Stadtteil- und Familienzentrum am Mühlbach

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  • 77652 Offenburg
  • Tel.: 0781 639188-11
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Stadtteil- und Familienzentrum am Mühlbach: Alle Termine

  • Lebenswege Vortragsabend mit Eugen Drewermann Immer mehr, immer schneller, immer weiter: Die derzeit herrschende Wachstumsdoktrin ist nicht nur schädlich, sie ist ruinös. Es werden immer mehr Produkte auf den Markt geworfen - zu Lasten der armen Bevölkerung und der Natur. An den Menschen liegt es nicht. Es sind viele, die mit Entsetzen die Bilder verfolgen, in denen im Fernsehen die rapide fortschreitende Zerstörung der Natur dokumentiert wird; sie sind empört, wenn sie die Zustände in den Favelas in Rio oder in den Straßen von Kalkutta mit ansehen müssen; sie wenden sich gegen die fortschreitende Militarisierung der deutschen Außenpolitik. Doch alle Proteste verhallen. Denn: Es gibt im Kapitalismus keine Messfühler, die auf Mitleid oder Menschlichkeit oder Verantwortung reagieren würden. Mit moralischen Appellen lässt sich das System nicht ändern. Womit man es zu tun hat, sind nicht Personen, man hat es zu tun mit einem ökonomischen, monetären und politischen Getriebe, das nach eigenen Regeln funktioniert, und nur wenn man diese Regeln begreift und im Rahmen ihrer Betriebslogik ändert, besteht eine gewisse Aussicht, etwas zu erreichen. Wie also definiert man faire Preise, faire Löhne, fairen Handel? Was ist Geld, und was macht es mit Menschen? Wer sind wir selber - jenseits der politischen Gewalt, wenn wir Gott geben, was nur ihm allein gehört: uns selbst. In seinem Vortrag zeigt Dr. Eugen Drewermann auf, dass eine nachhaltige und damit nicht länger wachstumsbestimmte Wirtschaftsform die einzig realistische und tragfähige ist. Dabei erläutert er leicht verständlich wirtschaftswissenschaftliche Zusammenhänge und deutet die derzeitige Weltlage tiefenpsychologisch fundiert. Dr. Eugen Drewermann ist Theologe, Psychoanalytiker und Schriftsteller mit internationaler Reichweite; er gehört zu den erfolgreichsten theologischen Autoren. Für sein friedenspolitisches Engagement wurde er 2007 mit dem Erich-Fromm-Preis ausgezeichnet, 2011 erhielt er den im selben Jahr erstmals verliehenen internationalen Albert-Schweitzer-Preis. Der gefragte Referent nimmt immer wieder Stellung zu aktuellen gesellschaftspolitischen Fragen.

    Offenburg | Stadtteil- und Familienzentrum am Mühlbach

    Di 26.09.17
    19 Uhr
    Geld, Gesellsachaft und Gewalt - Kapital und Christentum

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