Universität, KG IV

  • Karl-Rahner-Platz
  • 79098 Freiburg im Breisgau
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Universität, KG IV: Alle Termine

  • Von Adorno zu Mao. Über die schlechte Aufhebung der antiautoritären Bewegung. Jens Benicke Die große »Proletarische Kulturrevolution« 1966 in China wurde in weiten Teilen der westdeutschen Linken mit viel Sympathie aufgenommen. Dominierte in Teilen des antiautoritären Flügels der 68er-Bewegung zuerst noch eine spielerisch-ironische Aneignung der Ereignisse in Fernost, wandelte sich dies mit dem Zerfall der Bewegung recht schnell. Nun wurden die Worte des Großen Vorsitzenden zu verbindlichen Vorgaben im marxistisch-leninistischen Parteiaufbau oder bei der Konstitution der Stadtguerilla. Zahlreiche maoistische Parteien, Bünde und Grüppchen konkurrierten nun um die Gunst des chinesischen Vorbilds. Doch die wechselnden außenpolitischen Manöver der chinesischen Führung und die eigene Erfolglosigkeit in der Bundesrepublik machten es den hiesigen Maoisten zunehmend schwerer ihrem idealisierten Beispiel weiterhin zu folgen. Mit dem Tode Maos 1976 beginnt dann die allgemeine Abwendung der meisten Adepten in BRD und der Niedergang der maoistischen Gruppen.

    Freiburg | Universität, KG IV

    Di 30.05.17
    20:15 Uhr
    Vom großen Vorsitzenden zu den kleinen Schwestern - Über die Chinarezeption der westdeutschen Linken
  • Das dialektisch-materialistische Denken in Anschluss an Marx und Engels ist auf vielfache Weise revolutionär. Es hat die Philosophie umgestülpt und sie an die empirischen Wissenschaften und gesellschaftliche Wirklichkeit rückgebunden; hat damit die Wissenschaft grundlegend verändert und den modernen Sozialwissenschaften den Weg bereitet; es hat die Arbeiterbewegung theoretisch fundiert und praktisch begleitet; es ist die theoretische Waffe gegen die herrschenden Zustände, die Losung und das Versprechen auf eine bessere Welt; und wo es sein revolutionäres Potential aufgab, wo es zur naiven positiven Wahrheit erklärt wurde, pervertierte es von der Staatskritik zur repressiven Staatsideologie. Das Revolutionäre an der marxistischen Philosophie ist daher, dass sie wesentlich Zeitdiagnose ist, welche der Emanzipation verschrieben ist. Dieser Vortrag versucht ausgehend von einer historischen Verortung die Grundlinien der marxistischen Philosophie skizzenhaft nachzuzeichnen. Dabei stehen zunächst ihre Methode und Grundbegriffe im Zentrum der Betrachtung, um darauf aufbauend auf Konzeptionen und Weiterentenwicklungen im westlichen Marxismus einzugehen und schließlich aktuelle Fragen der marxistischen Philosophie zu diskutieren. Es spricht Steffen Wasko Weitere Informationen: www.labandavaga.org

    Freiburg | Universität, KG IV

    Fr 17.11.17
    20 Uhr
    Steffen Wasko. Das Sein bestimmt das Bewusstsein

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