Museum Haus Löwenberg

Im Herzen von Gengenbach in einem Patrizierhaus des 18. Jahrhunderts befindet sich das Museum Haus Löwenberg – und da ist immer was los. Das liegt auch an den Museumskindern: Häufig sind Schulklassen und Kindergartengruppen für Projekte zu Gast. Zu sehen gibt es allerlei Kuriositäten, von einer Überkopf-Kugelbahn über einen Knödelfresser. Wechselnde Austellungen ergänzen die Sammlung. Das komplette Museum wird ehrenamtlich getragen.

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Museum Haus Löwenberg: Alle Termine

  • Personen in rituellen Gewändern, Portraits voller Magie. Personen in rituellen Gewändern, Portraits voller Magie: Die Berliner Fotografin Iwajla Klinke führt die Suche nach alten Bräuchen von den Dörfern der Lausitz in den Schwarzwald, an die Nordsee, nach Spanien bis nach Mexiko. Kinder, Infantes, sind es vor allem, die Jahrhunderte alte Traditionen verkörpern. Mit ihren kunstfertigen Gewändern und dem ausladenden Schmuck stehen die Trägerinnen und Träger mit zugleich kindlicher Unschuld und großem Ernst für traditionelle Rituale, etwa als weihnachtliches Bescherkind der Sorben, als Blütenkönigin im Alten Land, bei Winterbräuchen in Tirol und der Osterwoche in Sizilien. Besonders bei den Brautkronen, Symbol der Reinheit und zugleich Statussymbol der Familie, erkennt die Künstlerin die Idee der gekrönten Kinder. Sie ist neben anderen Gegenden Europas vor allem im Schwarzwald, wo die Krone Schäppel heißt, fündig geworden mit genau dieser Inszenierung eines kindheitlichen Königtums und dem, was noch überliefert ist. Fasnachtliches Brauchtum und die Lust an der zeremoniellen Verkleidung bieten gerade auch im alemannischen Raum reichlich Stoff für die Künstlerin. Faszinierend dabei, wie sie mit der Reihe Canis major einen Bogen schlägt vom uralten Motiv des Narren in Hundegestalt hin zum um sich greifenden aktuellen Trend in der Fetisch- Szene, sich als Mensch zum Hund zu machen. Mit einfachsten Mitteln gelingen ihr vor Ort Bilder in einer Dichte, die an Heiligen-Bilder und Herrscherportraits früherer Epochen erinnern. So wie in den Anfängen der Fotografie Personenportraits als einzigartige Momente inszeniert wurden, so entstehen bei Klinke mit dem klassischen Instrumentarium der Fotografie Kunstwerke, die Miniatur und Monument zugleich sein können. Dabei benutzt die Künstlerin eine schlichte Spiegelreflexkamera und ein schwarzes Tuch und verzichtet auf jede Retusche oder digitale Korrektur. Heute sind rituelle Gewänder Dokumente fast ausgestorbenen Brauchtums; Lange Zeit vermeintlich nur zur rückwärtsgewandten Tümelei geeignet, sind sie inzwischen aber auch in teilweise bizarren Ausblühungen von Zeitgeist-Schick und Modernisierungs-Kitsch hemmungslos dem Konsum preisgegeben. Dagegen macht Klinke den Reichtum und die Vielfalt von Kulturen augenscheinlich und erinnert uns an die tief liegenden Wurzeln regionaler Lebensweisen ebenso wie die Kraft mythischer und spiritueller Erzählungen. Das Museum Haus Löwenberg zeigt mit »Infantes« Werke einer Foto- Künstlerin, die auf höchst eindrückliche und eigenständige Weise Position bezieht und Schönheit und Würde des rituell gewandeten Menschen feiert.

    Gengenbach | Museum Haus Löwenberg

    So 21.10.18
    13 - 18 Uhr
    Infantes. Foto-Künstlerin Iwajla Klinke
  • Personen in rituellen Gewändern, Portraits voller Magie. Personen in rituellen Gewändern, Portraits voller Magie: Die Berliner Fotografin Iwajla Klinke führt die Suche nach alten Bräuchen von den Dörfern der Lausitz in den Schwarzwald, an die Nordsee, nach Spanien bis nach Mexiko. Kinder, Infantes, sind es vor allem, die Jahrhunderte alte Traditionen verkörpern. Mit ihren kunstfertigen Gewändern und dem ausladenden Schmuck stehen die Trägerinnen und Träger mit zugleich kindlicher Unschuld und großem Ernst für traditionelle Rituale, etwa als weihnachtliches Bescherkind der Sorben, als Blütenkönigin im Alten Land, bei Winterbräuchen in Tirol und der Osterwoche in Sizilien. Besonders bei den Brautkronen, Symbol der Reinheit und zugleich Statussymbol der Familie, erkennt die Künstlerin die Idee der gekrönten Kinder. Sie ist neben anderen Gegenden Europas vor allem im Schwarzwald, wo die Krone Schäppel heißt, fündig geworden mit genau dieser Inszenierung eines kindheitlichen Königtums und dem, was noch überliefert ist. Fasnachtliches Brauchtum und die Lust an der zeremoniellen Verkleidung bieten gerade auch im alemannischen Raum reichlich Stoff für die Künstlerin. Faszinierend dabei, wie sie mit der Reihe Canis major einen Bogen schlägt vom uralten Motiv des Narren in Hundegestalt hin zum um sich greifenden aktuellen Trend in der Fetisch- Szene, sich als Mensch zum Hund zu machen. Mit einfachsten Mitteln gelingen ihr vor Ort Bilder in einer Dichte, die an Heiligen-Bilder und Herrscherportraits früherer Epochen erinnern. So wie in den Anfängen der Fotografie Personenportraits als einzigartige Momente inszeniert wurden, so entstehen bei Klinke mit dem klassischen Instrumentarium der Fotografie Kunstwerke, die Miniatur und Monument zugleich sein können. Dabei benutzt die Künstlerin eine schlichte Spiegelreflexkamera und ein schwarzes Tuch und verzichtet auf jede Retusche oder digitale Korrektur. Heute sind rituelle Gewänder Dokumente fast ausgestorbenen Brauchtums; Lange Zeit vermeintlich nur zur rückwärtsgewandten Tümelei geeignet, sind sie inzwischen aber auch in teilweise bizarren Ausblühungen von Zeitgeist-Schick und Modernisierungs-Kitsch hemmungslos dem Konsum preisgegeben. Dagegen macht Klinke den Reichtum und die Vielfalt von Kulturen augenscheinlich und erinnert uns an die tief liegenden Wurzeln regionaler Lebensweisen ebenso wie die Kraft mythischer und spiritueller Erzählungen. Das Museum Haus Löwenberg zeigt mit »Infantes« Werke einer Foto- Künstlerin, die auf höchst eindrückliche und eigenständige Weise Position bezieht und Schönheit und Würde des rituell gewandeten Menschen feiert.

    Gengenbach | Museum Haus Löwenberg

    Di 23.10.18
    11 - 17 Uhr
    Infantes. Foto-Künstlerin Iwajla Klinke
  • Personen in rituellen Gewändern, Portraits voller Magie. Personen in rituellen Gewändern, Portraits voller Magie: Die Berliner Fotografin Iwajla Klinke führt die Suche nach alten Bräuchen von den Dörfern der Lausitz in den Schwarzwald, an die Nordsee, nach Spanien bis nach Mexiko. Kinder, Infantes, sind es vor allem, die Jahrhunderte alte Traditionen verkörpern. Mit ihren kunstfertigen Gewändern und dem ausladenden Schmuck stehen die Trägerinnen und Träger mit zugleich kindlicher Unschuld und großem Ernst für traditionelle Rituale, etwa als weihnachtliches Bescherkind der Sorben, als Blütenkönigin im Alten Land, bei Winterbräuchen in Tirol und der Osterwoche in Sizilien. Besonders bei den Brautkronen, Symbol der Reinheit und zugleich Statussymbol der Familie, erkennt die Künstlerin die Idee der gekrönten Kinder. Sie ist neben anderen Gegenden Europas vor allem im Schwarzwald, wo die Krone Schäppel heißt, fündig geworden mit genau dieser Inszenierung eines kindheitlichen Königtums und dem, was noch überliefert ist. Fasnachtliches Brauchtum und die Lust an der zeremoniellen Verkleidung bieten gerade auch im alemannischen Raum reichlich Stoff für die Künstlerin. Faszinierend dabei, wie sie mit der Reihe Canis major einen Bogen schlägt vom uralten Motiv des Narren in Hundegestalt hin zum um sich greifenden aktuellen Trend in der Fetisch- Szene, sich als Mensch zum Hund zu machen. Mit einfachsten Mitteln gelingen ihr vor Ort Bilder in einer Dichte, die an Heiligen-Bilder und Herrscherportraits früherer Epochen erinnern. So wie in den Anfängen der Fotografie Personenportraits als einzigartige Momente inszeniert wurden, so entstehen bei Klinke mit dem klassischen Instrumentarium der Fotografie Kunstwerke, die Miniatur und Monument zugleich sein können. Dabei benutzt die Künstlerin eine schlichte Spiegelreflexkamera und ein schwarzes Tuch und verzichtet auf jede Retusche oder digitale Korrektur. Heute sind rituelle Gewänder Dokumente fast ausgestorbenen Brauchtums; Lange Zeit vermeintlich nur zur rückwärtsgewandten Tümelei geeignet, sind sie inzwischen aber auch in teilweise bizarren Ausblühungen von Zeitgeist-Schick und Modernisierungs-Kitsch hemmungslos dem Konsum preisgegeben. Dagegen macht Klinke den Reichtum und die Vielfalt von Kulturen augenscheinlich und erinnert uns an die tief liegenden Wurzeln regionaler Lebensweisen ebenso wie die Kraft mythischer und spiritueller Erzählungen. Das Museum Haus Löwenberg zeigt mit »Infantes« Werke einer Foto- Künstlerin, die auf höchst eindrückliche und eigenständige Weise Position bezieht und Schönheit und Würde des rituell gewandeten Menschen feiert.

    Gengenbach | Museum Haus Löwenberg

    Mi 24.10.18
    11 - 17 Uhr
    Infantes. Foto-Künstlerin Iwajla Klinke
  • Personen in rituellen Gewändern, Portraits voller Magie. Personen in rituellen Gewändern, Portraits voller Magie: Die Berliner Fotografin Iwajla Klinke führt die Suche nach alten Bräuchen von den Dörfern der Lausitz in den Schwarzwald, an die Nordsee, nach Spanien bis nach Mexiko. Kinder, Infantes, sind es vor allem, die Jahrhunderte alte Traditionen verkörpern. Mit ihren kunstfertigen Gewändern und dem ausladenden Schmuck stehen die Trägerinnen und Träger mit zugleich kindlicher Unschuld und großem Ernst für traditionelle Rituale, etwa als weihnachtliches Bescherkind der Sorben, als Blütenkönigin im Alten Land, bei Winterbräuchen in Tirol und der Osterwoche in Sizilien. Besonders bei den Brautkronen, Symbol der Reinheit und zugleich Statussymbol der Familie, erkennt die Künstlerin die Idee der gekrönten Kinder. Sie ist neben anderen Gegenden Europas vor allem im Schwarzwald, wo die Krone Schäppel heißt, fündig geworden mit genau dieser Inszenierung eines kindheitlichen Königtums und dem, was noch überliefert ist. Fasnachtliches Brauchtum und die Lust an der zeremoniellen Verkleidung bieten gerade auch im alemannischen Raum reichlich Stoff für die Künstlerin. Faszinierend dabei, wie sie mit der Reihe Canis major einen Bogen schlägt vom uralten Motiv des Narren in Hundegestalt hin zum um sich greifenden aktuellen Trend in der Fetisch- Szene, sich als Mensch zum Hund zu machen. Mit einfachsten Mitteln gelingen ihr vor Ort Bilder in einer Dichte, die an Heiligen-Bilder und Herrscherportraits früherer Epochen erinnern. So wie in den Anfängen der Fotografie Personenportraits als einzigartige Momente inszeniert wurden, so entstehen bei Klinke mit dem klassischen Instrumentarium der Fotografie Kunstwerke, die Miniatur und Monument zugleich sein können. Dabei benutzt die Künstlerin eine schlichte Spiegelreflexkamera und ein schwarzes Tuch und verzichtet auf jede Retusche oder digitale Korrektur. Heute sind rituelle Gewänder Dokumente fast ausgestorbenen Brauchtums; Lange Zeit vermeintlich nur zur rückwärtsgewandten Tümelei geeignet, sind sie inzwischen aber auch in teilweise bizarren Ausblühungen von Zeitgeist-Schick und Modernisierungs-Kitsch hemmungslos dem Konsum preisgegeben. Dagegen macht Klinke den Reichtum und die Vielfalt von Kulturen augenscheinlich und erinnert uns an die tief liegenden Wurzeln regionaler Lebensweisen ebenso wie die Kraft mythischer und spiritueller Erzählungen. Das Museum Haus Löwenberg zeigt mit »Infantes« Werke einer Foto- Künstlerin, die auf höchst eindrückliche und eigenständige Weise Position bezieht und Schönheit und Würde des rituell gewandeten Menschen feiert.

    Gengenbach | Museum Haus Löwenberg

    Do 25.10.18
    11 - 17 Uhr
    Infantes. Foto-Künstlerin Iwajla Klinke
  • Personen in rituellen Gewändern, Portraits voller Magie. Personen in rituellen Gewändern, Portraits voller Magie: Die Berliner Fotografin Iwajla Klinke führt die Suche nach alten Bräuchen von den Dörfern der Lausitz in den Schwarzwald, an die Nordsee, nach Spanien bis nach Mexiko. Kinder, Infantes, sind es vor allem, die Jahrhunderte alte Traditionen verkörpern. Mit ihren kunstfertigen Gewändern und dem ausladenden Schmuck stehen die Trägerinnen und Träger mit zugleich kindlicher Unschuld und großem Ernst für traditionelle Rituale, etwa als weihnachtliches Bescherkind der Sorben, als Blütenkönigin im Alten Land, bei Winterbräuchen in Tirol und der Osterwoche in Sizilien. Besonders bei den Brautkronen, Symbol der Reinheit und zugleich Statussymbol der Familie, erkennt die Künstlerin die Idee der gekrönten Kinder. Sie ist neben anderen Gegenden Europas vor allem im Schwarzwald, wo die Krone Schäppel heißt, fündig geworden mit genau dieser Inszenierung eines kindheitlichen Königtums und dem, was noch überliefert ist. Fasnachtliches Brauchtum und die Lust an der zeremoniellen Verkleidung bieten gerade auch im alemannischen Raum reichlich Stoff für die Künstlerin. Faszinierend dabei, wie sie mit der Reihe Canis major einen Bogen schlägt vom uralten Motiv des Narren in Hundegestalt hin zum um sich greifenden aktuellen Trend in der Fetisch- Szene, sich als Mensch zum Hund zu machen. Mit einfachsten Mitteln gelingen ihr vor Ort Bilder in einer Dichte, die an Heiligen-Bilder und Herrscherportraits früherer Epochen erinnern. So wie in den Anfängen der Fotografie Personenportraits als einzigartige Momente inszeniert wurden, so entstehen bei Klinke mit dem klassischen Instrumentarium der Fotografie Kunstwerke, die Miniatur und Monument zugleich sein können. Dabei benutzt die Künstlerin eine schlichte Spiegelreflexkamera und ein schwarzes Tuch und verzichtet auf jede Retusche oder digitale Korrektur. Heute sind rituelle Gewänder Dokumente fast ausgestorbenen Brauchtums; Lange Zeit vermeintlich nur zur rückwärtsgewandten Tümelei geeignet, sind sie inzwischen aber auch in teilweise bizarren Ausblühungen von Zeitgeist-Schick und Modernisierungs-Kitsch hemmungslos dem Konsum preisgegeben. Dagegen macht Klinke den Reichtum und die Vielfalt von Kulturen augenscheinlich und erinnert uns an die tief liegenden Wurzeln regionaler Lebensweisen ebenso wie die Kraft mythischer und spiritueller Erzählungen. Das Museum Haus Löwenberg zeigt mit »Infantes« Werke einer Foto- Künstlerin, die auf höchst eindrückliche und eigenständige Weise Position bezieht und Schönheit und Würde des rituell gewandeten Menschen feiert.

    Gengenbach | Museum Haus Löwenberg

    Fr 26.10.18
    11 - 17 Uhr
    Infantes. Foto-Künstlerin Iwajla Klinke
  • In der Ausstellung »Infantes«. Musikalische Umrahmung mit Snapshot Hintersinnig- Vergnügliches im Museum Haus Löwenberg Alfred Metzler und Thomas Hafen lesen »zweistimmig« Die Schlussphase der spektakulären Ausstellung »Infantes« wird im Museum Haus Löwenberg in Gengenbach mit einem vergnüglich -hintersinnigen Abend eingeleitet am Freitag, 26. Oktober um 20:00 Uhr. Dort präsentieren Alfred Metzler und Thomas Hafen ihre Wort- und Sprachkunstwerke vor den Foto-Kunstwerken der Berliner Fotografin Iwajla Klinke. Mit hintergründiger Ironie und beißender Satire, pointierter Kurzprosa und einer gehörigen Portion Sprachwitz begeistern Thomas Hafen und Alfred Metzler in ihren Lesungen. Sie besitzen die Schürfrechte für merkwürdige Begebenheiten, für menschliche Schwächen und Auffälligkeiten. Sie fördern das Komische im Tragischen und den Schwarzwald in der Welt zu Tage. Mag sein, dass sich die beiden Autoren auch von den Portraits der Ausstellung zu einem Beitrag herausfordern lassen, die Menschen als Narren - Hunde und Menschen im Latex- Fetisch- Gewand eines Hundes zeigen. Auffällig an den beiden Akteuren ist deren offenkundige Fähigkeit vielfältige Talente zu entwickeln. Der eine, Alfred Metzler, betrieb Fußball auf professionellem Niveau und spielt inzwischen Doppelpass als Zeitungskolumnist, Buchautor und Zauberkünstler. Der andere, Thomas Hafen, ist als gelernter Kulturwissenschaftler wissenschaftlicher Leiter des Freilichtmuseums Vogtsbauernhof, aber auch Kolumnist, Buch- und Theaterautor. Musikalisch umrahmt wird die Lesung durch das Duo »Snapshot«. Die faszinierende Stimme von Hannah Schiekofer begleitet der begnadete Gitarrist Roland Jäckle. Ein Genuss für Freunde der Literatur und Live-Musik!

    Gengenbach | Museum Haus Löwenberg

    Fr 26.10.18
    20 Uhr
    Zweistimmig. Wort- und Sprachkunstwerke von Alfred Metzler und Thomas Hafen
  • Personen in rituellen Gewändern, Portraits voller Magie. Personen in rituellen Gewändern, Portraits voller Magie: Die Berliner Fotografin Iwajla Klinke führt die Suche nach alten Bräuchen von den Dörfern der Lausitz in den Schwarzwald, an die Nordsee, nach Spanien bis nach Mexiko. Kinder, Infantes, sind es vor allem, die Jahrhunderte alte Traditionen verkörpern. Mit ihren kunstfertigen Gewändern und dem ausladenden Schmuck stehen die Trägerinnen und Träger mit zugleich kindlicher Unschuld und großem Ernst für traditionelle Rituale, etwa als weihnachtliches Bescherkind der Sorben, als Blütenkönigin im Alten Land, bei Winterbräuchen in Tirol und der Osterwoche in Sizilien. Besonders bei den Brautkronen, Symbol der Reinheit und zugleich Statussymbol der Familie, erkennt die Künstlerin die Idee der gekrönten Kinder. Sie ist neben anderen Gegenden Europas vor allem im Schwarzwald, wo die Krone Schäppel heißt, fündig geworden mit genau dieser Inszenierung eines kindheitlichen Königtums und dem, was noch überliefert ist. Fasnachtliches Brauchtum und die Lust an der zeremoniellen Verkleidung bieten gerade auch im alemannischen Raum reichlich Stoff für die Künstlerin. Faszinierend dabei, wie sie mit der Reihe Canis major einen Bogen schlägt vom uralten Motiv des Narren in Hundegestalt hin zum um sich greifenden aktuellen Trend in der Fetisch- Szene, sich als Mensch zum Hund zu machen. Mit einfachsten Mitteln gelingen ihr vor Ort Bilder in einer Dichte, die an Heiligen-Bilder und Herrscherportraits früherer Epochen erinnern. So wie in den Anfängen der Fotografie Personenportraits als einzigartige Momente inszeniert wurden, so entstehen bei Klinke mit dem klassischen Instrumentarium der Fotografie Kunstwerke, die Miniatur und Monument zugleich sein können. Dabei benutzt die Künstlerin eine schlichte Spiegelreflexkamera und ein schwarzes Tuch und verzichtet auf jede Retusche oder digitale Korrektur. Heute sind rituelle Gewänder Dokumente fast ausgestorbenen Brauchtums; Lange Zeit vermeintlich nur zur rückwärtsgewandten Tümelei geeignet, sind sie inzwischen aber auch in teilweise bizarren Ausblühungen von Zeitgeist-Schick und Modernisierungs-Kitsch hemmungslos dem Konsum preisgegeben. Dagegen macht Klinke den Reichtum und die Vielfalt von Kulturen augenscheinlich und erinnert uns an die tief liegenden Wurzeln regionaler Lebensweisen ebenso wie die Kraft mythischer und spiritueller Erzählungen. Das Museum Haus Löwenberg zeigt mit »Infantes« Werke einer Foto- Künstlerin, die auf höchst eindrückliche und eigenständige Weise Position bezieht und Schönheit und Würde des rituell gewandeten Menschen feiert.

    Gengenbach | Museum Haus Löwenberg

    Sa 27.10.18
    13 - 18 Uhr
    Infantes. Foto-Künstlerin Iwajla Klinke
  • Personen in rituellen Gewändern, Portraits voller Magie. Personen in rituellen Gewändern, Portraits voller Magie: Die Berliner Fotografin Iwajla Klinke führt die Suche nach alten Bräuchen von den Dörfern der Lausitz in den Schwarzwald, an die Nordsee, nach Spanien bis nach Mexiko. Kinder, Infantes, sind es vor allem, die Jahrhunderte alte Traditionen verkörpern. Mit ihren kunstfertigen Gewändern und dem ausladenden Schmuck stehen die Trägerinnen und Träger mit zugleich kindlicher Unschuld und großem Ernst für traditionelle Rituale, etwa als weihnachtliches Bescherkind der Sorben, als Blütenkönigin im Alten Land, bei Winterbräuchen in Tirol und der Osterwoche in Sizilien. Besonders bei den Brautkronen, Symbol der Reinheit und zugleich Statussymbol der Familie, erkennt die Künstlerin die Idee der gekrönten Kinder. Sie ist neben anderen Gegenden Europas vor allem im Schwarzwald, wo die Krone Schäppel heißt, fündig geworden mit genau dieser Inszenierung eines kindheitlichen Königtums und dem, was noch überliefert ist. Fasnachtliches Brauchtum und die Lust an der zeremoniellen Verkleidung bieten gerade auch im alemannischen Raum reichlich Stoff für die Künstlerin. Faszinierend dabei, wie sie mit der Reihe Canis major einen Bogen schlägt vom uralten Motiv des Narren in Hundegestalt hin zum um sich greifenden aktuellen Trend in der Fetisch- Szene, sich als Mensch zum Hund zu machen. Mit einfachsten Mitteln gelingen ihr vor Ort Bilder in einer Dichte, die an Heiligen-Bilder und Herrscherportraits früherer Epochen erinnern. So wie in den Anfängen der Fotografie Personenportraits als einzigartige Momente inszeniert wurden, so entstehen bei Klinke mit dem klassischen Instrumentarium der Fotografie Kunstwerke, die Miniatur und Monument zugleich sein können. Dabei benutzt die Künstlerin eine schlichte Spiegelreflexkamera und ein schwarzes Tuch und verzichtet auf jede Retusche oder digitale Korrektur. Heute sind rituelle Gewänder Dokumente fast ausgestorbenen Brauchtums; Lange Zeit vermeintlich nur zur rückwärtsgewandten Tümelei geeignet, sind sie inzwischen aber auch in teilweise bizarren Ausblühungen von Zeitgeist-Schick und Modernisierungs-Kitsch hemmungslos dem Konsum preisgegeben. Dagegen macht Klinke den Reichtum und die Vielfalt von Kulturen augenscheinlich und erinnert uns an die tief liegenden Wurzeln regionaler Lebensweisen ebenso wie die Kraft mythischer und spiritueller Erzählungen. Das Museum Haus Löwenberg zeigt mit »Infantes« Werke einer Foto- Künstlerin, die auf höchst eindrückliche und eigenständige Weise Position bezieht und Schönheit und Würde des rituell gewandeten Menschen feiert.

    Gengenbach | Museum Haus Löwenberg

    So 28.10.18
    13 - 18 Uhr
    Infantes. Foto-Künstlerin Iwajla Klinke
  • Personen in rituellen Gewändern, Portraits voller Magie. Personen in rituellen Gewändern, Portraits voller Magie: Die Berliner Fotografin Iwajla Klinke führt die Suche nach alten Bräuchen von den Dörfern der Lausitz in den Schwarzwald, an die Nordsee, nach Spanien bis nach Mexiko. Kinder, Infantes, sind es vor allem, die Jahrhunderte alte Traditionen verkörpern. Mit ihren kunstfertigen Gewändern und dem ausladenden Schmuck stehen die Trägerinnen und Träger mit zugleich kindlicher Unschuld und großem Ernst für traditionelle Rituale, etwa als weihnachtliches Bescherkind der Sorben, als Blütenkönigin im Alten Land, bei Winterbräuchen in Tirol und der Osterwoche in Sizilien. Besonders bei den Brautkronen, Symbol der Reinheit und zugleich Statussymbol der Familie, erkennt die Künstlerin die Idee der gekrönten Kinder. Sie ist neben anderen Gegenden Europas vor allem im Schwarzwald, wo die Krone Schäppel heißt, fündig geworden mit genau dieser Inszenierung eines kindheitlichen Königtums und dem, was noch überliefert ist. Fasnachtliches Brauchtum und die Lust an der zeremoniellen Verkleidung bieten gerade auch im alemannischen Raum reichlich Stoff für die Künstlerin. Faszinierend dabei, wie sie mit der Reihe Canis major einen Bogen schlägt vom uralten Motiv des Narren in Hundegestalt hin zum um sich greifenden aktuellen Trend in der Fetisch- Szene, sich als Mensch zum Hund zu machen. Mit einfachsten Mitteln gelingen ihr vor Ort Bilder in einer Dichte, die an Heiligen-Bilder und Herrscherportraits früherer Epochen erinnern. So wie in den Anfängen der Fotografie Personenportraits als einzigartige Momente inszeniert wurden, so entstehen bei Klinke mit dem klassischen Instrumentarium der Fotografie Kunstwerke, die Miniatur und Monument zugleich sein können. Dabei benutzt die Künstlerin eine schlichte Spiegelreflexkamera und ein schwarzes Tuch und verzichtet auf jede Retusche oder digitale Korrektur. Heute sind rituelle Gewänder Dokumente fast ausgestorbenen Brauchtums; Lange Zeit vermeintlich nur zur rückwärtsgewandten Tümelei geeignet, sind sie inzwischen aber auch in teilweise bizarren Ausblühungen von Zeitgeist-Schick und Modernisierungs-Kitsch hemmungslos dem Konsum preisgegeben. Dagegen macht Klinke den Reichtum und die Vielfalt von Kulturen augenscheinlich und erinnert uns an die tief liegenden Wurzeln regionaler Lebensweisen ebenso wie die Kraft mythischer und spiritueller Erzählungen. Das Museum Haus Löwenberg zeigt mit »Infantes« Werke einer Foto- Künstlerin, die auf höchst eindrückliche und eigenständige Weise Position bezieht und Schönheit und Würde des rituell gewandeten Menschen feiert.

    Gengenbach | Museum Haus Löwenberg

    Di 30.10.18
    11 - 17 Uhr
    Infantes. Foto-Künstlerin Iwajla Klinke
  • Personen in rituellen Gewändern, Portraits voller Magie. Personen in rituellen Gewändern, Portraits voller Magie: Die Berliner Fotografin Iwajla Klinke führt die Suche nach alten Bräuchen von den Dörfern der Lausitz in den Schwarzwald, an die Nordsee, nach Spanien bis nach Mexiko. Kinder, Infantes, sind es vor allem, die Jahrhunderte alte Traditionen verkörpern. Mit ihren kunstfertigen Gewändern und dem ausladenden Schmuck stehen die Trägerinnen und Träger mit zugleich kindlicher Unschuld und großem Ernst für traditionelle Rituale, etwa als weihnachtliches Bescherkind der Sorben, als Blütenkönigin im Alten Land, bei Winterbräuchen in Tirol und der Osterwoche in Sizilien. Besonders bei den Brautkronen, Symbol der Reinheit und zugleich Statussymbol der Familie, erkennt die Künstlerin die Idee der gekrönten Kinder. Sie ist neben anderen Gegenden Europas vor allem im Schwarzwald, wo die Krone Schäppel heißt, fündig geworden mit genau dieser Inszenierung eines kindheitlichen Königtums und dem, was noch überliefert ist. Fasnachtliches Brauchtum und die Lust an der zeremoniellen Verkleidung bieten gerade auch im alemannischen Raum reichlich Stoff für die Künstlerin. Faszinierend dabei, wie sie mit der Reihe Canis major einen Bogen schlägt vom uralten Motiv des Narren in Hundegestalt hin zum um sich greifenden aktuellen Trend in der Fetisch- Szene, sich als Mensch zum Hund zu machen. Mit einfachsten Mitteln gelingen ihr vor Ort Bilder in einer Dichte, die an Heiligen-Bilder und Herrscherportraits früherer Epochen erinnern. So wie in den Anfängen der Fotografie Personenportraits als einzigartige Momente inszeniert wurden, so entstehen bei Klinke mit dem klassischen Instrumentarium der Fotografie Kunstwerke, die Miniatur und Monument zugleich sein können. Dabei benutzt die Künstlerin eine schlichte Spiegelreflexkamera und ein schwarzes Tuch und verzichtet auf jede Retusche oder digitale Korrektur. Heute sind rituelle Gewänder Dokumente fast ausgestorbenen Brauchtums; Lange Zeit vermeintlich nur zur rückwärtsgewandten Tümelei geeignet, sind sie inzwischen aber auch in teilweise bizarren Ausblühungen von Zeitgeist-Schick und Modernisierungs-Kitsch hemmungslos dem Konsum preisgegeben. Dagegen macht Klinke den Reichtum und die Vielfalt von Kulturen augenscheinlich und erinnert uns an die tief liegenden Wurzeln regionaler Lebensweisen ebenso wie die Kraft mythischer und spiritueller Erzählungen. Das Museum Haus Löwenberg zeigt mit »Infantes« Werke einer Foto- Künstlerin, die auf höchst eindrückliche und eigenständige Weise Position bezieht und Schönheit und Würde des rituell gewandeten Menschen feiert.

    Gengenbach | Museum Haus Löwenberg

    Mi 31.10.18
    11 - 17 Uhr
    Infantes. Foto-Künstlerin Iwajla Klinke

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