Kunst

Hey KI, wen wähl ich im Ländle? Ausstellung zur Landtagswahl in Baden-Württemberg.

Wann
Mo, 9. Februar 2026, 08:00 - 18:00 Uhr
Weitere Termine
Wo oder WAS
Lahr
VHS-Zentrum Haus zum Pflug
Wie sich Wahlprogramme von Parteien durch Künstliche Intelligenz (KI) als Wimmelbilder darstellen lassen, zeigt die aktuelle Ausstellung »Hey KI, wen wähl ich im Ländle?» in der Volkshochschule Lahr (VHS). Die Ausstellung zur Landtagswahl in Baden-Württemberg ist bis einschließlich Montag, 16. März 2026, im VHS-Foyer im Haus zum Pflug, Kaiserstraße 41 in Lahr, zu sehen. Die Öffnungszeiten sind von Montag bis Freitag jeweils von 8 bis 18 Uhr.

Wie könnte das künftige Leben in einer Stadt aussehen, wenn eine der sechs kandidierenden Parteien in Baden-Württemberg, die laut Umfragen die besten Wahlaussichten haben, ihr Wahlprogramm alleine umsetzen dürfte? Die sichtbaren Unterschiede in den großformatigen Plakaten zu AfD, Bündnis 90/Die Grünen, CDU, Die Linke, FDP und SPD laden zum Nachdenken über die Angebote dieser Parteien ein.

Die Bilder stellen die jeweiligen Vorstellungen in den zentralen Lebensfeldern Wohnen, Arbeit, Verkehr, Umwelt, Energieversorgung, Sicherheit und Freizeit dar. Die Ausstellung ist überparteilich und gibt keine Wahlempfehlung. Begleittexte erläutern, welche politischen Schwerpunkte in den Bildern gezeigt werden und welche wichtigen Programminhalte zusätzlich zu beachten sind.

Die Bilder wurden erstellt, indem Anfang Januar 2026 die zu diesem Zeitpunkt veröffentlichten Wahlprogramme der genannten Parteien mit ChatGPT 5.2 verarbeitet wurden. Dabei wurden die politischen Ziele, Werte und Prioritäten der jeweiligen Parteien mit einem identischen Prompt in künstlerische Bildwelten übersetzt. Als wiederkehrendes Motiv wurde die Perspektive auf eine Stadt gewählt.

Die Motive verstehen sich nicht als Prognosen oder realistische Zukunftsentwürfe, sondern als visuelle Gedankenexperimente. Die KI abstrahiert und verdichtet politische Inhalte und macht zentrale Aussagen, Konfliktlinien und Schwerpunkte sichtbar. Zuspitzungen und Überzeichnungen sind Teil des Konzepts und nicht als Bewertung, sondern als Einladung zur Auseinandersetzung gedacht.

Der Wechsel des Mediums von Text zu Bild führt zwangsläufig zu Vereinfachungen und Auslassungen. Die KI reduziert komplexe Programme auf ausgewählte Schwerpunkte und verarbeitet politische Inhalte nicht inhaltlich, sondern textuell anhand statistischer Wahrscheinlichkeiten. Technische Limitationen und mögliche Verzerrungen sind daher zwangsläufig. In der Seitenleiste jedes Plakats wird deshalb erläutert, welche Programmpunkte der jeweiligen Partei dargestellt sind und welche nicht dargestellt werden konnten. Weitere Informationen sind über einen QR-Code online abrufbar.

Die Ausstellung bewegt sich somit im Spannungsfeld von Technologie, Politik und Kunst. Sie soll Neugier wecken und zur eigenständigen Auseinandersetzung mit politischen Programmen anregen. Im besten Fall führt die Ausstellung dazu, das aktuelle Wahlprogramm der Parteien zu studieren - und bei der Landtagswahl am Sonntag, 8. März 2026, die eigene Stimme abzugeben.

Träger der Ausstellungsinitiative sind das Institut für Demokratie und Künstliche Intelligenz (IDemKI) Tübingen, die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg und der Volkshochschulverband Baden-Württemberg. Ferner hat das Internationale Zentrum für Kultur- und Technikforschung (IZKT) der Universität Stuttgart mitgewirkt.

Weitere Informationen gibt es bei der Volkshochschule Lahr: Website https://vhs.lahr.de, E-Mail [email protected], Telefon 07821 7 918-0.
Quelle: Veranstalter

Veröffentlicht am Do, 05. Februar 2026 um 12:46 Uhr

  • Kaiserstraße 41
  • 77933 Lahr

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