Haus zur Lieben Hand

  • Löwenstr. 16 (hinter KG III)
  • 79098 Freiburg im Breisgau

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  • Hans Christoph Begemann (Bariton) und Klaus Simon (Klavier): Liedermatinee zu 100 Jahren Russischer Oktoberrevolution in Kooperation mit: Russische Kulturtage Freiburg 2017 gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes koordiniert durch das Zwetajewa Zentrum Programm: Erwin Schulhoff: 1917 - Liederzyklus für Bariton mit Klavierbegleitung WV 110 (1933) zur Erinnerung an die Oktoberrevolution Alexander Mossolow: Vier Zeitungsannoncen op. 21 (1927) Franz Schubert: ausgewählte politische Lieder auf Texte von Friedrich Schiller Dmitri Schostakowitsch: Sechs Romanzen nach englischen Dichtungen op. 62 (1942) Revolution! ist eine Liedermatinee anlässlich des Gedenkens an 100 Jahre Russische Revolution im Jahr 2017. Der politischen Bedeutung dieses bedeutsamen Ereignisses wird mit dem Zyklus 1917 von Erwin Schulhoff, politischen Liedern Dmitri Schostakowitschs auf englische Dichtungen sowie Liedern Franz Schuberts auf Texte Friedrich Schillers Rechnung getragen. Der Beitrag von Alexander Mossolow soll dagegen das alltägliche sowjetische Leben nach der Revolution in Form der Satire bzw. Humoreske widerspiegeln. Erwin Schulhoff gehört zu der Gruppe jüdischstämmiger Komponisten wie Hans Krása und Victor Ullmann, um nur die bekanntesten zu nennen, die aufgrund ihrer Herkunft nach 1933 verfolgt und schließlich in Lagern frühzeitig zu Tode gekommen sind. Für ihn war die »Schöne Welt« im Schillerschen Sinne spätestens nach 1933 nach der Machtergreifung als jüdischer Komponist vorbei. Der Liederzyklus 1917 WV 110 aus dem Jahre 1933 ist Schulhoffs persönlicher Beitrag zum sozialistisch geprägten Agitationslied. Zwei davon wurden bereits 1934 in Leningrad mit dem kennzeichnenden Untertitel »Lieder des Zorns« in einer russischsprachigen Textfassung veröffentlicht. Tatsächlich erleben wir in diesen zwölf Liedern weniger »Kunst« als vielmehr extrem politischen, marxistisch orientierten Gesang. In ihrer Wut, Unerbittlichkeit und letztendlichen Radikalität des politischen Statements lassen sie im Vergleich sogar die Lieder Hanns Eislers auf Texte von Bertold Brecht harmlos aussehen. Sein Zyklus 1917 sollte für Schulhoff nicht mehr Ausdruck einer bürgerlichen Existenz sein, sondern engagiertes Erinnern an die Oktoberrevolution 1917 in Russland, zu deren 15-jährigen Jahrestag er ein Denkmal setzen wollte. »...es gilt also diesen romantischen biedermeier endgültig zu brechen und das kann nur mit einer gewaltigen tat denkbar sein...(Schulhoff, Tagebuch 1941)

    Freiburg | Haus zur Lieben Hand

    So 29.10.17
    11 Uhr
    Revolution!

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