Filmemacherin Kerstin Pommerenke erzählt in einem bewegenden Dokumentarfilm das Schicksal der Müllheimer Synagoge. In Müllheim entschied man sich im Jahr 1968 - dreißig Jahre nach der Zerstörung in der Reichspogromnacht - zum Abriss des Synagogengebäudes. In der Folge entstand ein Parkplatz an der Stelle in der Müllheimer Hauptstraße. Seit 1973 steht an der Ecke des Platzes ein Gedenkstein in Erinnerung an die Synagoge und die Jüdische Gemeinde. Doch warum entschied man sich, das Gebäude abzureißen? Die Filmemacherin Kerstin Pommerenke aus Müllheim hat sich auf Spurensuche begeben, zum Beispiel im Stadtarchiv Müllheim oder im Gespräch mit dem Künstler Bernd Völkle, der in den 1960ern sein Atelier in der Synagoge Müllheim hatte. Der Film thematisiert dem Umgang mit jüdischem Erbe in deutschen Gemeinden anhand der Stadt Müllheim - sinnbildlich für viele andere Städte, in denen es ähnlich lief. Doch der Film zeigt auch konstruktive Ansätze: Gedenksteine, Zeitzeugengespräche, Stolpersteinverlegungen. Anders lief es in der Stadt Sulzburg, die die Synagoge in den 1970er Jahren kaufte und aufwändig sanierte. Heute befindet sich dort eine Gedenkstätte. Erleben Sie den Film am 7. Mai in dieser besonderen Atmosphäre gemeinsam mit der Filmemacherin. Der Film wurde am 22. Oktober 2025 in Müllheim uraufgeführt. Er entstand im Auftrag des Förderverein Erinnerungskultur Müllheim e.V. gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.
Quelle: Veranstalter
Veröffentlicht am Do, 16. April 2026 um 09:50 Uhr