Das Museum ist, wie der Name schon nahelegt, in der ehemaligen Schule untergebracht, die 1912 in Betrieb ging. Seit dem Jahr 1993 steht das Haus als Museum zur Verfügung. Im ersten Stockwerk, in dem früher der Lehrer wohnte, flaniert der Besucher heute von Raum zu Raum, um Besonderheiten der Regionalgeschichte kennenzulernen, von der steinzeitlichen Jaspisgewinnung über die Rheinfischerei bis zum Küferhandwerk. Sehr interessant ist der unerwartete Einblick in die Geschichte der Landvermessung. Ab 1750 wurden am Ort jeder Acker, jedes Haus einzeln eingemessen. Das badische Land bereitete damit die Änderung des Steuersystems vor. Künftig sollten die Steuern abhängig vom Grundbesitz bezahlt werden und nicht mehr mit Naturalien und Arbeitskraft. Zu sehen ist der erste Efringer Katasterplan. Wer Glück hat, trifft im Museum Museumsleiterin Maren Siegmann, die viel weiß und gern Fragen beantwortet. Zu empfehlen sind ihre wechselnden Ausstellungen im Rathaus Efringen-Kirchen zu Themen wie der Geschichte des Isteiner Klotzes, zu sehen während der Rathausöffnungszeiten.
[Victoria Langelott]
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