Konzert

Gitarrist Marko Topchii und das Element Streichquartett bei der AMG Basel

Konzert der AMG Basel spannt einen Gitarrenvirtuosen mit einem Streichquartett zusammen.

So populär und beliebt die Gitarre ist, so erscheint sie doch nur relativ selten in Klassik-Konzerten. Der Abend der Allgemeinen Musikgesellschaft Basel (AMG) "Saiten, gezupft und gestrichen" mit Marko Topchii (Gitarre) und dem Element Streichquartett am Mittwoch, 28. März, 19.30 Uhr, im Basler Volkshaus beschreitet ungewöhnliche Wege insofern, als er einen jungen, doch bereits namhaften Virtuosen dieses traditionsreichen Instrumentes mit einem aufstrebenden Streichquartett zusammenspannt. Reizvolle Kammermusik in unalltäglicher Besetzung ist zu erwarten.
Nur wenige Gitarristen dürften es Marko Topchii gleichtun, was die Zahl und die Güte seiner Auszeichnungen bei namhaften Wettbewerben anbetrifft. Im Jahr 1991 in der ukrainischen Hauptstadt Kiew als Spross einer Musikerfamilie geboren und in seiner Heimatstadt und in Kharkiv ausgebildet, ist der Musiker bestrebt, das Ausdrucksspektrum seines empfindsamen Instrumentes zu erfassen und ständig zu verfeinern.
Den mutigen Entschluss, ein Streichquartett zu gründen, fassten die junge Geigerin Maria Ten und ihre drei Streicher-Kollegen Dmitry Smirnov, Pablo Salva und Hector Ochoa im Jahr 2014 an der Haute Ecole de Musique Lausanne-Sion. Bestärkt wurde dieser Entschluss dann durch anregende Mentoren und erste ermutigende Konzerterfolge. Ein breites Repertoire möchte das Element Streichquartett abdecken, das inzwischen bei Rainer Schmidt an der Musikakademie Basel studiert.
Dass sich Mussorgskys vielgestaltige "Bilder einer Ausstellung" auch auf der Gitarre darstellen ließen, hielt man für unmöglich – bis Kazuhito Yamashita mit seiner Übertragung das Gegenteil bewies. Eine kleine Sensation für die Musikwelt, wie es dem Japaner gelingen konnte, Mussorgskys Fülle an Farben und Figuren, Harmonien und dynamischen Schattierungen mit den sechs Saiten seines Instrumentes wiederzugeben. Den Solisten des Abends wiederum reizte es, Yamashitas Bearbeitung noch einmal aufzugreifen und in einigen Details weiter zu entwickeln.
Gitarristen studieren gerne Nikita Koshkins Kompositionen, die von einer genauen Kenntnis und virtuosen Nutzung der vielfältigen Möglichkeiten des Instrumentes ausgehen. Der Titel "Introduction und Vivace" lässt ein wirkungsvolles Konzertstück mit Schwung und Temperament erwarten.
Mario Castelnuovo-Tedesco schrieb sein Quintetto für den legendären Gitarristen Andrés Segovia. Es handle sich – so der Komponist – "um ein melodiöses und heiteres Werk, durchaus mit klassizistischen und auch romantischen Zügen".

Am Dienstag, 10. April, folgt dann um 19.30 Uhr im Musical Theater Basel ein Konzert mit dem Orchestre National de France unter der Leitung von Emmanuel Krivine und dem Violinisten Renaud Capucon und Werken von Engelbert Humperdinck, Max Bruch und Tschaikowsky.

Vorverkauf: Telefon 004161/273 73 73, http://www.konzerte-basel.ch
von BZ/Foto: dpa
am Do, 22. März 2018


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