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Wo der Wald zum Abenteuerort wird: Erlebnispfade im Schwarzwald

Auf schmalen Wegen oder geschwungenen Stegen, im Wald, am Bach oder auf sonnigen Wiesen: Im Schwarzwald gibt es herrliche Erlebnispfade für Familien. Fünf Ideen für die Pfingstferien.

Am Moor

Es ist wirklich ein bezaubernder Ort, das Naturschutzgebiet Taubenmoos bei Bernau mit seinen kleinen Rinnsalen zwischen Moos und Wurzeln, dem Wasserrad am Bach und den seltenen Schmetterlingen. Hierher führt der Zauberwald-Pfad. Zunächst wandert man auf Stegen über den Bach hinweg, mal rechts, mal links, vorüber am mächtigen Wurzelteller eines umgestürzten Baumes – und bis zu Merlin. Aus einem Baumstamm geschnitzt, drei Meter hoch, mit langem Bart und hohem Hut wacht er über das Wuseln auf dem Pfad. Dort flitzen voller Freude Kinder über die Brücken und Wege. Zunächst darf man sie nicht verlassen, um das wertvolle Moor zu schützen. Später aber gibt es viele Spielmöglichkeiten am Bach: Zwischen den Bäumen finden sich herrlich versteckte Plätze, über das Wasser führt ein Moosweg und am Waldrand geht es auf dem Kletterbaum in die Höhe. Am Rand einer Weide erreicht man ein weiteres Spielparadies: das Hexenhüttle mit Treppen, Leitern, kleinen Fenstern und Luken. Wer im Innern ganz nach oben klettert, kann sich schließlich übers Dach hinunterhangeln. An Sonn- und Feiertagen sind auf dem Zauberwaldpfad besonders viele Familien mit Kinderwagen und Laufrädern, Sack und Pack unterwegs. Unter der Woche ist es entspannter.Zauberwaldpfad, Bernau, 2,5 Kilometer, mit Kinderwagen machbar, mehr.bz/Zauberwald

Freizeit: Viele weitere Erlebnispfade präsentiert die App BZ-Lieblingsplätze, kostenlos für Abonnentinnen und Abonnenten

Beim Dachs

Hoch hinauf auf die Kletterbäume und tief hinein in die Geschichte um Dachs Grimli geht es auf dem Dachspfad. Der Erlebnisweg bei Dachsberg im Südschwarzwald ist sowohl für kleine wie für etwas ältere Kinder spannend. Auch Zehnjährige begeistern sich für die Herausforderung, freihändig über die hohen Stämme zu balancieren. Im wilden Wald nach riesigen metallenen Ameisen zu suchen und in den (nachgeahmten) Dachsbau zu klettern, macht den Jüngsten Spaß.

Dazu spaziert man durch eine herrliche Landschaft, vorbei an bunten Blütenwiesen, über wurzelige Pfade bergan und auf Stegen durch den Wald. Auf drei Varianten kann man den Pfad gehen, eine ist auch für Kinderwagen geeignet, lauffreudige Familien machen eine Zusatzrunde. Die Stationen am Wegrand erzählen von Grimli und seinen tierischen Waldfreunden und halten immer wieder kleine Aufgaben für die Kinder bereit.Dachsweg, Dachsberg, 1,5 bzw. 3,5 Kilometer, eine der kürzeren Varianten ist kinderwagentauglich, mehr.bz/dachsweg

Am Kuhberg

Ein lichtdurchfluteter Wald und richtig kreative Spielstationen: Das macht Kuhnigundes Kuhlehrpfad bei Saig zu einem Erlebnisweg, der Kinder und Eltern begeistert. Man misst sich beim Felle ertasten und Tannenzapfen-Zielwurf, kegelt mit einem schwingenden Gummistiefel und legt sich dann – mit Blick in die Baumwipfel – in die Badewanne mitten im Grünen: Waldbaden wortwörtlich. Nach zwei Kilometern Wegstrecke endet der Weg am sonnigen Spielplatz auf dem Kuhberg. Hier gibt es noch mehr Spielspaß, eine Hütte voller Heu zum Einkuscheln und viel Platz für eine Pause auf der Picknickdecke: Schwarzwaldpanorama inklusive.Kuhnigundes Kuhlehrpfad, Lenzkirch-Saig, 2,1 Kilometer, kinderwagengeeignet, mehr.bz/kuhlehrpfad

Im Bannwald

Eine Tür in die Wildnis öffnet der Erlebnispfad in St. Wilhelm: Er führt in die Kernzone des Biosphärengebietes – hinten im Tal, wo der Wald sich selbst überlassen wird und sich zum "Urwald von morgen" entwickeln darf. Da liegen umgestürzte Baumstämme quer, da beleben Käfer das Totholz und da hämmert der Specht in den Bäumen. Unterwegs gibt es viel zu entdecken und erkunden: Wer erspäht den Luchs im Dickicht? Wer findet den Schlüssel zum Tor in den Bannwald? Und wer springt so weit wie der Marder? Übers Erlenbächle hinweg erhascht man immer wieder einen Blick ins malerische St. Wilhelmer Tal und bis hinauf zum Feldberg. Später geht es auf der gegenüberliegenden Seite den Hang hinauf zu weiteren Spielstationen und sonnigen Wiesen.Wildnis-Erlebnispfad, St. Wilhelm, 4,8 Kilometer, 290 Höhenmeter, nicht für Kinderwagen geeignet, mehr.bz/wildnis

Mit Aussicht

Richtig viel Bewegung für lauffreudige Kinder gibt es auf dem Familienpfad im Münstertal. Um all die charmanten Aussichtspunkte und Spielstationen zu erreichen, muss man nämlich nicht nur fast sieben Kilometer, sondern auch annähernd 300 Höhenmeter meistern. Aber das lohnt sich: Vom Köpfle genießt man herrliche Weitblicke über blütenbunte Weiden hinweg ins Münstertal und hinauf zum Schauinsland. Kuhglockengeläut begleitet den Weg, Ziegen und Schafe weiden am Wegrand. Und Kinder werden dank schöner Plätze zum Klettern, Springen und Spielen bei Laune gehalten: etwa mit der Kugelbahn im Süßenbrunner Tal oder der kleinen Kletterwand im Wald.Familienpfad Münstertal, 6,8 Kilometer, 280 Höhenmeter, nicht kinderwagentauglich. Wer nicht die ganze Runde schafft, kann unterwegs auch abkürzen, mehr.bz/familienpfad

Freizeit: Viele weitere Erlebnispfade präsentiert die App BZ-Lieblingsplätze, kostenlos für Abonnentinnen und Abonnenten der Badischen Zeitung: bzlieblingsplaetze.de

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von Silke Kohlmann
am Mo, 25. Mai 2026 um 08:00 Uhr

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