Der Workshop wird von As Karuana - Indigenous Women's Collective geleitet, einer Gruppe indigener Künstlerinnen und Aktivistinnen aus dem Amazonasgebiet. Sie verbinden Kunst, gemeinsames Lernen und gesellschaftliches Engagement miteinander. In ihrer Arbeit nutzen sie Kunst, um auf soziale und ökologische Probleme aufmerksam zu machen, Wissen zu teilen und Menschen zum Austausch und Handeln zu motivieren. Mehr Informationen zu As Karuana: https://www.instagram.com/as_karuana?igsh=NHJwNXdwbXMwMTg2 Workshopvorschlag: Der Kampf und der gewaltfreie Widerstand der Völker des Tapajós, Amazonas Dieser interdisziplinäre Workshop untersucht zeitgenössische Formen des gewaltfreien Widerstands indigener Völker der Tapajós-Region im brasilianischen Amazonasgebiet gegenüber Privatisierungspolitiken, extraktivistischen Wirtschaftsmodellen und ökologischen Bedrohungen ihrer Territorien und Flüsse. Im Mittelpunkt steht die jüngste Mobilisierung indigener Gemeinschaften gegen die Aufnahme der Flüsse Tapajós, Madeira und Tocantins in das Nationale Privatisierungsprogramm Brasiliens. Der Workshop beleuchtet dabei die Zusammenhänge zwischen Umweltgerechtigkeit, territorialen Rechten, politischer Mobilisierung und indigener Selbstbestimmung. Anhand audiovisueller Materialien, gemeinsamer Gespräche und partizipativer Reflexionen werden gemeinschaftsbasierte Strategien des Widerstands vorgestellt, darunter territoriale Besetzungen, politische Selbstorganisation sowie digitale Formen des Aktivismus. Besonderes Augenmerk gilt der Rolle indigener Frauen und Jugendlicher, die eine zentrale Funktion bei der Organisation der Proteste und beim Aufbau solidarischer Netzwerke über soziale Medien und gemeinschaftliche Kommunikationsformen übernommen haben. Der Workshop verbindet Perspektiven aus den Environmental Humanities, der politischen Ökologie, visuellen Kulturwissenschaften und dekolonialen Ansätzen. Er bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, sich kritisch mit aktuellen Kämpfen indigener Gemeinschaften im Amazonasgebiet sowie mit grundlegenden Fragen zu Ökologie, Souveränität, Erinnerungskultur und kollektiver Fürsorge auseinanderzusetzen. Durchgeführt wird der Workshop von As Karuana - Indigenous Women's Collective, einem Kollektiv indigener Künstlerinnen und Aktivistinnen, das künstlerische Praxis, Aktivismus und gemeinschaftsbasierte Wissensproduktion miteinander verbindet. Dabei wird Kunst als Instrument des Widerstands, der Bildung und gesellschaftlichen Transformation verstanden. Ein detailiertes Festival-Programm sowie aktuelle Änderungen findet ihr auf unserer Webseite: www.agrikulturfestival.de
Quelle: Veranstalter
Veröffentlicht am So, 07. Juni 2026 um 16:15 Uhr