Sammlung Hurrle Museum für aktuelle Kunst

Eine Sammlung von mehr als 2000 Kunstwerken, zwei Wechselausstellungen und eine Dauerausstellung auf 1700 m² sowie einen traumhaften Panoramablick ins Rheintal, den man bei einer Tasse Kaffee in der der Museumscafeteria genießen kann - all das bietet das Museum für Aktuelle Kunst - Sammlung Hurrle in Durbach bei Offenburg.

Das Museum wurde 2010 von dem Unternehmer und Kunstmäzen Rüdiger Hurrle gegründet. Es befindet sich im Obergeschoss des Hotels Vier Jahreszeiten. Im Zentrum der Sammlung wie auch der Wechselausstellungen stehen die deutsche Kunst nach 1945 und ihre Vorläufer, auch mit Blick nach Frankreich und in die Schweiz. Das Informel ist ebenso ein Schwerpunkt wie die Entwicklung der Figuration.

Im Fokus sind die Wechselwirkungen und Beziehungen zwischen Künstlern und Kunstströmungen, eingeschlossen die Entwicklung in Ost- und Westdeutschland. Damit sind ungegenständliche Künstler wie K. O. Götz ebenso vertreten wie die Karlsruher Neue Figuration mit HAP Grieshaber, die Kunst der Jungen Wilden ebenso wie die Leipziger Schule.

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Sammlung Hurrle Museum für aktuelle Kunst: Alle Termine

  • Neue Ausstellung Auf unbekanntem Terrain Landschaft in der Kunst nach 1945 im Museum für Aktuelle Kunst in Durbach vom 16. September 2017 bis 4. Februar 2018 Vom 16. September 2017 bis zum 4. Februar 2018 zeigt das Museum für Aktuelle Kunst in Durbach bei Offenburg die Ausstellung »Auf unbekanntem Terrain - Landschaft in der Kunst nach 1945«. Damit spürt der Berliner Kurator und Kunsthistoriker Ronald Puff der Entwicklung des Landschaftsmotivs in der Kunst der letzten 70 Jahre nach, das für alle Kunstrichtungen von Bedeutung ist und sogar in der abstrakten Malerei wahrnehmbar bleibt. In vier Kapiteln und mit über 100 Werken wird die Auseinandersetzung verschiedenster Künstler mit dem Thema Landschaft in abstrakter wie figürlicher Form beleuchtet. Fortschritt und Zeitgeist formen und verändern seit Jahrhunderten unsere Umwelt. Spätestens seit der industriellen Revolution des 19. Jahrhunderts vollzieht sich dieser Wandel in reißender Geschwindigkeit. Mit der Expansion des Städtischen haben sich neue Qualitäten und Perspektiven entwickelt, durch die sich Landschaft heute weit über das vordergründig Ländliche hinaus in weite Lebensbereiche erstreckt. Mit der Zäsur des 2. Weltkrieges erschien das gegenständliche Abbild in der Kunst als nicht mehr zeitgemäß, und für annähernd zwei Jahrzehnte avancierte die Abstraktion zur dominierenden Weltsprache in der Kunst. Trotz dieses radikalen Bruches blieb das Motiv der Landschaft eine wichtige Referenz und wird in einer Vielzahl ungegenständlicher Werke reflektiert. Zu dieser Zeit trat zur geografisch definierten Landschaft ein neuer, sozial und kulturell konstruierter Landschaftsbegriff hinzu. Er orientiert sich weniger an einer physisch realen Situation, sondern es handelt sich vielmehr um eine Interpretation der wahrgenommenen Welt, die durch Prägung und Erfahrung bestimmt ist. Durch ihn konnte die Landschaft in den Nachkriegsjahren in Bereiche des Ungegenständlichen vordringen, bevor sie zu Beginn der sechziger Jahre als erkennbares Motiv in die Kunst zurückkehren sollte. In vier Kapiteln und mit über 100 Werken verschiedenster Künstler spürt die Ausstellung der Reflexion von Landschaft in der Kunst seit 1945 nach und lässt Schritt für Schritt sichtbar werden, wie sie sich vom mimetischen Abbild hin zu einer Vorstellung entwickelte, die sich jenseits des Abbildes manifestiert. Den Auftakt zur Ausstellung bildet das Kapitel Dokument, das sich der Objektivität und den Facetten des Realismus in der Landschaftsdarstellung zuwendet. Dabei reicht das Panorama über fotografische Arbeiten von Michael Wesely und Ottmar Hörl bis zum brillanten Hyperrealismus von Bernd Schwering und Andreas Orosz. Die unter der Überschrift Expression versammelten Positionen zeichnen ein Landschaftsbild, in dem das Motiv zum Spiegel eines weitreichenden Diskurses wird. Beispielsweise wird die politische Lage der BRD oder die Situation des geteilten Berlin ebenso reflektiert wie das gesellschaftliche und kulturelle Umfeld innerhalb der DDR. Hiervon entwerfen die kraftvollen Werke von unter anderem Georg Baselitz, K.H. Hödicke, Wolfgang Mattheuer oder Hans Scheib ein aufschlussreiches Bild. Schließlich widmet sich das Kapitel Poesie, das als letzte Station dem augenfälligen Abbild von Landschaft verpflichtet ist, den nichtsprachlichen, poetischen Qualitäten. In den berührenden Werken von Gerhard Altenbourg, Horst Janssen und Richard Oelze eröffnen sich Landschaften, die zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion oszillieren und deren Ausdruckskraft sich dem rational Fass- und Beschreibbaren entziehen. Diese Werke bilden die Brücke zum Abschluss der Ausstellung mit dem Titel Jenseits des Abbildes, in dem herausragende Werke der Nachkriegsmoderne, von Willi Baumeister über Bernard Schulze und Gotthard Graubner bis zu bedeutenden Positionen der Gegenwart wie Pia Fries, Per Kirkeby, Olav Christopher Jenssen, Hanspeter Münch und Eugene Leroy zeigen, das Landschaft auch in der Ungegenständlichkeit ein wichtiges und reflektiertes Thema darstellt. Das Museum für Aktuelle Kunst - Sammlung Hurrle Durbach wurde 2010 von Rüdiger Hurrle gegründet. Über mehrere Jahrzehnte hat Rüdiger Hurrle eine Sammlung der Kunst des frühen 20. Jahrhunderts bis heute zusammengetragen, die in ihrer Eigenständigkeit und Komplexität besondere Beachtung verdient. Das Hauptaugenmerk richtet sich nicht nur auf die international erfolgreichen deutschen »Malerfürsten« der 80er Jahre, sondern auf die prägenden Vertreter von Gruppen und Bewegungen, die in den vergangenen 60 Jahren Kunstgeschichte geschrieben haben. Neben Präsentationen zum Phänomen der Künstlergruppe zeigt das Museum regelmäßige Wechselausstellungen, deren Bestand durch Leihgaben ergänzt wird. Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag: 14 - 18 Uhr Samstag, Sonntag und an Feiertagen: 11 - 18 Uhr Gleichzeitig auf der Südseite zu sehen:

    Durbach | Sammlung Hurrle Museum für aktuelle Kunst

    Do 21.09.17
    14 - 18 Uhr
    Auf unbekanntem Terrain. Landschaft in der Kunst nach 1945
  • Durbach | Sammlung Hurrle Museum für aktuelle Kunst

    Do 21.09.17
    14 - 18 Uhr
    Ben Hübsch. Martin Kasper
  • Helga Marten | Eva Schaeuble Wer bei Landschaftsmalerei an putzige Häuschen auf grünen Wiesen, Berge im Alpenglühen und röhrende Hirsche denkt, liegt im Hinblick auf die neue Kunst falsch. Dafür sorgen schon Namen wie Georg Baselitz, Markus Lüpertz und Gerhard Richter - drei Künstler, die nach jahrzehntelanger Nichtachtung der Figuration nach dem 2. Weltkrieg insbesondere dem Sujet der Landschaft in einer stilistisch neuen und formal keineswegs erprobten Herangehensweise wieder Geltung verschafften. Die Landschaftsmalerei folgte bis zum Beginn des 2. Weltkriegs überwiegend festen Regeln und Traditionen, bis hin zum totalen Rückgriff auf Renaissance oder Barock. Nach dem Krieg geriet die figürliche Malerei in der westeuropäischen Kunst in eine Krise: Man glaubte, dass nur die Abstraktion die Kunst davor bewahren konnte, von faschistischen Systemen missbraucht zu werden. Erst das Versiegen jeder gegenständlichen Tendenz und die anschließende Neubelebung Anfang der 60er Jahre brachten den nötigen Freiraum, um auch Natur und Landschaft im Rahmen einer neuen Auffassung und eines neuen Malereibegriffes wieder aufzugreifen, überlieferte Traditionen aufzusprengen und zu erweitern. Die Ausstellung widmet sich der Auseinandersetzung mit den Themen Landschaft und Natur im Kontext gegenständlicher Malerei seit deren »Wiederentdeckung« zu Beginn der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts bis heute. Dabei werden die Konzepte unterschiedlicher Künstler beleuchtet.

    Durbach | Sammlung Hurrle Museum für aktuelle Kunst

    Do 21.09.17
    14 - 18 Uhr
    Auf unbekanntem Terrain. Landschaft in der Kunst nach 1945
  • Helga Marten | Eva Schaeuble Wer bei Landschaftsmalerei an putzige Häuschen auf grünen Wiesen, Berge im Alpenglühen und röhrende Hirsche denkt, liegt im Hinblick auf die neue Kunst falsch. Dafür sorgen schon Namen wie Georg Baselitz, Markus Lüpertz und Gerhard Richter - drei Künstler, die nach jahrzehntelanger Nichtachtung der Figuration nach dem 2. Weltkrieg insbesondere dem Sujet der Landschaft in einer stilistisch neuen und formal keineswegs erprobten Herangehensweise wieder Geltung verschafften. Die Landschaftsmalerei folgte bis zum Beginn des 2. Weltkriegs überwiegend festen Regeln und Traditionen, bis hin zum totalen Rückgriff auf Renaissance oder Barock. Nach dem Krieg geriet die figürliche Malerei in der westeuropäischen Kunst in eine Krise: Man glaubte, dass nur die Abstraktion die Kunst davor bewahren konnte, von faschistischen Systemen missbraucht zu werden. Erst das Versiegen jeder gegenständlichen Tendenz und die anschließende Neubelebung Anfang der 60er Jahre brachten den nötigen Freiraum, um auch Natur und Landschaft im Rahmen einer neuen Auffassung und eines neuen Malereibegriffes wieder aufzugreifen, überlieferte Traditionen aufzusprengen und zu erweitern. Die Ausstellung widmet sich der Auseinandersetzung mit den Themen Landschaft und Natur im Kontext gegenständlicher Malerei seit deren »Wiederentdeckung« zu Beginn der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts bis heute. Dabei werden die Konzepte unterschiedlicher Künstler beleuchtet.

    Durbach | Sammlung Hurrle Museum für aktuelle Kunst

    Fr 22.09.17
    14 - 18 Uhr
    Auf unbekanntem Terrain. Landschaft in der Kunst nach 1945
  • Neue Ausstellung Auf unbekanntem Terrain Landschaft in der Kunst nach 1945 im Museum für Aktuelle Kunst in Durbach vom 16. September 2017 bis 4. Februar 2018 Vom 16. September 2017 bis zum 4. Februar 2018 zeigt das Museum für Aktuelle Kunst in Durbach bei Offenburg die Ausstellung »Auf unbekanntem Terrain - Landschaft in der Kunst nach 1945«. Damit spürt der Berliner Kurator und Kunsthistoriker Ronald Puff der Entwicklung des Landschaftsmotivs in der Kunst der letzten 70 Jahre nach, das für alle Kunstrichtungen von Bedeutung ist und sogar in der abstrakten Malerei wahrnehmbar bleibt. In vier Kapiteln und mit über 100 Werken wird die Auseinandersetzung verschiedenster Künstler mit dem Thema Landschaft in abstrakter wie figürlicher Form beleuchtet. Fortschritt und Zeitgeist formen und verändern seit Jahrhunderten unsere Umwelt. Spätestens seit der industriellen Revolution des 19. Jahrhunderts vollzieht sich dieser Wandel in reißender Geschwindigkeit. Mit der Expansion des Städtischen haben sich neue Qualitäten und Perspektiven entwickelt, durch die sich Landschaft heute weit über das vordergründig Ländliche hinaus in weite Lebensbereiche erstreckt. Mit der Zäsur des 2. Weltkrieges erschien das gegenständliche Abbild in der Kunst als nicht mehr zeitgemäß, und für annähernd zwei Jahrzehnte avancierte die Abstraktion zur dominierenden Weltsprache in der Kunst. Trotz dieses radikalen Bruches blieb das Motiv der Landschaft eine wichtige Referenz und wird in einer Vielzahl ungegenständlicher Werke reflektiert. Zu dieser Zeit trat zur geografisch definierten Landschaft ein neuer, sozial und kulturell konstruierter Landschaftsbegriff hinzu. Er orientiert sich weniger an einer physisch realen Situation, sondern es handelt sich vielmehr um eine Interpretation der wahrgenommenen Welt, die durch Prägung und Erfahrung bestimmt ist. Durch ihn konnte die Landschaft in den Nachkriegsjahren in Bereiche des Ungegenständlichen vordringen, bevor sie zu Beginn der sechziger Jahre als erkennbares Motiv in die Kunst zurückkehren sollte. In vier Kapiteln und mit über 100 Werken verschiedenster Künstler spürt die Ausstellung der Reflexion von Landschaft in der Kunst seit 1945 nach und lässt Schritt für Schritt sichtbar werden, wie sie sich vom mimetischen Abbild hin zu einer Vorstellung entwickelte, die sich jenseits des Abbildes manifestiert. Den Auftakt zur Ausstellung bildet das Kapitel Dokument, das sich der Objektivität und den Facetten des Realismus in der Landschaftsdarstellung zuwendet. Dabei reicht das Panorama über fotografische Arbeiten von Michael Wesely und Ottmar Hörl bis zum brillanten Hyperrealismus von Bernd Schwering und Andreas Orosz. Die unter der Überschrift Expression versammelten Positionen zeichnen ein Landschaftsbild, in dem das Motiv zum Spiegel eines weitreichenden Diskurses wird. Beispielsweise wird die politische Lage der BRD oder die Situation des geteilten Berlin ebenso reflektiert wie das gesellschaftliche und kulturelle Umfeld innerhalb der DDR. Hiervon entwerfen die kraftvollen Werke von unter anderem Georg Baselitz, K.H. Hödicke, Wolfgang Mattheuer oder Hans Scheib ein aufschlussreiches Bild. Schließlich widmet sich das Kapitel Poesie, das als letzte Station dem augenfälligen Abbild von Landschaft verpflichtet ist, den nichtsprachlichen, poetischen Qualitäten. In den berührenden Werken von Gerhard Altenbourg, Horst Janssen und Richard Oelze eröffnen sich Landschaften, die zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion oszillieren und deren Ausdruckskraft sich dem rational Fass- und Beschreibbaren entziehen. Diese Werke bilden die Brücke zum Abschluss der Ausstellung mit dem Titel Jenseits des Abbildes, in dem herausragende Werke der Nachkriegsmoderne, von Willi Baumeister über Bernard Schulze und Gotthard Graubner bis zu bedeutenden Positionen der Gegenwart wie Pia Fries, Per Kirkeby, Olav Christopher Jenssen, Hanspeter Münch und Eugene Leroy zeigen, das Landschaft auch in der Ungegenständlichkeit ein wichtiges und reflektiertes Thema darstellt. Das Museum für Aktuelle Kunst - Sammlung Hurrle Durbach wurde 2010 von Rüdiger Hurrle gegründet. Über mehrere Jahrzehnte hat Rüdiger Hurrle eine Sammlung der Kunst des frühen 20. Jahrhunderts bis heute zusammengetragen, die in ihrer Eigenständigkeit und Komplexität besondere Beachtung verdient. Das Hauptaugenmerk richtet sich nicht nur auf die international erfolgreichen deutschen »Malerfürsten« der 80er Jahre, sondern auf die prägenden Vertreter von Gruppen und Bewegungen, die in den vergangenen 60 Jahren Kunstgeschichte geschrieben haben. Neben Präsentationen zum Phänomen der Künstlergruppe zeigt das Museum regelmäßige Wechselausstellungen, deren Bestand durch Leihgaben ergänzt wird. Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag: 14 - 18 Uhr Samstag, Sonntag und an Feiertagen: 11 - 18 Uhr Gleichzeitig auf der Südseite zu sehen:

    Durbach | Sammlung Hurrle Museum für aktuelle Kunst

    Fr 22.09.17
    14 - 18 Uhr
    Auf unbekanntem Terrain. Landschaft in der Kunst nach 1945
  • Durbach | Sammlung Hurrle Museum für aktuelle Kunst

    Fr 22.09.17
    14 - 18 Uhr
    Ben Hübsch. Martin Kasper
  • Durbach | Sammlung Hurrle Museum für aktuelle Kunst

    Sa 23.09.17
    11 - 18 Uhr
    Ben Hübsch. Martin Kasper
  • Neue Ausstellung Auf unbekanntem Terrain Landschaft in der Kunst nach 1945 im Museum für Aktuelle Kunst in Durbach vom 16. September 2017 bis 4. Februar 2018 Vom 16. September 2017 bis zum 4. Februar 2018 zeigt das Museum für Aktuelle Kunst in Durbach bei Offenburg die Ausstellung »Auf unbekanntem Terrain - Landschaft in der Kunst nach 1945«. Damit spürt der Berliner Kurator und Kunsthistoriker Ronald Puff der Entwicklung des Landschaftsmotivs in der Kunst der letzten 70 Jahre nach, das für alle Kunstrichtungen von Bedeutung ist und sogar in der abstrakten Malerei wahrnehmbar bleibt. In vier Kapiteln und mit über 100 Werken wird die Auseinandersetzung verschiedenster Künstler mit dem Thema Landschaft in abstrakter wie figürlicher Form beleuchtet. Fortschritt und Zeitgeist formen und verändern seit Jahrhunderten unsere Umwelt. Spätestens seit der industriellen Revolution des 19. Jahrhunderts vollzieht sich dieser Wandel in reißender Geschwindigkeit. Mit der Expansion des Städtischen haben sich neue Qualitäten und Perspektiven entwickelt, durch die sich Landschaft heute weit über das vordergründig Ländliche hinaus in weite Lebensbereiche erstreckt. Mit der Zäsur des 2. Weltkrieges erschien das gegenständliche Abbild in der Kunst als nicht mehr zeitgemäß, und für annähernd zwei Jahrzehnte avancierte die Abstraktion zur dominierenden Weltsprache in der Kunst. Trotz dieses radikalen Bruches blieb das Motiv der Landschaft eine wichtige Referenz und wird in einer Vielzahl ungegenständlicher Werke reflektiert. Zu dieser Zeit trat zur geografisch definierten Landschaft ein neuer, sozial und kulturell konstruierter Landschaftsbegriff hinzu. Er orientiert sich weniger an einer physisch realen Situation, sondern es handelt sich vielmehr um eine Interpretation der wahrgenommenen Welt, die durch Prägung und Erfahrung bestimmt ist. Durch ihn konnte die Landschaft in den Nachkriegsjahren in Bereiche des Ungegenständlichen vordringen, bevor sie zu Beginn der sechziger Jahre als erkennbares Motiv in die Kunst zurückkehren sollte. In vier Kapiteln und mit über 100 Werken verschiedenster Künstler spürt die Ausstellung der Reflexion von Landschaft in der Kunst seit 1945 nach und lässt Schritt für Schritt sichtbar werden, wie sie sich vom mimetischen Abbild hin zu einer Vorstellung entwickelte, die sich jenseits des Abbildes manifestiert. Den Auftakt zur Ausstellung bildet das Kapitel Dokument, das sich der Objektivität und den Facetten des Realismus in der Landschaftsdarstellung zuwendet. Dabei reicht das Panorama über fotografische Arbeiten von Michael Wesely und Ottmar Hörl bis zum brillanten Hyperrealismus von Bernd Schwering und Andreas Orosz. Die unter der Überschrift Expression versammelten Positionen zeichnen ein Landschaftsbild, in dem das Motiv zum Spiegel eines weitreichenden Diskurses wird. Beispielsweise wird die politische Lage der BRD oder die Situation des geteilten Berlin ebenso reflektiert wie das gesellschaftliche und kulturelle Umfeld innerhalb der DDR. Hiervon entwerfen die kraftvollen Werke von unter anderem Georg Baselitz, K.H. Hödicke, Wolfgang Mattheuer oder Hans Scheib ein aufschlussreiches Bild. Schließlich widmet sich das Kapitel Poesie, das als letzte Station dem augenfälligen Abbild von Landschaft verpflichtet ist, den nichtsprachlichen, poetischen Qualitäten. In den berührenden Werken von Gerhard Altenbourg, Horst Janssen und Richard Oelze eröffnen sich Landschaften, die zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion oszillieren und deren Ausdruckskraft sich dem rational Fass- und Beschreibbaren entziehen. Diese Werke bilden die Brücke zum Abschluss der Ausstellung mit dem Titel Jenseits des Abbildes, in dem herausragende Werke der Nachkriegsmoderne, von Willi Baumeister über Bernard Schulze und Gotthard Graubner bis zu bedeutenden Positionen der Gegenwart wie Pia Fries, Per Kirkeby, Olav Christopher Jenssen, Hanspeter Münch und Eugene Leroy zeigen, das Landschaft auch in der Ungegenständlichkeit ein wichtiges und reflektiertes Thema darstellt. Das Museum für Aktuelle Kunst - Sammlung Hurrle Durbach wurde 2010 von Rüdiger Hurrle gegründet. Über mehrere Jahrzehnte hat Rüdiger Hurrle eine Sammlung der Kunst des frühen 20. Jahrhunderts bis heute zusammengetragen, die in ihrer Eigenständigkeit und Komplexität besondere Beachtung verdient. Das Hauptaugenmerk richtet sich nicht nur auf die international erfolgreichen deutschen »Malerfürsten« der 80er Jahre, sondern auf die prägenden Vertreter von Gruppen und Bewegungen, die in den vergangenen 60 Jahren Kunstgeschichte geschrieben haben. Neben Präsentationen zum Phänomen der Künstlergruppe zeigt das Museum regelmäßige Wechselausstellungen, deren Bestand durch Leihgaben ergänzt wird. Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag: 14 - 18 Uhr Samstag, Sonntag und an Feiertagen: 11 - 18 Uhr Gleichzeitig auf der Südseite zu sehen:

    Durbach | Sammlung Hurrle Museum für aktuelle Kunst

    Sa 23.09.17
    11 - 18 Uhr
    Auf unbekanntem Terrain. Landschaft in der Kunst nach 1945
  • Helga Marten | Eva Schaeuble Wer bei Landschaftsmalerei an putzige Häuschen auf grünen Wiesen, Berge im Alpenglühen und röhrende Hirsche denkt, liegt im Hinblick auf die neue Kunst falsch. Dafür sorgen schon Namen wie Georg Baselitz, Markus Lüpertz und Gerhard Richter - drei Künstler, die nach jahrzehntelanger Nichtachtung der Figuration nach dem 2. Weltkrieg insbesondere dem Sujet der Landschaft in einer stilistisch neuen und formal keineswegs erprobten Herangehensweise wieder Geltung verschafften. Die Landschaftsmalerei folgte bis zum Beginn des 2. Weltkriegs überwiegend festen Regeln und Traditionen, bis hin zum totalen Rückgriff auf Renaissance oder Barock. Nach dem Krieg geriet die figürliche Malerei in der westeuropäischen Kunst in eine Krise: Man glaubte, dass nur die Abstraktion die Kunst davor bewahren konnte, von faschistischen Systemen missbraucht zu werden. Erst das Versiegen jeder gegenständlichen Tendenz und die anschließende Neubelebung Anfang der 60er Jahre brachten den nötigen Freiraum, um auch Natur und Landschaft im Rahmen einer neuen Auffassung und eines neuen Malereibegriffes wieder aufzugreifen, überlieferte Traditionen aufzusprengen und zu erweitern. Die Ausstellung widmet sich der Auseinandersetzung mit den Themen Landschaft und Natur im Kontext gegenständlicher Malerei seit deren »Wiederentdeckung« zu Beginn der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts bis heute. Dabei werden die Konzepte unterschiedlicher Künstler beleuchtet.

    Durbach | Sammlung Hurrle Museum für aktuelle Kunst

    Sa 23.09.17
    11 - 18 Uhr
    Auf unbekanntem Terrain. Landschaft in der Kunst nach 1945
  • Neue Ausstellung Auf unbekanntem Terrain Landschaft in der Kunst nach 1945 im Museum für Aktuelle Kunst in Durbach vom 16. September 2017 bis 4. Februar 2018 Vom 16. September 2017 bis zum 4. Februar 2018 zeigt das Museum für Aktuelle Kunst in Durbach bei Offenburg die Ausstellung »Auf unbekanntem Terrain - Landschaft in der Kunst nach 1945«. Damit spürt der Berliner Kurator und Kunsthistoriker Ronald Puff der Entwicklung des Landschaftsmotivs in der Kunst der letzten 70 Jahre nach, das für alle Kunstrichtungen von Bedeutung ist und sogar in der abstrakten Malerei wahrnehmbar bleibt. In vier Kapiteln und mit über 100 Werken wird die Auseinandersetzung verschiedenster Künstler mit dem Thema Landschaft in abstrakter wie figürlicher Form beleuchtet. Fortschritt und Zeitgeist formen und verändern seit Jahrhunderten unsere Umwelt. Spätestens seit der industriellen Revolution des 19. Jahrhunderts vollzieht sich dieser Wandel in reißender Geschwindigkeit. Mit der Expansion des Städtischen haben sich neue Qualitäten und Perspektiven entwickelt, durch die sich Landschaft heute weit über das vordergründig Ländliche hinaus in weite Lebensbereiche erstreckt. Mit der Zäsur des 2. Weltkrieges erschien das gegenständliche Abbild in der Kunst als nicht mehr zeitgemäß, und für annähernd zwei Jahrzehnte avancierte die Abstraktion zur dominierenden Weltsprache in der Kunst. Trotz dieses radikalen Bruches blieb das Motiv der Landschaft eine wichtige Referenz und wird in einer Vielzahl ungegenständlicher Werke reflektiert. Zu dieser Zeit trat zur geografisch definierten Landschaft ein neuer, sozial und kulturell konstruierter Landschaftsbegriff hinzu. Er orientiert sich weniger an einer physisch realen Situation, sondern es handelt sich vielmehr um eine Interpretation der wahrgenommenen Welt, die durch Prägung und Erfahrung bestimmt ist. Durch ihn konnte die Landschaft in den Nachkriegsjahren in Bereiche des Ungegenständlichen vordringen, bevor sie zu Beginn der sechziger Jahre als erkennbares Motiv in die Kunst zurückkehren sollte. In vier Kapiteln und mit über 100 Werken verschiedenster Künstler spürt die Ausstellung der Reflexion von Landschaft in der Kunst seit 1945 nach und lässt Schritt für Schritt sichtbar werden, wie sie sich vom mimetischen Abbild hin zu einer Vorstellung entwickelte, die sich jenseits des Abbildes manifestiert. Den Auftakt zur Ausstellung bildet das Kapitel Dokument, das sich der Objektivität und den Facetten des Realismus in der Landschaftsdarstellung zuwendet. Dabei reicht das Panorama über fotografische Arbeiten von Michael Wesely und Ottmar Hörl bis zum brillanten Hyperrealismus von Bernd Schwering und Andreas Orosz. Die unter der Überschrift Expression versammelten Positionen zeichnen ein Landschaftsbild, in dem das Motiv zum Spiegel eines weitreichenden Diskurses wird. Beispielsweise wird die politische Lage der BRD oder die Situation des geteilten Berlin ebenso reflektiert wie das gesellschaftliche und kulturelle Umfeld innerhalb der DDR. Hiervon entwerfen die kraftvollen Werke von unter anderem Georg Baselitz, K.H. Hödicke, Wolfgang Mattheuer oder Hans Scheib ein aufschlussreiches Bild. Schließlich widmet sich das Kapitel Poesie, das als letzte Station dem augenfälligen Abbild von Landschaft verpflichtet ist, den nichtsprachlichen, poetischen Qualitäten. In den berührenden Werken von Gerhard Altenbourg, Horst Janssen und Richard Oelze eröffnen sich Landschaften, die zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion oszillieren und deren Ausdruckskraft sich dem rational Fass- und Beschreibbaren entziehen. Diese Werke bilden die Brücke zum Abschluss der Ausstellung mit dem Titel Jenseits des Abbildes, in dem herausragende Werke der Nachkriegsmoderne, von Willi Baumeister über Bernard Schulze und Gotthard Graubner bis zu bedeutenden Positionen der Gegenwart wie Pia Fries, Per Kirkeby, Olav Christopher Jenssen, Hanspeter Münch und Eugene Leroy zeigen, das Landschaft auch in der Ungegenständlichkeit ein wichtiges und reflektiertes Thema darstellt. Das Museum für Aktuelle Kunst - Sammlung Hurrle Durbach wurde 2010 von Rüdiger Hurrle gegründet. Über mehrere Jahrzehnte hat Rüdiger Hurrle eine Sammlung der Kunst des frühen 20. Jahrhunderts bis heute zusammengetragen, die in ihrer Eigenständigkeit und Komplexität besondere Beachtung verdient. Das Hauptaugenmerk richtet sich nicht nur auf die international erfolgreichen deutschen »Malerfürsten« der 80er Jahre, sondern auf die prägenden Vertreter von Gruppen und Bewegungen, die in den vergangenen 60 Jahren Kunstgeschichte geschrieben haben. Neben Präsentationen zum Phänomen der Künstlergruppe zeigt das Museum regelmäßige Wechselausstellungen, deren Bestand durch Leihgaben ergänzt wird. Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag: 14 - 18 Uhr Samstag, Sonntag und an Feiertagen: 11 - 18 Uhr Gleichzeitig auf der Südseite zu sehen:

    Durbach | Sammlung Hurrle Museum für aktuelle Kunst

    So 24.09.17
    11 - 18 Uhr
    Auf unbekanntem Terrain. Landschaft in der Kunst nach 1945
  • Durbach | Sammlung Hurrle Museum für aktuelle Kunst

    So 24.09.17
    11 - 18 Uhr
    Ben Hübsch. Martin Kasper
  • Helga Marten | Eva Schaeuble Wer bei Landschaftsmalerei an putzige Häuschen auf grünen Wiesen, Berge im Alpenglühen und röhrende Hirsche denkt, liegt im Hinblick auf die neue Kunst falsch. Dafür sorgen schon Namen wie Georg Baselitz, Markus Lüpertz und Gerhard Richter - drei Künstler, die nach jahrzehntelanger Nichtachtung der Figuration nach dem 2. Weltkrieg insbesondere dem Sujet der Landschaft in einer stilistisch neuen und formal keineswegs erprobten Herangehensweise wieder Geltung verschafften. Die Landschaftsmalerei folgte bis zum Beginn des 2. Weltkriegs überwiegend festen Regeln und Traditionen, bis hin zum totalen Rückgriff auf Renaissance oder Barock. Nach dem Krieg geriet die figürliche Malerei in der westeuropäischen Kunst in eine Krise: Man glaubte, dass nur die Abstraktion die Kunst davor bewahren konnte, von faschistischen Systemen missbraucht zu werden. Erst das Versiegen jeder gegenständlichen Tendenz und die anschließende Neubelebung Anfang der 60er Jahre brachten den nötigen Freiraum, um auch Natur und Landschaft im Rahmen einer neuen Auffassung und eines neuen Malereibegriffes wieder aufzugreifen, überlieferte Traditionen aufzusprengen und zu erweitern. Die Ausstellung widmet sich der Auseinandersetzung mit den Themen Landschaft und Natur im Kontext gegenständlicher Malerei seit deren »Wiederentdeckung« zu Beginn der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts bis heute. Dabei werden die Konzepte unterschiedlicher Künstler beleuchtet.

    Durbach | Sammlung Hurrle Museum für aktuelle Kunst

    So 24.09.17
    11 - 18 Uhr
    Auf unbekanntem Terrain. Landschaft in der Kunst nach 1945
  • Mit Renate Heimburg

    Durbach | Sammlung Hurrle Museum für aktuelle Kunst

    So 24.09.17
    15 Uhr
    Monatsführung durch die aktuelle Ausstellung
  • Durbach | Sammlung Hurrle Museum für aktuelle Kunst

    So 24.09.17
    15 Uhr
    Monatsführung durch die aktuelle Ausstellung
  • Auf unbekanntem Terrain - Landschaft in der Kunst nach 1945 und durch die Ausstellung "Ben Hübsch | Martin Kasper

    Durbach | Sammlung Hurrle Museum für aktuelle Kunst

    So 24.09.17
    15 Uhr
    Führung durch die neue Ausstellung
  • Neue Ausstellung Auf unbekanntem Terrain Landschaft in der Kunst nach 1945 im Museum für Aktuelle Kunst in Durbach vom 16. September 2017 bis 4. Februar 2018 Vom 16. September 2017 bis zum 4. Februar 2018 zeigt das Museum für Aktuelle Kunst in Durbach bei Offenburg die Ausstellung »Auf unbekanntem Terrain - Landschaft in der Kunst nach 1945«. Damit spürt der Berliner Kurator und Kunsthistoriker Ronald Puff der Entwicklung des Landschaftsmotivs in der Kunst der letzten 70 Jahre nach, das für alle Kunstrichtungen von Bedeutung ist und sogar in der abstrakten Malerei wahrnehmbar bleibt. In vier Kapiteln und mit über 100 Werken wird die Auseinandersetzung verschiedenster Künstler mit dem Thema Landschaft in abstrakter wie figürlicher Form beleuchtet. Fortschritt und Zeitgeist formen und verändern seit Jahrhunderten unsere Umwelt. Spätestens seit der industriellen Revolution des 19. Jahrhunderts vollzieht sich dieser Wandel in reißender Geschwindigkeit. Mit der Expansion des Städtischen haben sich neue Qualitäten und Perspektiven entwickelt, durch die sich Landschaft heute weit über das vordergründig Ländliche hinaus in weite Lebensbereiche erstreckt. Mit der Zäsur des 2. Weltkrieges erschien das gegenständliche Abbild in der Kunst als nicht mehr zeitgemäß, und für annähernd zwei Jahrzehnte avancierte die Abstraktion zur dominierenden Weltsprache in der Kunst. Trotz dieses radikalen Bruches blieb das Motiv der Landschaft eine wichtige Referenz und wird in einer Vielzahl ungegenständlicher Werke reflektiert. Zu dieser Zeit trat zur geografisch definierten Landschaft ein neuer, sozial und kulturell konstruierter Landschaftsbegriff hinzu. Er orientiert sich weniger an einer physisch realen Situation, sondern es handelt sich vielmehr um eine Interpretation der wahrgenommenen Welt, die durch Prägung und Erfahrung bestimmt ist. Durch ihn konnte die Landschaft in den Nachkriegsjahren in Bereiche des Ungegenständlichen vordringen, bevor sie zu Beginn der sechziger Jahre als erkennbares Motiv in die Kunst zurückkehren sollte. In vier Kapiteln und mit über 100 Werken verschiedenster Künstler spürt die Ausstellung der Reflexion von Landschaft in der Kunst seit 1945 nach und lässt Schritt für Schritt sichtbar werden, wie sie sich vom mimetischen Abbild hin zu einer Vorstellung entwickelte, die sich jenseits des Abbildes manifestiert. Den Auftakt zur Ausstellung bildet das Kapitel Dokument, das sich der Objektivität und den Facetten des Realismus in der Landschaftsdarstellung zuwendet. Dabei reicht das Panorama über fotografische Arbeiten von Michael Wesely und Ottmar Hörl bis zum brillanten Hyperrealismus von Bernd Schwering und Andreas Orosz. Die unter der Überschrift Expression versammelten Positionen zeichnen ein Landschaftsbild, in dem das Motiv zum Spiegel eines weitreichenden Diskurses wird. Beispielsweise wird die politische Lage der BRD oder die Situation des geteilten Berlin ebenso reflektiert wie das gesellschaftliche und kulturelle Umfeld innerhalb der DDR. Hiervon entwerfen die kraftvollen Werke von unter anderem Georg Baselitz, K.H. Hödicke, Wolfgang Mattheuer oder Hans Scheib ein aufschlussreiches Bild. Schließlich widmet sich das Kapitel Poesie, das als letzte Station dem augenfälligen Abbild von Landschaft verpflichtet ist, den nichtsprachlichen, poetischen Qualitäten. In den berührenden Werken von Gerhard Altenbourg, Horst Janssen und Richard Oelze eröffnen sich Landschaften, die zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion oszillieren und deren Ausdruckskraft sich dem rational Fass- und Beschreibbaren entziehen. Diese Werke bilden die Brücke zum Abschluss der Ausstellung mit dem Titel Jenseits des Abbildes, in dem herausragende Werke der Nachkriegsmoderne, von Willi Baumeister über Bernard Schulze und Gotthard Graubner bis zu bedeutenden Positionen der Gegenwart wie Pia Fries, Per Kirkeby, Olav Christopher Jenssen, Hanspeter Münch und Eugene Leroy zeigen, das Landschaft auch in der Ungegenständlichkeit ein wichtiges und reflektiertes Thema darstellt. Das Museum für Aktuelle Kunst - Sammlung Hurrle Durbach wurde 2010 von Rüdiger Hurrle gegründet. Über mehrere Jahrzehnte hat Rüdiger Hurrle eine Sammlung der Kunst des frühen 20. Jahrhunderts bis heute zusammengetragen, die in ihrer Eigenständigkeit und Komplexität besondere Beachtung verdient. Das Hauptaugenmerk richtet sich nicht nur auf die international erfolgreichen deutschen »Malerfürsten« der 80er Jahre, sondern auf die prägenden Vertreter von Gruppen und Bewegungen, die in den vergangenen 60 Jahren Kunstgeschichte geschrieben haben. Neben Präsentationen zum Phänomen der Künstlergruppe zeigt das Museum regelmäßige Wechselausstellungen, deren Bestand durch Leihgaben ergänzt wird. Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag: 14 - 18 Uhr Samstag, Sonntag und an Feiertagen: 11 - 18 Uhr Gleichzeitig auf der Südseite zu sehen:

    Durbach | Sammlung Hurrle Museum für aktuelle Kunst

    Mi 27.09.17
    14 - 18 Uhr
    Auf unbekanntem Terrain. Landschaft in der Kunst nach 1945
  • Durbach | Sammlung Hurrle Museum für aktuelle Kunst

    Mi 27.09.17
    14 - 18 Uhr
    Ben Hübsch. Martin Kasper
  • Helga Marten | Eva Schaeuble Wer bei Landschaftsmalerei an putzige Häuschen auf grünen Wiesen, Berge im Alpenglühen und röhrende Hirsche denkt, liegt im Hinblick auf die neue Kunst falsch. Dafür sorgen schon Namen wie Georg Baselitz, Markus Lüpertz und Gerhard Richter - drei Künstler, die nach jahrzehntelanger Nichtachtung der Figuration nach dem 2. Weltkrieg insbesondere dem Sujet der Landschaft in einer stilistisch neuen und formal keineswegs erprobten Herangehensweise wieder Geltung verschafften. Die Landschaftsmalerei folgte bis zum Beginn des 2. Weltkriegs überwiegend festen Regeln und Traditionen, bis hin zum totalen Rückgriff auf Renaissance oder Barock. Nach dem Krieg geriet die figürliche Malerei in der westeuropäischen Kunst in eine Krise: Man glaubte, dass nur die Abstraktion die Kunst davor bewahren konnte, von faschistischen Systemen missbraucht zu werden. Erst das Versiegen jeder gegenständlichen Tendenz und die anschließende Neubelebung Anfang der 60er Jahre brachten den nötigen Freiraum, um auch Natur und Landschaft im Rahmen einer neuen Auffassung und eines neuen Malereibegriffes wieder aufzugreifen, überlieferte Traditionen aufzusprengen und zu erweitern. Die Ausstellung widmet sich der Auseinandersetzung mit den Themen Landschaft und Natur im Kontext gegenständlicher Malerei seit deren »Wiederentdeckung« zu Beginn der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts bis heute. Dabei werden die Konzepte unterschiedlicher Künstler beleuchtet.

    Durbach | Sammlung Hurrle Museum für aktuelle Kunst

    Mi 27.09.17
    14 - 18 Uhr
    Auf unbekanntem Terrain. Landschaft in der Kunst nach 1945
  • Helga Marten | Eva Schaeuble Wer bei Landschaftsmalerei an putzige Häuschen auf grünen Wiesen, Berge im Alpenglühen und röhrende Hirsche denkt, liegt im Hinblick auf die neue Kunst falsch. Dafür sorgen schon Namen wie Georg Baselitz, Markus Lüpertz und Gerhard Richter - drei Künstler, die nach jahrzehntelanger Nichtachtung der Figuration nach dem 2. Weltkrieg insbesondere dem Sujet der Landschaft in einer stilistisch neuen und formal keineswegs erprobten Herangehensweise wieder Geltung verschafften. Die Landschaftsmalerei folgte bis zum Beginn des 2. Weltkriegs überwiegend festen Regeln und Traditionen, bis hin zum totalen Rückgriff auf Renaissance oder Barock. Nach dem Krieg geriet die figürliche Malerei in der westeuropäischen Kunst in eine Krise: Man glaubte, dass nur die Abstraktion die Kunst davor bewahren konnte, von faschistischen Systemen missbraucht zu werden. Erst das Versiegen jeder gegenständlichen Tendenz und die anschließende Neubelebung Anfang der 60er Jahre brachten den nötigen Freiraum, um auch Natur und Landschaft im Rahmen einer neuen Auffassung und eines neuen Malereibegriffes wieder aufzugreifen, überlieferte Traditionen aufzusprengen und zu erweitern. Die Ausstellung widmet sich der Auseinandersetzung mit den Themen Landschaft und Natur im Kontext gegenständlicher Malerei seit deren »Wiederentdeckung« zu Beginn der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts bis heute. Dabei werden die Konzepte unterschiedlicher Künstler beleuchtet.

    Durbach | Sammlung Hurrle Museum für aktuelle Kunst

    Do 28.09.17
    14 - 18 Uhr
    Auf unbekanntem Terrain. Landschaft in der Kunst nach 1945
  • Neue Ausstellung Auf unbekanntem Terrain Landschaft in der Kunst nach 1945 im Museum für Aktuelle Kunst in Durbach vom 16. September 2017 bis 4. Februar 2018 Vom 16. September 2017 bis zum 4. Februar 2018 zeigt das Museum für Aktuelle Kunst in Durbach bei Offenburg die Ausstellung »Auf unbekanntem Terrain - Landschaft in der Kunst nach 1945«. Damit spürt der Berliner Kurator und Kunsthistoriker Ronald Puff der Entwicklung des Landschaftsmotivs in der Kunst der letzten 70 Jahre nach, das für alle Kunstrichtungen von Bedeutung ist und sogar in der abstrakten Malerei wahrnehmbar bleibt. In vier Kapiteln und mit über 100 Werken wird die Auseinandersetzung verschiedenster Künstler mit dem Thema Landschaft in abstrakter wie figürlicher Form beleuchtet. Fortschritt und Zeitgeist formen und verändern seit Jahrhunderten unsere Umwelt. Spätestens seit der industriellen Revolution des 19. Jahrhunderts vollzieht sich dieser Wandel in reißender Geschwindigkeit. Mit der Expansion des Städtischen haben sich neue Qualitäten und Perspektiven entwickelt, durch die sich Landschaft heute weit über das vordergründig Ländliche hinaus in weite Lebensbereiche erstreckt. Mit der Zäsur des 2. Weltkrieges erschien das gegenständliche Abbild in der Kunst als nicht mehr zeitgemäß, und für annähernd zwei Jahrzehnte avancierte die Abstraktion zur dominierenden Weltsprache in der Kunst. Trotz dieses radikalen Bruches blieb das Motiv der Landschaft eine wichtige Referenz und wird in einer Vielzahl ungegenständlicher Werke reflektiert. Zu dieser Zeit trat zur geografisch definierten Landschaft ein neuer, sozial und kulturell konstruierter Landschaftsbegriff hinzu. Er orientiert sich weniger an einer physisch realen Situation, sondern es handelt sich vielmehr um eine Interpretation der wahrgenommenen Welt, die durch Prägung und Erfahrung bestimmt ist. Durch ihn konnte die Landschaft in den Nachkriegsjahren in Bereiche des Ungegenständlichen vordringen, bevor sie zu Beginn der sechziger Jahre als erkennbares Motiv in die Kunst zurückkehren sollte. In vier Kapiteln und mit über 100 Werken verschiedenster Künstler spürt die Ausstellung der Reflexion von Landschaft in der Kunst seit 1945 nach und lässt Schritt für Schritt sichtbar werden, wie sie sich vom mimetischen Abbild hin zu einer Vorstellung entwickelte, die sich jenseits des Abbildes manifestiert. Den Auftakt zur Ausstellung bildet das Kapitel Dokument, das sich der Objektivität und den Facetten des Realismus in der Landschaftsdarstellung zuwendet. Dabei reicht das Panorama über fotografische Arbeiten von Michael Wesely und Ottmar Hörl bis zum brillanten Hyperrealismus von Bernd Schwering und Andreas Orosz. Die unter der Überschrift Expression versammelten Positionen zeichnen ein Landschaftsbild, in dem das Motiv zum Spiegel eines weitreichenden Diskurses wird. Beispielsweise wird die politische Lage der BRD oder die Situation des geteilten Berlin ebenso reflektiert wie das gesellschaftliche und kulturelle Umfeld innerhalb der DDR. Hiervon entwerfen die kraftvollen Werke von unter anderem Georg Baselitz, K.H. Hödicke, Wolfgang Mattheuer oder Hans Scheib ein aufschlussreiches Bild. Schließlich widmet sich das Kapitel Poesie, das als letzte Station dem augenfälligen Abbild von Landschaft verpflichtet ist, den nichtsprachlichen, poetischen Qualitäten. In den berührenden Werken von Gerhard Altenbourg, Horst Janssen und Richard Oelze eröffnen sich Landschaften, die zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion oszillieren und deren Ausdruckskraft sich dem rational Fass- und Beschreibbaren entziehen. Diese Werke bilden die Brücke zum Abschluss der Ausstellung mit dem Titel Jenseits des Abbildes, in dem herausragende Werke der Nachkriegsmoderne, von Willi Baumeister über Bernard Schulze und Gotthard Graubner bis zu bedeutenden Positionen der Gegenwart wie Pia Fries, Per Kirkeby, Olav Christopher Jenssen, Hanspeter Münch und Eugene Leroy zeigen, das Landschaft auch in der Ungegenständlichkeit ein wichtiges und reflektiertes Thema darstellt. Das Museum für Aktuelle Kunst - Sammlung Hurrle Durbach wurde 2010 von Rüdiger Hurrle gegründet. Über mehrere Jahrzehnte hat Rüdiger Hurrle eine Sammlung der Kunst des frühen 20. Jahrhunderts bis heute zusammengetragen, die in ihrer Eigenständigkeit und Komplexität besondere Beachtung verdient. Das Hauptaugenmerk richtet sich nicht nur auf die international erfolgreichen deutschen »Malerfürsten« der 80er Jahre, sondern auf die prägenden Vertreter von Gruppen und Bewegungen, die in den vergangenen 60 Jahren Kunstgeschichte geschrieben haben. Neben Präsentationen zum Phänomen der Künstlergruppe zeigt das Museum regelmäßige Wechselausstellungen, deren Bestand durch Leihgaben ergänzt wird. Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag: 14 - 18 Uhr Samstag, Sonntag und an Feiertagen: 11 - 18 Uhr Gleichzeitig auf der Südseite zu sehen:

    Durbach | Sammlung Hurrle Museum für aktuelle Kunst

    Do 28.09.17
    14 - 18 Uhr
    Auf unbekanntem Terrain. Landschaft in der Kunst nach 1945
  • Durbach | Sammlung Hurrle Museum für aktuelle Kunst

    Do 28.09.17
    14 - 18 Uhr
    Ben Hübsch. Martin Kasper
  • Helga Marten | Eva Schaeuble Wer bei Landschaftsmalerei an putzige Häuschen auf grünen Wiesen, Berge im Alpenglühen und röhrende Hirsche denkt, liegt im Hinblick auf die neue Kunst falsch. Dafür sorgen schon Namen wie Georg Baselitz, Markus Lüpertz und Gerhard Richter - drei Künstler, die nach jahrzehntelanger Nichtachtung der Figuration nach dem 2. Weltkrieg insbesondere dem Sujet der Landschaft in einer stilistisch neuen und formal keineswegs erprobten Herangehensweise wieder Geltung verschafften. Die Landschaftsmalerei folgte bis zum Beginn des 2. Weltkriegs überwiegend festen Regeln und Traditionen, bis hin zum totalen Rückgriff auf Renaissance oder Barock. Nach dem Krieg geriet die figürliche Malerei in der westeuropäischen Kunst in eine Krise: Man glaubte, dass nur die Abstraktion die Kunst davor bewahren konnte, von faschistischen Systemen missbraucht zu werden. Erst das Versiegen jeder gegenständlichen Tendenz und die anschließende Neubelebung Anfang der 60er Jahre brachten den nötigen Freiraum, um auch Natur und Landschaft im Rahmen einer neuen Auffassung und eines neuen Malereibegriffes wieder aufzugreifen, überlieferte Traditionen aufzusprengen und zu erweitern. Die Ausstellung widmet sich der Auseinandersetzung mit den Themen Landschaft und Natur im Kontext gegenständlicher Malerei seit deren »Wiederentdeckung« zu Beginn der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts bis heute. Dabei werden die Konzepte unterschiedlicher Künstler beleuchtet.

    Durbach | Sammlung Hurrle Museum für aktuelle Kunst

    Fr 29.09.17
    14 - 18 Uhr
    Auf unbekanntem Terrain. Landschaft in der Kunst nach 1945
  • Neue Ausstellung Auf unbekanntem Terrain Landschaft in der Kunst nach 1945 im Museum für Aktuelle Kunst in Durbach vom 16. September 2017 bis 4. Februar 2018 Vom 16. September 2017 bis zum 4. Februar 2018 zeigt das Museum für Aktuelle Kunst in Durbach bei Offenburg die Ausstellung »Auf unbekanntem Terrain - Landschaft in der Kunst nach 1945«. Damit spürt der Berliner Kurator und Kunsthistoriker Ronald Puff der Entwicklung des Landschaftsmotivs in der Kunst der letzten 70 Jahre nach, das für alle Kunstrichtungen von Bedeutung ist und sogar in der abstrakten Malerei wahrnehmbar bleibt. In vier Kapiteln und mit über 100 Werken wird die Auseinandersetzung verschiedenster Künstler mit dem Thema Landschaft in abstrakter wie figürlicher Form beleuchtet. Fortschritt und Zeitgeist formen und verändern seit Jahrhunderten unsere Umwelt. Spätestens seit der industriellen Revolution des 19. Jahrhunderts vollzieht sich dieser Wandel in reißender Geschwindigkeit. Mit der Expansion des Städtischen haben sich neue Qualitäten und Perspektiven entwickelt, durch die sich Landschaft heute weit über das vordergründig Ländliche hinaus in weite Lebensbereiche erstreckt. Mit der Zäsur des 2. Weltkrieges erschien das gegenständliche Abbild in der Kunst als nicht mehr zeitgemäß, und für annähernd zwei Jahrzehnte avancierte die Abstraktion zur dominierenden Weltsprache in der Kunst. Trotz dieses radikalen Bruches blieb das Motiv der Landschaft eine wichtige Referenz und wird in einer Vielzahl ungegenständlicher Werke reflektiert. Zu dieser Zeit trat zur geografisch definierten Landschaft ein neuer, sozial und kulturell konstruierter Landschaftsbegriff hinzu. Er orientiert sich weniger an einer physisch realen Situation, sondern es handelt sich vielmehr um eine Interpretation der wahrgenommenen Welt, die durch Prägung und Erfahrung bestimmt ist. Durch ihn konnte die Landschaft in den Nachkriegsjahren in Bereiche des Ungegenständlichen vordringen, bevor sie zu Beginn der sechziger Jahre als erkennbares Motiv in die Kunst zurückkehren sollte. In vier Kapiteln und mit über 100 Werken verschiedenster Künstler spürt die Ausstellung der Reflexion von Landschaft in der Kunst seit 1945 nach und lässt Schritt für Schritt sichtbar werden, wie sie sich vom mimetischen Abbild hin zu einer Vorstellung entwickelte, die sich jenseits des Abbildes manifestiert. Den Auftakt zur Ausstellung bildet das Kapitel Dokument, das sich der Objektivität und den Facetten des Realismus in der Landschaftsdarstellung zuwendet. Dabei reicht das Panorama über fotografische Arbeiten von Michael Wesely und Ottmar Hörl bis zum brillanten Hyperrealismus von Bernd Schwering und Andreas Orosz. Die unter der Überschrift Expression versammelten Positionen zeichnen ein Landschaftsbild, in dem das Motiv zum Spiegel eines weitreichenden Diskurses wird. Beispielsweise wird die politische Lage der BRD oder die Situation des geteilten Berlin ebenso reflektiert wie das gesellschaftliche und kulturelle Umfeld innerhalb der DDR. Hiervon entwerfen die kraftvollen Werke von unter anderem Georg Baselitz, K.H. Hödicke, Wolfgang Mattheuer oder Hans Scheib ein aufschlussreiches Bild. Schließlich widmet sich das Kapitel Poesie, das als letzte Station dem augenfälligen Abbild von Landschaft verpflichtet ist, den nichtsprachlichen, poetischen Qualitäten. In den berührenden Werken von Gerhard Altenbourg, Horst Janssen und Richard Oelze eröffnen sich Landschaften, die zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion oszillieren und deren Ausdruckskraft sich dem rational Fass- und Beschreibbaren entziehen. Diese Werke bilden die Brücke zum Abschluss der Ausstellung mit dem Titel Jenseits des Abbildes, in dem herausragende Werke der Nachkriegsmoderne, von Willi Baumeister über Bernard Schulze und Gotthard Graubner bis zu bedeutenden Positionen der Gegenwart wie Pia Fries, Per Kirkeby, Olav Christopher Jenssen, Hanspeter Münch und Eugene Leroy zeigen, das Landschaft auch in der Ungegenständlichkeit ein wichtiges und reflektiertes Thema darstellt. Das Museum für Aktuelle Kunst - Sammlung Hurrle Durbach wurde 2010 von Rüdiger Hurrle gegründet. Über mehrere Jahrzehnte hat Rüdiger Hurrle eine Sammlung der Kunst des frühen 20. Jahrhunderts bis heute zusammengetragen, die in ihrer Eigenständigkeit und Komplexität besondere Beachtung verdient. Das Hauptaugenmerk richtet sich nicht nur auf die international erfolgreichen deutschen »Malerfürsten« der 80er Jahre, sondern auf die prägenden Vertreter von Gruppen und Bewegungen, die in den vergangenen 60 Jahren Kunstgeschichte geschrieben haben. Neben Präsentationen zum Phänomen der Künstlergruppe zeigt das Museum regelmäßige Wechselausstellungen, deren Bestand durch Leihgaben ergänzt wird. Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag: 14 - 18 Uhr Samstag, Sonntag und an Feiertagen: 11 - 18 Uhr Gleichzeitig auf der Südseite zu sehen:

    Durbach | Sammlung Hurrle Museum für aktuelle Kunst

    Fr 29.09.17
    14 - 18 Uhr
    Auf unbekanntem Terrain. Landschaft in der Kunst nach 1945
  • Durbach | Sammlung Hurrle Museum für aktuelle Kunst

    Fr 29.09.17
    14 - 18 Uhr
    Ben Hübsch. Martin Kasper
  • Neue Ausstellung Auf unbekanntem Terrain Landschaft in der Kunst nach 1945 im Museum für Aktuelle Kunst in Durbach vom 16. September 2017 bis 4. Februar 2018 Vom 16. September 2017 bis zum 4. Februar 2018 zeigt das Museum für Aktuelle Kunst in Durbach bei Offenburg die Ausstellung »Auf unbekanntem Terrain - Landschaft in der Kunst nach 1945«. Damit spürt der Berliner Kurator und Kunsthistoriker Ronald Puff der Entwicklung des Landschaftsmotivs in der Kunst der letzten 70 Jahre nach, das für alle Kunstrichtungen von Bedeutung ist und sogar in der abstrakten Malerei wahrnehmbar bleibt. In vier Kapiteln und mit über 100 Werken wird die Auseinandersetzung verschiedenster Künstler mit dem Thema Landschaft in abstrakter wie figürlicher Form beleuchtet. Fortschritt und Zeitgeist formen und verändern seit Jahrhunderten unsere Umwelt. Spätestens seit der industriellen Revolution des 19. Jahrhunderts vollzieht sich dieser Wandel in reißender Geschwindigkeit. Mit der Expansion des Städtischen haben sich neue Qualitäten und Perspektiven entwickelt, durch die sich Landschaft heute weit über das vordergründig Ländliche hinaus in weite Lebensbereiche erstreckt. Mit der Zäsur des 2. Weltkrieges erschien das gegenständliche Abbild in der Kunst als nicht mehr zeitgemäß, und für annähernd zwei Jahrzehnte avancierte die Abstraktion zur dominierenden Weltsprache in der Kunst. Trotz dieses radikalen Bruches blieb das Motiv der Landschaft eine wichtige Referenz und wird in einer Vielzahl ungegenständlicher Werke reflektiert. Zu dieser Zeit trat zur geografisch definierten Landschaft ein neuer, sozial und kulturell konstruierter Landschaftsbegriff hinzu. Er orientiert sich weniger an einer physisch realen Situation, sondern es handelt sich vielmehr um eine Interpretation der wahrgenommenen Welt, die durch Prägung und Erfahrung bestimmt ist. Durch ihn konnte die Landschaft in den Nachkriegsjahren in Bereiche des Ungegenständlichen vordringen, bevor sie zu Beginn der sechziger Jahre als erkennbares Motiv in die Kunst zurückkehren sollte. In vier Kapiteln und mit über 100 Werken verschiedenster Künstler spürt die Ausstellung der Reflexion von Landschaft in der Kunst seit 1945 nach und lässt Schritt für Schritt sichtbar werden, wie sie sich vom mimetischen Abbild hin zu einer Vorstellung entwickelte, die sich jenseits des Abbildes manifestiert. Den Auftakt zur Ausstellung bildet das Kapitel Dokument, das sich der Objektivität und den Facetten des Realismus in der Landschaftsdarstellung zuwendet. Dabei reicht das Panorama über fotografische Arbeiten von Michael Wesely und Ottmar Hörl bis zum brillanten Hyperrealismus von Bernd Schwering und Andreas Orosz. Die unter der Überschrift Expression versammelten Positionen zeichnen ein Landschaftsbild, in dem das Motiv zum Spiegel eines weitreichenden Diskurses wird. Beispielsweise wird die politische Lage der BRD oder die Situation des geteilten Berlin ebenso reflektiert wie das gesellschaftliche und kulturelle Umfeld innerhalb der DDR. Hiervon entwerfen die kraftvollen Werke von unter anderem Georg Baselitz, K.H. Hödicke, Wolfgang Mattheuer oder Hans Scheib ein aufschlussreiches Bild. Schließlich widmet sich das Kapitel Poesie, das als letzte Station dem augenfälligen Abbild von Landschaft verpflichtet ist, den nichtsprachlichen, poetischen Qualitäten. In den berührenden Werken von Gerhard Altenbourg, Horst Janssen und Richard Oelze eröffnen sich Landschaften, die zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion oszillieren und deren Ausdruckskraft sich dem rational Fass- und Beschreibbaren entziehen. Diese Werke bilden die Brücke zum Abschluss der Ausstellung mit dem Titel Jenseits des Abbildes, in dem herausragende Werke der Nachkriegsmoderne, von Willi Baumeister über Bernard Schulze und Gotthard Graubner bis zu bedeutenden Positionen der Gegenwart wie Pia Fries, Per Kirkeby, Olav Christopher Jenssen, Hanspeter Münch und Eugene Leroy zeigen, das Landschaft auch in der Ungegenständlichkeit ein wichtiges und reflektiertes Thema darstellt. Das Museum für Aktuelle Kunst - Sammlung Hurrle Durbach wurde 2010 von Rüdiger Hurrle gegründet. Über mehrere Jahrzehnte hat Rüdiger Hurrle eine Sammlung der Kunst des frühen 20. Jahrhunderts bis heute zusammengetragen, die in ihrer Eigenständigkeit und Komplexität besondere Beachtung verdient. Das Hauptaugenmerk richtet sich nicht nur auf die international erfolgreichen deutschen »Malerfürsten« der 80er Jahre, sondern auf die prägenden Vertreter von Gruppen und Bewegungen, die in den vergangenen 60 Jahren Kunstgeschichte geschrieben haben. Neben Präsentationen zum Phänomen der Künstlergruppe zeigt das Museum regelmäßige Wechselausstellungen, deren Bestand durch Leihgaben ergänzt wird. Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag: 14 - 18 Uhr Samstag, Sonntag und an Feiertagen: 11 - 18 Uhr Gleichzeitig auf der Südseite zu sehen:

    Durbach | Sammlung Hurrle Museum für aktuelle Kunst

    Sa 30.09.17
    11 - 18 Uhr
    Auf unbekanntem Terrain. Landschaft in der Kunst nach 1945
  • Durbach | Sammlung Hurrle Museum für aktuelle Kunst

    Sa 30.09.17
    11 - 18 Uhr
    Ben Hübsch. Martin Kasper
  • Helga Marten | Eva Schaeuble Wer bei Landschaftsmalerei an putzige Häuschen auf grünen Wiesen, Berge im Alpenglühen und röhrende Hirsche denkt, liegt im Hinblick auf die neue Kunst falsch. Dafür sorgen schon Namen wie Georg Baselitz, Markus Lüpertz und Gerhard Richter - drei Künstler, die nach jahrzehntelanger Nichtachtung der Figuration nach dem 2. Weltkrieg insbesondere dem Sujet der Landschaft in einer stilistisch neuen und formal keineswegs erprobten Herangehensweise wieder Geltung verschafften. Die Landschaftsmalerei folgte bis zum Beginn des 2. Weltkriegs überwiegend festen Regeln und Traditionen, bis hin zum totalen Rückgriff auf Renaissance oder Barock. Nach dem Krieg geriet die figürliche Malerei in der westeuropäischen Kunst in eine Krise: Man glaubte, dass nur die Abstraktion die Kunst davor bewahren konnte, von faschistischen Systemen missbraucht zu werden. Erst das Versiegen jeder gegenständlichen Tendenz und die anschließende Neubelebung Anfang der 60er Jahre brachten den nötigen Freiraum, um auch Natur und Landschaft im Rahmen einer neuen Auffassung und eines neuen Malereibegriffes wieder aufzugreifen, überlieferte Traditionen aufzusprengen und zu erweitern. Die Ausstellung widmet sich der Auseinandersetzung mit den Themen Landschaft und Natur im Kontext gegenständlicher Malerei seit deren »Wiederentdeckung« zu Beginn der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts bis heute. Dabei werden die Konzepte unterschiedlicher Künstler beleuchtet.

    Durbach | Sammlung Hurrle Museum für aktuelle Kunst

    Sa 30.09.17
    11 - 18 Uhr
    Auf unbekanntem Terrain. Landschaft in der Kunst nach 1945

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