Fricktaler Museum

  • Marktgasse 12
  • 4310 Rheinfelden (Schweiz)
  • Tel.: 004161 8311450
  • Webseite

In der Marktgasse befindet sich das Haus zur Sonne, in dem das Fricktaler Museum eingerichtet ist. Die vielfältige und vielseitige Sammlung zeigt Exponate von A wie Archäologie und Bodenfunde aus dem Fricktal, über H wie mittelalterliches Handwerk mit heute ausgestorbenen Berufen, wie dem des Sodmachers, über T wie den Arbeitsplatz in der Tabakfabrik, bis Z wie Zigarren. Auch die Einrichtung des Hauses, zum Teil im Originalzustand des 19. Jahrhunderts, wie die Sonnenstube, der ebenerdige Innenhof oder die kaiserliche Gesellschaft im ersten Obergeschoss mit Ölgemälden (18. Jahrhundert) aus der Habsburger Familie bieten eine spezielles Ambiente.

Die 1764 unter Maria Theresia erstellte Gebäude- und Häuserschatzung berichtet vom »Haus zur Sonne« als Steingebäude mit einem gewölbten Keller und einem Schätzwert von 700 Gulden. Es gehörte damit zu den stattlichsten Häusern Rheinfeldens. Wahrscheinlich existierte schon während der ersten Stadterweiterung um 1200 ein Vorgängerbau des Hauses zur Sonne. Von der ersten urkundlichen Erwähnung im Jahre 1422 bis 1840 war die Sonne fast beständig Wirtshaus und Herberge. Die heutige Fassadengestaltung geht auf einen umfassenden Umbau von 1843 zurück.

Diverse Quellen geben über die Bewohner fast lückenlos Auskunft. Erster bekannter Sonnenwirt war Michel Sybott, der letzte Matthias Kuni (1751-1838). Sein Sohn Alois verkaufte die Sonne 1840 an Franz Joseph Dietschy, die bis 1929 als Wohnhaus genutzt wurde. 1842 ging die Sonne an Franz Joseph Dietschys Sohn Alois über, der, wie sein Vater, die Brauerei und die Wirtschaft zum Salmen betrieb. Er starb 1858. Das Haus wurde seinen fünf Töchtern überschrieben, die mit ihrer Mutter weiter in der »Sonne« wohnten. Eines der fünf Mädchen, Marie, heiratete 1869 den Ingenieur Carl Habich, der seit 1868 im Salmenbräu tätig war. Das junge Paar wohnte ebenfalls in der »Sonne«, die nun zum Familienhaus der "Habich" wurde. Nach dem Tod von Carl Habich-Dietschy 1928 schenkten seine Erben das Haus zur Sonne der Einwohnergemeinde Rheinfelden mit der Auflage, darin das Museum einzurichten.

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