2 Ergebnisse

  • Podiumsdiskussion über das American Heartland, Moderation: Hannah Dunstan und Nate Graham Die meisten Deutschen und auch nicht wenige Amerikaner können gar nicht so genau sagen, welche Bundesstaaten jetzt eigentlich wirklich zu diesem platten Flächenland im Herzen der USA gezählt werden: Der Mittlere Westen ist als wenig aufregendes Fly-Over Country bekannt, wo es Milch, Mais und milde Gemüter gibt, aber sonst kaum etwas geschieht, das die Küsten-Eliten bewegen würde. Diesen Eindruck berichtigt unser Panel aus jungen deutschen und amerikanischen Stimmen, die sich im Heartland und seiner vielfältigen Kultur und Gesellschaft auskennen: Reise- und Lebensgeschichten aus der Kornkammer zwischen North Dakota und Missouri, zwischen Nebraska und Ohio bringt Stories from the Heartland auf die Bühne und dem Freiburger Publikum nah: Frühere Austauschschüler in den Vereinigten Staaten ebenso wie Söhne und Töchter des Landstrichs selbst kommen ins Gespräch über eine Region, die der Rest der Staaten allzu leicht vergisst. Bäuerliches Idyll voller ausgeglichener, traditionsverbundener Leute oder Epizentrum der verärgerten, abgehängten Trump-Basis? Solche Klischees kontert unser Panel am höchsten US-amerikanischen Feiertag, dem 4th of July, mit persönlichen Erlebnissen und eigenen Erfahrungen im American Midwest.

    Freiburg | Carl-Schurz-Haus

    Mi 04.07.18
    19 Uhr
    Stories from the Heartland
  • Lesung und Bildervortrag mit Fredy Gareis König der Hobos. Unterwegs mit den Vagabunden Amerikas Lesung und Bildervortrag mit Fredy Gareis, Hamburg Der Mann schüttelte Shoestrings Hand mit pumpenden Bewegungen. «Sie sind ein richtiger Hobo?» «Yes, Sir. Ein Hobo bis in den Tod.» «Sweet mother of God. Ich dachte, die Hobos gibt es nicht mehr!» Seit es die transkontinentale Eisenbahn gibt, fahren Hobos auf Güterzügen quer durchs Land. Nomaden, die der Konsumwelt Amerikas den Rücken gekehrt haben und auf den Traum vom Tellerwäscher zum Millionär pfeifen. Es entstand eine Subkultur mit eigener Sprache und moralischem Kodex, die auch die Literatur und Musik nachhaltig beeinflusst hat. Bis heute lebt sie in den Schatten des neon-grellen Amerika fort. Fredy Gareis fand Eingang in diese verschworene Gemeinschaft. Dreieinhalb Monate war er mit den Vagabunden unterwegs und lernte, wie man sich als Obdachloser und als blinder Passagier durchschlägt. Er erlebte Zusammenhalt und Großzügigkeit, die Weite aus Licht und Wind, Einsamkeit, Gewalt und Drogen. Geschichten, die tiefe Einblicke in die raue Seele der USA gewähren: über die Kraft des Individuums, über Enttäuschung, Wut und über das Glück, arm, aber frei zu sein.

    Freiburg | Carl-Schurz-Haus

    Mi 18.07.18
    21 Uhr
    König der Hobos