Haus zum Pflug

  • Kaiserstr. 41
  • 77933 Lahr
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  • Gemeinsamer Vortragsabend des Freundeskreises Klinikum Lahr und der Volkshochschule Lahr. Mit Professor Harald Brodoefel Mit dem Katheter bis ins Gehirn Professor Harald Brodoefel bei den Klinikfreunden über die neueste Technik bei Schlaganfällen Lahr. Nach Herzinfarkt und Tumorerkrankungen ist der Schlaganfall die dritthäufigste Todesursache und die häufigste Ursache für bleibende Behinderungen mit Lähmungen und oft Sprachstörungen. Der Freundeskreis des Klinikums Lahr greift das Thema mit einem Doppelvortrag auf, bei dem Professor Harald Brodoefel, Chefarzt der Radiologie in Lahr, über den als revolutionär geltenden Einsatz von Kathetern spricht, mit deren Hilfe bei schwersten Schlaganfällen Gerinnsel aus Gehirnschlagadern entfernt werden können. Die Technik, mechanische Thrombektomie genannt, wird seit einem halben Jahr am Lahrer Klinikum als einziger Klinik zwischen Freiburg und Karlsruhe eingesetzt. Der Schlaganfall ist auf Grund seiner gravierenden Folgen für das Alltagsleben gefürchtet, auch wenn er dank der modernen Medizin meist überlebt wird. Die meisten Schlaganfälle werden durch Verschlüsse der hirnversorgenden Schlagadern verursacht. Die dafür verantwortlichen Blutgerinnsel wurden bislang ausschließlich durch die Gabe von Medikamenten aufgelöst. Entscheidend für den Erfolg einer gefäßöffnenden Behandlung ist das schnelle Erkennen der Schlaganfallsymptome und die möglichst schnelle Aufnahme des Betroffenen in einem auf Schlaganfälle spezialisierten Krankenhaus. Am Klinikum Lahr steht dafür schon seit 1998 die Schlaganfalleinheit, mittlerweile einfach »Stroke unit« genannt, zur Verfügung. Das Lahrer Klinikum ist als Regionaler Schlaganfallschwerpunkt zertifiziert. Oberarzt Patrick Siegel wird beim Vortragsabend des Freundeskreises den Problemkreis Schlaganfall verständlich erläutern. Schon allein der Verdacht auf einen Schlaganfall sollte Patienten sofort ins Klinikum führen, beziehungsweise sollten die Angehörigen dafür sorgen. Die Neurologen sagen: Zeit ist Gehirn, weil sonst die Blutzufuhr im Gehirn zu lange unterbrochen wird. Die medikamentöse Auflösung eines Blutgerinnsels als Basistherapie ist bei sehr großen Gerinnseln nicht mehr ausreichend wirksam. Deshalb wird diese Technik jetzt ergänzt durch das mechanische Entfernen von Blutgerinnseln aus Gehirnschlagadern mit einem Katheter. Die Methode gilt als bahnbrechend. Professor Harald Brodoefel hat dieses mechanische Entfernen von Blutgerinnseln am Klinikum Lahr zusammen mit den Neurologen eingeführt und mittlerweile mehr als zehn Patienten damit geholfen. Spezialisierte Neuroradiologen schieben bei der Thrombektomie von der Leiste aus einen Katheter bis an die Stelle des Gehirns, wo das Blutgerinnsel eine Arterie blockiert hat. Der Katheter durchbohrt den Thrombus und umschließt das Gerinnsel mit einem Stent wie ein Drahtkäfig. So kann es entfernt werden. Entweder durch Absaugen oder aber ganz einfach durch das Zurückziehen des Katheters. Nach der Schlaganfalldiagnose durch den Neurologen trägt der Radiologe mittels Computertomographie und Kernspintomographie entscheidend zur Sicherung der Diagnose und zur Wahl der optimalen Schlaganfalltherapie bei. Er kann zwischen Schlaganfällen durch Blutmangel oder Gehirnblutung exakt unterscheiden und etwa bei Schlaganfällen, die erst beim morgendlichen Erwachen festgestellt wurden, festlegen, ob eine Gerinnsel auflösende Behandlung oder auch die mechanische Thrombektomie überhaupt noch in Frage kommt. Harald Brodoefel ist 39 Jahre alt und seit August 2015 Chefarzt der Radiologie am Klinikum Lahr in der Nachfolge von Professor Peter Billmann. Hilfe bei Schlaganfall: Gemeinsamer Vortragsabend des Freundeskreises Klinikum Lahr und der Volkshochschule Lahr am Montag, 29. Mai 2017, um 19 Uhr im Haus zum Pflug. Eintritt frei.

    Lahr | Haus zum Pflug

    Mo 29.05.17
    19 Uhr
    Hilfe bei Schlaganfall
  • Von der Reformation bis ins 20. Jahrhundert. Mit Thorsten Mietzner Protestantismus in Lahr Von der Reformation bis ins 20. Jahrhundert Zu einem Vortrag mit Stadthistoriker Thorsten Mietzner über die Geschichte der evangelischen Kirche in Lahr lädt die Volkshochschule für Dienstag, 30. Mai, ab 19 Uhr in die Kaiserstraße 41 ein. Der Eintritt beträgt 3,50 Euro/2,50 Euro. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Mietzner führt anlässlich des Reformationsjubiläums in diesen zentralen Aspekt der Lahrer Geschichte ein. Lahr war nach der Reformation über Jahrhunderte eine ausschließlich evangelische Stadt. Zahlreiche Facetten der protestantischen Kultur prägten die Geschichte der Stadt. Weder die Entwicklung der Handelsstadt Lahr im 18. Jahrhundert noch sein politischer Weg nach der Revolution von 1848 ist ohne diesen konfessionellen Kontext erklärbar oder verständlich. Pietismus, Kulturkampf oder Nationalsozialismus spielen in der Beschreibung des 500jährigen Formwandels des Luthertums eine Rolle, aber auch zahlreiche Beispiele persönlicher Frömmigkeit. Der Stadthistoriker (53) hat Geschichte, Philosophie und politische Wissenschaft in Marburg und Freiburg studiert und arbeitet seit 1998 im Stadtarchiv Lahr. In dieser Funktion und als Vorsitzender der Regionalgruppe Geroldsecker Land des Historischen Vereins publiziert er seit vielen Jahren über zahlreiche regional- und lokalgeschichtliche Themen. Weitere Informationen bei der Volkshochschule Lahr, Tel.: 07821 / 918-0, E-Mail: vhslahr@lahr.de oder im Internet unter www.vhs.lahr.de.

    Lahr | Haus zum Pflug

    Di 30.05.17
    19 Uhr
    Protestantismus in Lahr
  • Ein hervorragender Kenner der Biographie Siebenpfeiffers ist Martin Baus, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Siebenpfeiffer-Stiftung in Bad Homburg. Baus ist Autor mehrerer Bücher über Siebenpfeiffer. Er wird im Dienstag, 13. Juni, um 19 Uhr im Vortragssaal der Volkshochschule in Lahr (Pflugsaal) über den berühmten Lahrer sprechen, nach dem auch eine Straße hier benannt ist. Der Eintritt ist frei; um eine Spende wird gebeten.

    Lahr | Haus zum Pflug

    Di 13.06.17
    19 Uhr
    Martin Baus über Siebenpfeiffer

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