffentlicht am Fr, 04. April 2025 um 08:02 Uhr
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