Klassik

Symphonie fantastique von Hector Berlioz

Philharmonische Orchester Riehen

Wann
Sa, 21. März 2026, 19:00 Uhr
Wo oder WAS
Basel
Don Bosco Musik- und Kulturzentrum
Das Philharmonische Orchester Riehen lädt herzlich zu seinen Frühjahrskonzerten am 21. und 22. März in den Landgasthof Riehen und ins Don Bosco Basel ein. Auf dem Programm steht die «Symphonie fantastique» von Hector Berlioz in einer ganz besonderen Version: Zu erleben sind «Visionen eines Künstlers in Wort und Musik», denn der aus Riehen stammende Schauspieler Matthias Schuppli wird durch die Sinfonie führen.
Berühmt geworden ist die Symphonie fantastique unter anderen durch die musikalische «idée fixe» - eine wehmütige Melodie, sinnbildlich für die Erinnerung des Komponisten an eine Frau, die er offenbar in jungen Jahren verehrt hat. Im Laufe der fünf Sätze der Sinfonie geht die musikalisch dargestellte Liebe durch extreme Stadien, von der schmachtenden Sehnsucht über die Erfüllung bis hin zu Mord und Todschlag, der Hinrichtung des Mörders, und schliesslich der Verzerrung aller Träume im Wahnsinn eines Hexensabbats.
Dabei kann Berlioz durch die Vertonung von aussermusikalischen Inhalten als Erfinder der «Sinfonischen Dichtung» gelten; er bereitete so den Weg für Richard Strauss, Franz Liszt und Richard Wagner.
Matthias Schuppli wird als Gastgeber für das Publikum den Komponisten Berlioz verkörpern. Beim Hören der Sinfonie, so Matthias Schuppli, entstünden förmlich Filmszenen im Kopf. Man könne fast sagen, Berlioz sei einer der ersten Filmkomponisten gewesen - lange vor der Erfindung des Mediums Film.
Laut Manuel Oswald, dem Dirigenten des Riehener Orchesters, läge die Schwierigkeit der Symphonie fantastique vor allem darin, die Transparenz der Musik hindurchscheinen zu lassen. Berlioz greife nicht nur auf seine direkten Vorgänger zurück, zum Beispiel auf Beethoven, sondern in den luftigen Tänzen der Sinfonie auch auf das barocke Repertoire, und er weise gleichzeitig weit in die damalige Zukunft der Musik. Für das Publikum der Uraufführung 1830, drei Jahre nach Beethovens Tod, war das Werk sozusagen unerhört.
Das Spezielle an der Arbeit mit einem Laienorchester sei, so Manuel Oswald, dass man durch die lange Probenzeit jeweils ein halbes Jahr Zeit habe, in die Werke einzutauchen. Die Musik beeinflusse in dieser Zeit das Leben aller Orchestermitglieder - die Auseinandersetzung mit dem Komponisten sei dann fast, als würde man mit einem Menschen eine Beziehung führen!
Auch für die Zuhörenden solle sich das Konzert idealerweise wie eine «innere Massage» anfühlen, hoffentlich am 22. März noch verstärkt durch die Anwesenheit des Komponisten in der Darstellung von Matthias Schuppli.
Quelle: Veranstalter

Veröffentlicht am Mo, 09. März 2026 um 11:00 Uhr

  • Waldenburgerstrasse 32
  • 4052 Basel (Schweiz)

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