Kino-Interview

Chris Pratt über seine Filmfigur in „Guardians of the Galaxy“

TICKET-INTERVIEW: Chris Pratt über seine Filmfigur in "Guardians of the Galaxy", Komik und Karriere.

Als Star-Lord alias Peter Quill in der Marvel-Comicverfilmung "Guardians of the Galaxy" wurde Chris Pratt (37) mit einem Schlag weltberühmt. Seitdem sah man ihn in "Jurassic World", "Passengers" und dem Remake von "Die glorreichen Sieben" nur noch in Hauptrollen. Jetzt kehrt der US-Amerikaner als selbstironischer Kämpfer in den Weltraum zurück. "Guardians of the Galaxy Vol. 2" gilt als sicherer Kandidat, um die Kinokassen zu sprengen. Markus Tschiedert sprach mit Chris Pratt.

Ticket: Welche Ähnlichkeiten haben Sie beim zweiten Mal zwischen Ihnen und Star-Lord entdeckt?
Pratt: Wir sind absolut die gleiche Person, aber unter völlig anderen Umständen aufgewachsen. Hätte ich mit neun Jahren meine Mutter verloren und die Erde verlassen müssen, um ein Abenteurer zu werden, wäre ich auch jeden Fall wie Peter Quill. Ich sehe genauso aus wie er, ich höre mich so an wie er und besitze den gleichen Spirit.
Ticket: Insofern wirken Sie wie Han Solo für eine neue Generation von Kinogängern...
Pratt: Nett, dass Sie das sagen! Es macht auch Sinn: Wenn wenn ich mein Erdenleben hinter mich lassen müsste, um Weltraumabenteurer zu kreieren – Han Solo wäre mein Vorbild, und auch Peter Quill hat sicher die "Star Wars"-Filme gesehen und ist ein Fan davon. Seine Mythologie basiert ja auf Popkultur der 80er Jahre – mit angesagter Musik und den Filmen jener Zeit.
Ticket: Ihre Karriere begannen Sie als Komiker. Kam Ihnen der selbstironische Zug Ihrer Figur in "Guardians of the Galaxy" gelegen?
Pratt: Als ich für die Rolle vorsprach, wusste ich, dass ich sie so spielen würde, wenn man mir die Gelegenheit gäbe. Zum Glück ging Regisseur James Gunn sofort darauf ein. Ich selbst wusste gar nicht, was verlangt werden würde. Das Drehbuch bekam ich erst zu lesen, als ich für die Rolle unterschrieben hatte. Bei "Guardians of the Galaxy" wird alles geheim gehalten, weil es so viele leidenschaftliche Fans gibt, die alles, was sie erfahren, sofort im Internet veröffentlichen. Das kann man aber anderen Fans nicht antun, deshalb ist man bei Marvel immer sehr vorsichtig.
Ticket: War Ihnen sofort klar, dass Ihnen "Guardians of the Galaxy" zum internationalen Durchbruch verhelfen würde?
Pratt: Ich denke schon, denn es ist eine große Sache, bei so einem Film dabei zu sein. Als Schauspieler lernt man, Erwartungen herunterzuschrauben, besonders in Hollywood, sonst zerbricht es dir das Herz. Wie oft war ich beim Vorsprechen und war mir sicher, ich kriege die Rolle. Danach saß ich stundenlang vorm Telefon und nichts geschah. Doch "Guardians" hat alles verändert.
Ticket: Wie reagierten Sie, als Sie hörten, dass Kurt Russell Ihren Filmvater spielen würde?
Pratt: Da war ich schlichtweg begeistert. Es kam mir vor, als würde ich am Pokertisch mit einem tollen Blatt sitzen und noch ein zusätzliches As bekommen. Kurt ist nicht nur ein außergewöhnlicher Schauspieler, sondern auch ein toller Typ. Es war mir eine große Freude, mit so einem genialen Schauspieler arbeiten zu dürfen.
Ticket: Peter Quill hat früh seine Mutter verloren und lernt erst jetzt seinen Vater kennen...
Pratt: Diese Thematik gefällt mir beim zweiten Teil von "Guardians of the Galaxy" besonders. Peter war sein Leben lang auf der Suche nach etwas und wollte verzweifelt wissen, wer sein leiblicher Vater ist. Er erträumte jemand Besonderen, der cool und bedeutend ist. Als er hier nun endlich auf seinen übermächtigen Vater trifft, der auch nach ihm gesucht hatte, füllt das eine riesige Leere in seinem Herzen.
Ticket: Songs aus den Siebzigern und Achtzigern spielen auch diesmal wieder eine große Rolle...
Pratt: Am ersten Teil gefiel den Fans ja auch die Musik ganz besonders. Sie liebten den "Awesome Mix Volume 1". Als Quill am Filmende den "Awesome Mix Volume 2" von seiner Mutter überreicht bekommt, ahnte man schon, dass es einen zweiten Teil mit noch mehr tollen Songs geben wird. Und so ist es!












von tsc
am Fr, 28. April 2017

Info

GUARDIANS OF THE GALAXY VOL. 2

Regie: James Gunn
Mit Chris Pratt, Zoe Saldana, Kurt Russell, Sylvester Stallone u. a.
133 Minuten, frei ab 12 Jahren

Die Story
Die Wächter der Galaxie stürzen sich in ein neues Abenteuer, als ihr Anführer Peter Quill (Chris Pratt) Besuch von seinem Vater (Kurt Russell) bekommt und der sich als Schurke entpuppt. Ärger kriegen die Fünf auch mit anderen Aliens...  

Autor: tsc

Badens beste Erlebnisse