Vorträge und Lesungen

Museumsabend „Johann Peter Hebel und die Glassammlung im Stadtmuseum Wehr“

Wann
Fr, 8. Mai 2026, 19:00 Uhr
Wo oder WAS
Wehr
Stadtmuseum
Einladung zum Museumsabend am 8.5.2026 um 19 Uhr im Stadtmuseum Wehr
»Johann Peter Hebel und die Glassammlung im Stadtmuseum Wehr«
»S'isch kein meh Cho, der g'sunge het wie du! So frisch vom Herzen und so heimathtreu"
Sehr geehrte Damen und Herren,
kein Geringerer als Viktor von Scheffel schrieb diese Worte über Johann Peter Hebel, heute festgehalten auf dem überlebensgroßen, naturalistisch gestalteten Standbild als Hebeldenkmal im Lörracher Hebelpark.
Hebel und Scheffel teilen sich eine Jahreszahl. Beide werden gefeiert in diesem Jahr 2026!
Joseph Victor von Scheffel wurde am 16. Februar 1826 in Karlsruhe geboren, wir feiern seinen 200. Geburtstag. Johann Peter Hebel starb am 22. September 1826 in Schwetzingen, wir gedenken seines 200. Todestages.
Johann Peter Hebel hat es verdient, an ihn -- auch nach 200 Jahren -- zu erinnern, seiner zu gedenken, sich wieder neu mit seiner Ausdrucksweise, seiner Poesie auseinanderzusetzen. Hebel ist verkannt, wenn man ihn nur auf die alemannischen Gedichte reduziert, die er oft aus Sehnsucht nach seinem Wiesental in Karlsruhe geschrieben hat.
Seine hochdeutschen Kalendergeschichten haben große Männer hochgelobt, ja HEBEL ist aufgestiegen in die Weltliteratur. Sie bekommen heute eine Kostprobe solch einer Geschichte, die sogar mit Wehr zusammenhängt.
Ja, aber wer war Johann Peter Hebel, geboren am 10.Mai 1760 in Basel, eigentlich? -- Sich selbst hat er so dargestellt:
»Ich bin von armen, aber frommen Eltern geboren, habe die Hälfte der Zeit in meiner Kindheit bald in einem einsamen Dorf, bald in den vornehmen Häusern einer berühmten Stadt zugebracht. -- Da habe ich frühe gelernt, arm sein und reich sein. Wiewohl ich bin nie reich gewesen, ich habe gelernt, nichts haben und alles haben, mit den Fröhlichen froh sein und mit den Weinenden traurig. Ich habe schon in dem zweiten Jahre meines Lebens meinen Vater, und in dem dreizehnten meine Mutter verloren".Vor allem seine Lehrer halfen ihm in dieser schwierigen Situation weiter. Er studierte in Erlangen Theologie (1778-1780), war anschließend Hauslehrer in Hertingen, unterrichtete in Lörrach 8 Jahre am Paedagogium, dem heuten Dreiländermuseum. Dort wohnte er auch. -- Dann kam der Ruf nach Karlsruhe. Damit erfüllte sich sein Lebenstraum nicht, Landpfarrer in einem Markgräfler Dorf in der Heimat zu werden. -- Der Aufstieg erfolgte rasch: aus dem Diakonus wurde bald ein Professor, nach 10 Jahren der Kirchenrat und Direktor des Gymnasiums und schlußendlich kam er 1819 zur Würde eines Prälaten, gleichzeitig war er Mitglied der Ersten Kammer der badischen Landesstände (heutiger Landtag).
1821 trug er wesentlich zur Vereinigung der lutherischen mit der reformierten Kirche Badens zur UNION, zur heutigen Badischen Evangelischen Landeskirche, bei. Für diese Verdienste wurde er von der Universität Heidelberg mit der »Ehrendoktorwürde" ausgezeichnet. »Oh, was tät mi Mueterli dodrzue sage".... waren seine ersten Worte.
Auch noch ein hoher badischer Orden schmückte Hebels Brust, jedoch sein Herz, das darunter schlug, war das gleiche geblieben. --Auf einer Dienstreise starb er am 22. September 1826 in Schwetzingen, dort hat er vor 200 Jahren seine letzte Ruhe gefunden.
Johann Peter Hebel ist im deutschsprachigen Raum wahrscheinlich der Ahnherr der mundartlichen Dichtung. Daß sein Werk aber weit darüber hinaus geht und zum Kanon der dichterischen Klassiker gehört, zeigt allein sein Langgedicht »Die Vergänglichkeit«.
Inge Hemberger beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit dem Werk von Hebel, ist Vizepräsidentin des Hebelbundes und dort seit vielen Jahren aktiv. Sie wird diesen Abend gestalten.
Sie wird als Wehrer Bürgerin darüber hinaus Bezüge zwischen Hebel und Objekten aus der Sammlung des Stadtmuseums herstellen sowie eine unerwartete Brücke zur Glassammlung Egetmeyer schlagen - Ein Nachklang zu unserer Veranstaltungsreihe Wald - Glas - Kunst des vergangenen Jahres.
Wir würden uns sehr freuen, Sie an diesen Abenden begrüßen zu dürfen und mit Ihnen ins Gespräch zu kommen.
Quelle: Veranstalter

Veröffentlicht am Do, 26. März 2026 um 12:19 Uhr

  • Hauptstraße 14
  • 79664 Wehr

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