Vorträge und Lesungen
Wenn das Leben aus den Fugen gerät Drei Romane voller Tiefe und Witz in Weinheim
- Wann
- Do, 22. Oktober 2026, 19:00 Uhr
- Wo oder WAS
-
Weinheim
Muddy´s Club - Vorverkauf
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- Tickets zu vielen Veranstaltungen können auch in den BZ-Geschäftsstellen erworben werden.
- Veranstalter
- Literaturfestival Weinheim e. V.
Was passiert, wenn das Leben plötzlich nicht mehr das ist, was es zu sein schien? Simon Urban entlarvt in »German Glück« den bröckelnden Wohlstandstraum im deutschen Luxusresort. Rainer Imm erzählt in »Free Solo« vom hohen Preis des sozialen Aufstiegs. Und Lea Martin fragt in »Tango in Istanbul«, warum wir an dem festhalten, was uns verunsichert. Ein Abend, der unter die Haut geht.
Simon Urban: »German Glück«
»German Glück« ist ein hochaktueller, scharfsinniger Gesellschaftsroman, der das deutsche »The White Lotus« sein könnte: Sieben Schicksale prallen in einem Luxusresort in der deutschen Provinz aufeinander. Ein brennender Tesla in der mecklenburgischen Provinz markiert den Nullpunkt: Roger Ross, frisch gefeuert und ohne Gepäck, flieht in das Luxusresort »Eden« und erfindet sich radikal neu. Doch das Hotel ist keine Zuflucht, sondern eine prunkvolle Endstation für die Illusionen unserer Zeit. Denn im »Eden«, dieser bröckelnden Festung des bundesdeutschen Wohlstands, klammern sich anscheinend alle Gäste an ein Leben, das längst Geschichte ist: eine vom Shitstorm verbrannte TV-Komikerin, ein Tabakmanager, der seine Frau an den Klimaaktivismus verloren hat, ein von der mütterlichen Rente lebendes Zwillingspaar und eine Direktionsassistentin, die das Resort mithilfe ihres mörderischen Plans retten will. Diese Schicksalsgemeinschaft tanzt am Abgrund. Bitterböse und rasend komisch zugleich: eine literarische Abrechnung mit dem schönen Schein, in der die deutsche Seele Wellness bucht und den Wahnsinn bekommt.
Simon Urban, geboren 1975 in Hagen, Studium der Germanistik in Münster, Studium am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Sein Roman »Plan D« (2011) wurde in elf Sprachen übersetzt, sein Werbefilm #heimkommen zählt mit 70 Millionen Views zu den erfolgreichsten deutschen Virals überhaupt. Für die ARD schrieb er die Erzählvorlage zum Spielfilm »Exit« (2020). Sein Roman »Wie alles begann und wer dabei umkam« wurde mit dem Hamburger Literaturpreis ausgezeichnet. Er lebt in Techau (Ost-Holstein).
Rainer Imm: »Free Solo«
Mit Free Solo legt der Tübinger Autor und Journalist Rainer Imm seinen sechsten Titel vor - einen eindrucksvollen Roman über den sozialen Aufstieg aus der Enge einer Sozialbausiedlung in die Welt der Akademiker, über Selbstbehauptung, Verlust und das Gefühl, zwischen den Welten zu stehen. In kraftvoller Sprache erzählt Imm die Geschichte eines Jungen, der aus einem von Härte, Loyalität und einem kompromisslosen Gerechtigkeitssinn geprägten Milieu stammt - und der sich entschließt, diesem Umfeld zu entkommen. Doch der Preis ist hoch: Mit dem Aufstieg kommen Entfremdung, Identitätsverlust und das schmerzhafte Bewusstsein, nirgends ganz dazuzugehören. Free Solo ist ein existenzieller Balanceakt, rau, intensiv und tief berührend. Der Roman verzichtet auf einfache Antworten - und ist gerade deshalb so nah an der Wirklichkeit vieler Menschen, die zwischen Herkunft und Zukunft ihren Weg suchen.
Rainer Imm lebt und arbeitet in Tübingen. Als freier Autor und Journalist schreibt er über gesellschaftliche Themen und persönliche Lebenswege. Im Omnino Verlag sind bereits seine Romane Niemandssohn und Stahlberg & Co. sowie die Fußball-Anthologie Bolzplatz - Das Buch erschienen, im Silberburg-Verlag zwei Kriminalromane. Mit Free Solo legt er seinen bisher persönlichsten Roman vor.
Lea Martin: »Tango in Istanbul«
Istanbul ist Karens großer Traum. Jahrelang arbeitet sie auf diesen Ort hin, in der Hoffnung, dort einen aufbegehrenden, widerständigen Tango zu finden. Kurz vor der Abreise nimmt sie Kontakt zu Mustafa auf, einem Mann, der Teil ihrer inneren Landschaft ist. Eine On-Off-Beziehung, getragen von Nähe und Entzug, von Sehnsucht und Irritation. Entgegen aller Vernunft unternehmen sie die Reise zu zweit. Kaum in Istanbul angekommen, wird aus der Verheißung eine Zumutung. Die Stadt ist laut, grell, männlich codiert - von Tango keine Spur. Was folgt, ist weniger eine Liebesgeschichte als eine präzise Erkundung emotionaler Dynamiken: Wie entsteht Bindung? Wann kippt Nähe in Selbstverlust? Und warum hält man an dem fest, was einen verunsichert? In der Bewegung durch Istanbul - beim Tango, in Gesprächen, im Schweigen - legt Karen Schicht um Schicht ihrer eigenen Muster frei.
Lea Joan Martin ist mit mit Lyrik und Journalismus gestartet. Die Liebe zur Realität und zur Freiheit des einzelnen Wortes prägen auch ihre Erzählungen und Romane: »Ich schreibe über Situationen, in denen Menschen durch eine Begegnung oder Beziehung destabilisiert werden und gezwungen sind, sich neu zu organisieren. Das kann eher komische Züge haben oder existenziell, verletzend und irreversibel sein.« Quelle: Veranstalter
Simon Urban: »German Glück«
»German Glück« ist ein hochaktueller, scharfsinniger Gesellschaftsroman, der das deutsche »The White Lotus« sein könnte: Sieben Schicksale prallen in einem Luxusresort in der deutschen Provinz aufeinander. Ein brennender Tesla in der mecklenburgischen Provinz markiert den Nullpunkt: Roger Ross, frisch gefeuert und ohne Gepäck, flieht in das Luxusresort »Eden« und erfindet sich radikal neu. Doch das Hotel ist keine Zuflucht, sondern eine prunkvolle Endstation für die Illusionen unserer Zeit. Denn im »Eden«, dieser bröckelnden Festung des bundesdeutschen Wohlstands, klammern sich anscheinend alle Gäste an ein Leben, das längst Geschichte ist: eine vom Shitstorm verbrannte TV-Komikerin, ein Tabakmanager, der seine Frau an den Klimaaktivismus verloren hat, ein von der mütterlichen Rente lebendes Zwillingspaar und eine Direktionsassistentin, die das Resort mithilfe ihres mörderischen Plans retten will. Diese Schicksalsgemeinschaft tanzt am Abgrund. Bitterböse und rasend komisch zugleich: eine literarische Abrechnung mit dem schönen Schein, in der die deutsche Seele Wellness bucht und den Wahnsinn bekommt.
Simon Urban, geboren 1975 in Hagen, Studium der Germanistik in Münster, Studium am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Sein Roman »Plan D« (2011) wurde in elf Sprachen übersetzt, sein Werbefilm #heimkommen zählt mit 70 Millionen Views zu den erfolgreichsten deutschen Virals überhaupt. Für die ARD schrieb er die Erzählvorlage zum Spielfilm »Exit« (2020). Sein Roman »Wie alles begann und wer dabei umkam« wurde mit dem Hamburger Literaturpreis ausgezeichnet. Er lebt in Techau (Ost-Holstein).
Rainer Imm: »Free Solo«
Mit Free Solo legt der Tübinger Autor und Journalist Rainer Imm seinen sechsten Titel vor - einen eindrucksvollen Roman über den sozialen Aufstieg aus der Enge einer Sozialbausiedlung in die Welt der Akademiker, über Selbstbehauptung, Verlust und das Gefühl, zwischen den Welten zu stehen. In kraftvoller Sprache erzählt Imm die Geschichte eines Jungen, der aus einem von Härte, Loyalität und einem kompromisslosen Gerechtigkeitssinn geprägten Milieu stammt - und der sich entschließt, diesem Umfeld zu entkommen. Doch der Preis ist hoch: Mit dem Aufstieg kommen Entfremdung, Identitätsverlust und das schmerzhafte Bewusstsein, nirgends ganz dazuzugehören. Free Solo ist ein existenzieller Balanceakt, rau, intensiv und tief berührend. Der Roman verzichtet auf einfache Antworten - und ist gerade deshalb so nah an der Wirklichkeit vieler Menschen, die zwischen Herkunft und Zukunft ihren Weg suchen.
Rainer Imm lebt und arbeitet in Tübingen. Als freier Autor und Journalist schreibt er über gesellschaftliche Themen und persönliche Lebenswege. Im Omnino Verlag sind bereits seine Romane Niemandssohn und Stahlberg & Co. sowie die Fußball-Anthologie Bolzplatz - Das Buch erschienen, im Silberburg-Verlag zwei Kriminalromane. Mit Free Solo legt er seinen bisher persönlichsten Roman vor.
Lea Martin: »Tango in Istanbul«
Istanbul ist Karens großer Traum. Jahrelang arbeitet sie auf diesen Ort hin, in der Hoffnung, dort einen aufbegehrenden, widerständigen Tango zu finden. Kurz vor der Abreise nimmt sie Kontakt zu Mustafa auf, einem Mann, der Teil ihrer inneren Landschaft ist. Eine On-Off-Beziehung, getragen von Nähe und Entzug, von Sehnsucht und Irritation. Entgegen aller Vernunft unternehmen sie die Reise zu zweit. Kaum in Istanbul angekommen, wird aus der Verheißung eine Zumutung. Die Stadt ist laut, grell, männlich codiert - von Tango keine Spur. Was folgt, ist weniger eine Liebesgeschichte als eine präzise Erkundung emotionaler Dynamiken: Wie entsteht Bindung? Wann kippt Nähe in Selbstverlust? Und warum hält man an dem fest, was einen verunsichert? In der Bewegung durch Istanbul - beim Tango, in Gesprächen, im Schweigen - legt Karen Schicht um Schicht ihrer eigenen Muster frei.
Lea Joan Martin ist mit mit Lyrik und Journalismus gestartet. Die Liebe zur Realität und zur Freiheit des einzelnen Wortes prägen auch ihre Erzählungen und Romane: »Ich schreibe über Situationen, in denen Menschen durch eine Begegnung oder Beziehung destabilisiert werden und gezwungen sind, sich neu zu organisieren. Das kann eher komische Züge haben oder existenziell, verletzend und irreversibel sein.« Quelle: Veranstalter
Veröffentlicht am So, 28. Juni 2026 um 16:45 Uhr
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