Badischer Kunstverein

Der Badische Kunstverein wurde 1818 gegründet und zählt zu den ältesten Kunstvereinen Deutschlands. In dem 1900 zu seinen Zwecken erbauten Haus zeigt er im Jahr rund zehn Wechselausstellungen zeitgenössischer Kunst. Zudem sind Arbeiten aus den 1960- bis 1980er-Jahren zu sehen, die für ein Verständnis aktueller Kunstproduktion entscheidend sind. Oftmals handelt es sich dabei um Künstler, deren Werke aus gesellschaftlichen, geografischen oder politischen Gründen bislang wenig beachtet wurden. Ein Beispiel hierfür ist die amerikanische Künstlerin Nancy Holt, die im Badischen Kunstverein 2011 ihre erste umfassende Retrospektive in Deutschland zeigte. Jede Ausstellung wird von einem Rahmenprogramm sowie von öffentlichen Führungen begleitet. Das Programm bietet den Besuchern eine Plattform für den Diskurs über aktuelle sozial-politische und kulturelle Prozesse. Der Badische Kunstverein ist Preisträger des ADKV-Art Cologne Preis für Kunstvereine 2012. Seit 2007 ist Anja Casser Direktorin des Badischen Kunstvereins.

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Badischer Kunstverein: Alle Termine

  • 12.04.-23.06.2019 Eröffnung: Donnerstag, 11. April 2019, 19 Uhr Ausstellung LOVERS Nilbar Güres Die Ausstellung Lovers der Künstlerin Nilbar Güres (*1977, Istanbul) ist die bislang umfangreichste Präsentation in Deutschland und zeigt Arbeiten von 2006 bis heute. In ihrer künstlerischen Praxis stellt Güres tradierte Rollen- und Geschlechterverhältnisse konsequent infrage und verhandelt mögliche Formen einer Ermächtigung weiblicher und queerer Identität. Sie setzt auf Momente des Widerstands, die sich weniger radikal, als vielmehr subtil an den Rändern des alltäglichen Lebens abspielen. Dabei liegt ihrer Kunst ein spezifischer Humor, eine spielerische Ironie und Poesie zugrunde, die zunächst einen recht einfachen Zugang zu ihrem Werk suggerieren und erst auf den zweiten Blick eine konsequente Kritik an gesellschaftspolitischen Konventionen offenbaren. Nilbar Güres arbeitet in so unterschiedlichen Formaten wie Malerei, Fotografie, Film, Performance, Collage und Zeichnung. Es sind zumeist Frauen, die sich in ihren Werken solidarisieren, um ihre Lebenswelten in die bestehenden Systeme einzuschreiben. In den großformatigen Fotoserien TrabZONE (2010) und Ç?rç?r (2010) bevölkern Protagonistinnen verschiedener Generationen reale Orte aus der Familiengeschichte der Künstlerin, die traditionell durch die Väter geprägt wurden. Nilbar Güres entwirft alltäglich wirkende, aber durch minimale Verschiebungen durchaus rätselhafte, fast surreale Landschaften und Geografien, die jegliche Rationalisierung ad absurdum führen. In der Fotoserie Headstanding Totem, Wildness, Flower Face und Non-Sex-Belt (2014), die Güres als Beitrag für die Biennale in São Paulo produzierte, wählte die Künstlerin spezifische Orte, die gemeinhin als besonders »exotisch« bezeichnet werden, um Menschen zu portraitieren, die mehrere Identitäten repräsentieren - eine in der Gesellschaft der indigenen Kultur Südamerikas ehemals praktizierte Lebensweise.

    Karlsruhe | Badischer Kunstverein

    Mi 24.04.19
    11 - 19 Uhr
    Nilbar Güreş: Lovers
  • 12.04.-23.06.2019 unspeakable home, enchanting companions mit Nur Koçak, Nil Yalter&Melis Tezkan, Istanbul Queer Art Collective, Gökçe Yigitel, Leman Sevda Dar?c?oglu (in Zusammenarbeit mit Sevval K?l?ç und Derin Cankaya), Deniz Gül, Gülkan Noir, Kanka Productions, Tümay Göktepe, Voltrans Initiative, Aylime Asl? Demir und Ugemfo Kuratiert von Derya Bayraktaroglu Das Programm unspeakable home, enchanting companions widmet sich den realen und den imaginierten Schnittpunkten von künstlerischer Praxis und aktuellen feministischen Positionen in der Türkei. Über die satirische Kritik an bestimmten Binaritäten, am Phantasma der normativen Staatszugehörigkeit, an linguistisch hergeleiteter Vorherrschaft und an neoliberalen Machtpolitiken erforscht das Programm alternative Erzählungen, Textualitäten und Aufführungen, die das Verhältnis zwischen Kunst und Aktivismus stimulieren. Es wirft einen Blick auf die Anfänge feministischen Denkens im lokalen Kontext und stellt aktuelle feministische und protoqueere Fragestellungen vor. Die verschiedenen künstlerischen Produktionen, die Gegenpositionen zu bestimmten Debatten und bestehenden Strukturen präsentieren, setzen zur Störung von Machtpraktiken auf Gelächter und eine einnehmende und beharrliche Solidarität. Dies wird in der Ausstellung, in Performances und Filmscreenings vorgestellt und durch archivarische Materialien - Zines und Bücher, Dokumentationen politischer Festivals, Workshops, Happenings und Demonstrationen - ergänzt und gehen den hybriden Produktionen des queeren und feministischen Aktivismus in der Türkei und dessen Einflüssen und Tendenzen nach

    Karlsruhe | Badischer Kunstverein

    Mi 24.04.19
    11 - 19 Uhr
    Unspeakable Home, Enchanting Companions
  • 12.04.-23.06.2019 unspeakable home, enchanting companions mit Nur Koçak, Nil Yalter&Melis Tezkan, Istanbul Queer Art Collective, Gökçe Yigitel, Leman Sevda Dar?c?oglu (in Zusammenarbeit mit Sevval K?l?ç und Derin Cankaya), Deniz Gül, Gülkan Noir, Kanka Productions, Tümay Göktepe, Voltrans Initiative, Aylime Asl? Demir und Ugemfo Kuratiert von Derya Bayraktaroglu Das Programm unspeakable home, enchanting companions widmet sich den realen und den imaginierten Schnittpunkten von künstlerischer Praxis und aktuellen feministischen Positionen in der Türkei. Über die satirische Kritik an bestimmten Binaritäten, am Phantasma der normativen Staatszugehörigkeit, an linguistisch hergeleiteter Vorherrschaft und an neoliberalen Machtpolitiken erforscht das Programm alternative Erzählungen, Textualitäten und Aufführungen, die das Verhältnis zwischen Kunst und Aktivismus stimulieren. Es wirft einen Blick auf die Anfänge feministischen Denkens im lokalen Kontext und stellt aktuelle feministische und protoqueere Fragestellungen vor. Die verschiedenen künstlerischen Produktionen, die Gegenpositionen zu bestimmten Debatten und bestehenden Strukturen präsentieren, setzen zur Störung von Machtpraktiken auf Gelächter und eine einnehmende und beharrliche Solidarität. Dies wird in der Ausstellung, in Performances und Filmscreenings vorgestellt und durch archivarische Materialien - Zines und Bücher, Dokumentationen politischer Festivals, Workshops, Happenings und Demonstrationen - ergänzt und gehen den hybriden Produktionen des queeren und feministischen Aktivismus in der Türkei und dessen Einflüssen und Tendenzen nach

    Karlsruhe | Badischer Kunstverein

    Do 25.04.19
    11 - 19 Uhr
    Unspeakable Home, Enchanting Companions
  • 12.04.-23.06.2019 Eröffnung: Donnerstag, 11. April 2019, 19 Uhr Ausstellung LOVERS Nilbar Güres Die Ausstellung Lovers der Künstlerin Nilbar Güres (*1977, Istanbul) ist die bislang umfangreichste Präsentation in Deutschland und zeigt Arbeiten von 2006 bis heute. In ihrer künstlerischen Praxis stellt Güres tradierte Rollen- und Geschlechterverhältnisse konsequent infrage und verhandelt mögliche Formen einer Ermächtigung weiblicher und queerer Identität. Sie setzt auf Momente des Widerstands, die sich weniger radikal, als vielmehr subtil an den Rändern des alltäglichen Lebens abspielen. Dabei liegt ihrer Kunst ein spezifischer Humor, eine spielerische Ironie und Poesie zugrunde, die zunächst einen recht einfachen Zugang zu ihrem Werk suggerieren und erst auf den zweiten Blick eine konsequente Kritik an gesellschaftspolitischen Konventionen offenbaren. Nilbar Güres arbeitet in so unterschiedlichen Formaten wie Malerei, Fotografie, Film, Performance, Collage und Zeichnung. Es sind zumeist Frauen, die sich in ihren Werken solidarisieren, um ihre Lebenswelten in die bestehenden Systeme einzuschreiben. In den großformatigen Fotoserien TrabZONE (2010) und Ç?rç?r (2010) bevölkern Protagonistinnen verschiedener Generationen reale Orte aus der Familiengeschichte der Künstlerin, die traditionell durch die Väter geprägt wurden. Nilbar Güres entwirft alltäglich wirkende, aber durch minimale Verschiebungen durchaus rätselhafte, fast surreale Landschaften und Geografien, die jegliche Rationalisierung ad absurdum führen. In der Fotoserie Headstanding Totem, Wildness, Flower Face und Non-Sex-Belt (2014), die Güres als Beitrag für die Biennale in São Paulo produzierte, wählte die Künstlerin spezifische Orte, die gemeinhin als besonders »exotisch« bezeichnet werden, um Menschen zu portraitieren, die mehrere Identitäten repräsentieren - eine in der Gesellschaft der indigenen Kultur Südamerikas ehemals praktizierte Lebensweise.

    Karlsruhe | Badischer Kunstverein

    Do 25.04.19
    11 - 19 Uhr
    Nilbar Güreş: Lovers
  • 12.04.-23.06.2019 unspeakable home, enchanting companions mit Nur Koçak, Nil Yalter&Melis Tezkan, Istanbul Queer Art Collective, Gökçe Yigitel, Leman Sevda Dar?c?oglu (in Zusammenarbeit mit Sevval K?l?ç und Derin Cankaya), Deniz Gül, Gülkan Noir, Kanka Productions, Tümay Göktepe, Voltrans Initiative, Aylime Asl? Demir und Ugemfo Kuratiert von Derya Bayraktaroglu Das Programm unspeakable home, enchanting companions widmet sich den realen und den imaginierten Schnittpunkten von künstlerischer Praxis und aktuellen feministischen Positionen in der Türkei. Über die satirische Kritik an bestimmten Binaritäten, am Phantasma der normativen Staatszugehörigkeit, an linguistisch hergeleiteter Vorherrschaft und an neoliberalen Machtpolitiken erforscht das Programm alternative Erzählungen, Textualitäten und Aufführungen, die das Verhältnis zwischen Kunst und Aktivismus stimulieren. Es wirft einen Blick auf die Anfänge feministischen Denkens im lokalen Kontext und stellt aktuelle feministische und protoqueere Fragestellungen vor. Die verschiedenen künstlerischen Produktionen, die Gegenpositionen zu bestimmten Debatten und bestehenden Strukturen präsentieren, setzen zur Störung von Machtpraktiken auf Gelächter und eine einnehmende und beharrliche Solidarität. Dies wird in der Ausstellung, in Performances und Filmscreenings vorgestellt und durch archivarische Materialien - Zines und Bücher, Dokumentationen politischer Festivals, Workshops, Happenings und Demonstrationen - ergänzt und gehen den hybriden Produktionen des queeren und feministischen Aktivismus in der Türkei und dessen Einflüssen und Tendenzen nach

    Karlsruhe | Badischer Kunstverein

    Fr 26.04.19
    11 - 19 Uhr
    Unspeakable Home, Enchanting Companions
  • 12.04.-23.06.2019 Eröffnung: Donnerstag, 11. April 2019, 19 Uhr Ausstellung LOVERS Nilbar Güres Die Ausstellung Lovers der Künstlerin Nilbar Güres (*1977, Istanbul) ist die bislang umfangreichste Präsentation in Deutschland und zeigt Arbeiten von 2006 bis heute. In ihrer künstlerischen Praxis stellt Güres tradierte Rollen- und Geschlechterverhältnisse konsequent infrage und verhandelt mögliche Formen einer Ermächtigung weiblicher und queerer Identität. Sie setzt auf Momente des Widerstands, die sich weniger radikal, als vielmehr subtil an den Rändern des alltäglichen Lebens abspielen. Dabei liegt ihrer Kunst ein spezifischer Humor, eine spielerische Ironie und Poesie zugrunde, die zunächst einen recht einfachen Zugang zu ihrem Werk suggerieren und erst auf den zweiten Blick eine konsequente Kritik an gesellschaftspolitischen Konventionen offenbaren. Nilbar Güres arbeitet in so unterschiedlichen Formaten wie Malerei, Fotografie, Film, Performance, Collage und Zeichnung. Es sind zumeist Frauen, die sich in ihren Werken solidarisieren, um ihre Lebenswelten in die bestehenden Systeme einzuschreiben. In den großformatigen Fotoserien TrabZONE (2010) und Ç?rç?r (2010) bevölkern Protagonistinnen verschiedener Generationen reale Orte aus der Familiengeschichte der Künstlerin, die traditionell durch die Väter geprägt wurden. Nilbar Güres entwirft alltäglich wirkende, aber durch minimale Verschiebungen durchaus rätselhafte, fast surreale Landschaften und Geografien, die jegliche Rationalisierung ad absurdum führen. In der Fotoserie Headstanding Totem, Wildness, Flower Face und Non-Sex-Belt (2014), die Güres als Beitrag für die Biennale in São Paulo produzierte, wählte die Künstlerin spezifische Orte, die gemeinhin als besonders »exotisch« bezeichnet werden, um Menschen zu portraitieren, die mehrere Identitäten repräsentieren - eine in der Gesellschaft der indigenen Kultur Südamerikas ehemals praktizierte Lebensweise.

    Karlsruhe | Badischer Kunstverein

    Fr 26.04.19
    11 - 19 Uhr
    Nilbar Güreş: Lovers
  • 12.04.-23.06.2019 Eröffnung: Donnerstag, 11. April 2019, 19 Uhr Ausstellung LOVERS Nilbar Güres Die Ausstellung Lovers der Künstlerin Nilbar Güres (*1977, Istanbul) ist die bislang umfangreichste Präsentation in Deutschland und zeigt Arbeiten von 2006 bis heute. In ihrer künstlerischen Praxis stellt Güres tradierte Rollen- und Geschlechterverhältnisse konsequent infrage und verhandelt mögliche Formen einer Ermächtigung weiblicher und queerer Identität. Sie setzt auf Momente des Widerstands, die sich weniger radikal, als vielmehr subtil an den Rändern des alltäglichen Lebens abspielen. Dabei liegt ihrer Kunst ein spezifischer Humor, eine spielerische Ironie und Poesie zugrunde, die zunächst einen recht einfachen Zugang zu ihrem Werk suggerieren und erst auf den zweiten Blick eine konsequente Kritik an gesellschaftspolitischen Konventionen offenbaren. Nilbar Güres arbeitet in so unterschiedlichen Formaten wie Malerei, Fotografie, Film, Performance, Collage und Zeichnung. Es sind zumeist Frauen, die sich in ihren Werken solidarisieren, um ihre Lebenswelten in die bestehenden Systeme einzuschreiben. In den großformatigen Fotoserien TrabZONE (2010) und Ç?rç?r (2010) bevölkern Protagonistinnen verschiedener Generationen reale Orte aus der Familiengeschichte der Künstlerin, die traditionell durch die Väter geprägt wurden. Nilbar Güres entwirft alltäglich wirkende, aber durch minimale Verschiebungen durchaus rätselhafte, fast surreale Landschaften und Geografien, die jegliche Rationalisierung ad absurdum führen. In der Fotoserie Headstanding Totem, Wildness, Flower Face und Non-Sex-Belt (2014), die Güres als Beitrag für die Biennale in São Paulo produzierte, wählte die Künstlerin spezifische Orte, die gemeinhin als besonders »exotisch« bezeichnet werden, um Menschen zu portraitieren, die mehrere Identitäten repräsentieren - eine in der Gesellschaft der indigenen Kultur Südamerikas ehemals praktizierte Lebensweise.

    Karlsruhe | Badischer Kunstverein

    Sa 27.04.19
    11 - 17 Uhr
    Nilbar Güreş: Lovers
  • 12.04.-23.06.2019 unspeakable home, enchanting companions mit Nur Koçak, Nil Yalter&Melis Tezkan, Istanbul Queer Art Collective, Gökçe Yigitel, Leman Sevda Dar?c?oglu (in Zusammenarbeit mit Sevval K?l?ç und Derin Cankaya), Deniz Gül, Gülkan Noir, Kanka Productions, Tümay Göktepe, Voltrans Initiative, Aylime Asl? Demir und Ugemfo Kuratiert von Derya Bayraktaroglu Das Programm unspeakable home, enchanting companions widmet sich den realen und den imaginierten Schnittpunkten von künstlerischer Praxis und aktuellen feministischen Positionen in der Türkei. Über die satirische Kritik an bestimmten Binaritäten, am Phantasma der normativen Staatszugehörigkeit, an linguistisch hergeleiteter Vorherrschaft und an neoliberalen Machtpolitiken erforscht das Programm alternative Erzählungen, Textualitäten und Aufführungen, die das Verhältnis zwischen Kunst und Aktivismus stimulieren. Es wirft einen Blick auf die Anfänge feministischen Denkens im lokalen Kontext und stellt aktuelle feministische und protoqueere Fragestellungen vor. Die verschiedenen künstlerischen Produktionen, die Gegenpositionen zu bestimmten Debatten und bestehenden Strukturen präsentieren, setzen zur Störung von Machtpraktiken auf Gelächter und eine einnehmende und beharrliche Solidarität. Dies wird in der Ausstellung, in Performances und Filmscreenings vorgestellt und durch archivarische Materialien - Zines und Bücher, Dokumentationen politischer Festivals, Workshops, Happenings und Demonstrationen - ergänzt und gehen den hybriden Produktionen des queeren und feministischen Aktivismus in der Türkei und dessen Einflüssen und Tendenzen nach

    Karlsruhe | Badischer Kunstverein

    Sa 27.04.19
    11 - 17 Uhr
    Unspeakable Home, Enchanting Companions
  • 12.04.-23.06.2019 Eröffnung: Donnerstag, 11. April 2019, 19 Uhr Ausstellung LOVERS Nilbar Güres Die Ausstellung Lovers der Künstlerin Nilbar Güres (*1977, Istanbul) ist die bislang umfangreichste Präsentation in Deutschland und zeigt Arbeiten von 2006 bis heute. In ihrer künstlerischen Praxis stellt Güres tradierte Rollen- und Geschlechterverhältnisse konsequent infrage und verhandelt mögliche Formen einer Ermächtigung weiblicher und queerer Identität. Sie setzt auf Momente des Widerstands, die sich weniger radikal, als vielmehr subtil an den Rändern des alltäglichen Lebens abspielen. Dabei liegt ihrer Kunst ein spezifischer Humor, eine spielerische Ironie und Poesie zugrunde, die zunächst einen recht einfachen Zugang zu ihrem Werk suggerieren und erst auf den zweiten Blick eine konsequente Kritik an gesellschaftspolitischen Konventionen offenbaren. Nilbar Güres arbeitet in so unterschiedlichen Formaten wie Malerei, Fotografie, Film, Performance, Collage und Zeichnung. Es sind zumeist Frauen, die sich in ihren Werken solidarisieren, um ihre Lebenswelten in die bestehenden Systeme einzuschreiben. In den großformatigen Fotoserien TrabZONE (2010) und Ç?rç?r (2010) bevölkern Protagonistinnen verschiedener Generationen reale Orte aus der Familiengeschichte der Künstlerin, die traditionell durch die Väter geprägt wurden. Nilbar Güres entwirft alltäglich wirkende, aber durch minimale Verschiebungen durchaus rätselhafte, fast surreale Landschaften und Geografien, die jegliche Rationalisierung ad absurdum führen. In der Fotoserie Headstanding Totem, Wildness, Flower Face und Non-Sex-Belt (2014), die Güres als Beitrag für die Biennale in São Paulo produzierte, wählte die Künstlerin spezifische Orte, die gemeinhin als besonders »exotisch« bezeichnet werden, um Menschen zu portraitieren, die mehrere Identitäten repräsentieren - eine in der Gesellschaft der indigenen Kultur Südamerikas ehemals praktizierte Lebensweise.

    Karlsruhe | Badischer Kunstverein

    So 28.04.19
    11 - 17 Uhr
    Nilbar Güreş: Lovers
  • 12.04.-23.06.2019 unspeakable home, enchanting companions mit Nur Koçak, Nil Yalter&Melis Tezkan, Istanbul Queer Art Collective, Gökçe Yigitel, Leman Sevda Dar?c?oglu (in Zusammenarbeit mit Sevval K?l?ç und Derin Cankaya), Deniz Gül, Gülkan Noir, Kanka Productions, Tümay Göktepe, Voltrans Initiative, Aylime Asl? Demir und Ugemfo Kuratiert von Derya Bayraktaroglu Das Programm unspeakable home, enchanting companions widmet sich den realen und den imaginierten Schnittpunkten von künstlerischer Praxis und aktuellen feministischen Positionen in der Türkei. Über die satirische Kritik an bestimmten Binaritäten, am Phantasma der normativen Staatszugehörigkeit, an linguistisch hergeleiteter Vorherrschaft und an neoliberalen Machtpolitiken erforscht das Programm alternative Erzählungen, Textualitäten und Aufführungen, die das Verhältnis zwischen Kunst und Aktivismus stimulieren. Es wirft einen Blick auf die Anfänge feministischen Denkens im lokalen Kontext und stellt aktuelle feministische und protoqueere Fragestellungen vor. Die verschiedenen künstlerischen Produktionen, die Gegenpositionen zu bestimmten Debatten und bestehenden Strukturen präsentieren, setzen zur Störung von Machtpraktiken auf Gelächter und eine einnehmende und beharrliche Solidarität. Dies wird in der Ausstellung, in Performances und Filmscreenings vorgestellt und durch archivarische Materialien - Zines und Bücher, Dokumentationen politischer Festivals, Workshops, Happenings und Demonstrationen - ergänzt und gehen den hybriden Produktionen des queeren und feministischen Aktivismus in der Türkei und dessen Einflüssen und Tendenzen nach

    Karlsruhe | Badischer Kunstverein

    So 28.04.19
    11 - 17 Uhr
    Unspeakable Home, Enchanting Companions
  • 12.04.-23.06.2019 Eröffnung: Donnerstag, 11. April 2019, 19 Uhr Ausstellung LOVERS Nilbar Güres Die Ausstellung Lovers der Künstlerin Nilbar Güres (*1977, Istanbul) ist die bislang umfangreichste Präsentation in Deutschland und zeigt Arbeiten von 2006 bis heute. In ihrer künstlerischen Praxis stellt Güres tradierte Rollen- und Geschlechterverhältnisse konsequent infrage und verhandelt mögliche Formen einer Ermächtigung weiblicher und queerer Identität. Sie setzt auf Momente des Widerstands, die sich weniger radikal, als vielmehr subtil an den Rändern des alltäglichen Lebens abspielen. Dabei liegt ihrer Kunst ein spezifischer Humor, eine spielerische Ironie und Poesie zugrunde, die zunächst einen recht einfachen Zugang zu ihrem Werk suggerieren und erst auf den zweiten Blick eine konsequente Kritik an gesellschaftspolitischen Konventionen offenbaren. Nilbar Güres arbeitet in so unterschiedlichen Formaten wie Malerei, Fotografie, Film, Performance, Collage und Zeichnung. Es sind zumeist Frauen, die sich in ihren Werken solidarisieren, um ihre Lebenswelten in die bestehenden Systeme einzuschreiben. In den großformatigen Fotoserien TrabZONE (2010) und Ç?rç?r (2010) bevölkern Protagonistinnen verschiedener Generationen reale Orte aus der Familiengeschichte der Künstlerin, die traditionell durch die Väter geprägt wurden. Nilbar Güres entwirft alltäglich wirkende, aber durch minimale Verschiebungen durchaus rätselhafte, fast surreale Landschaften und Geografien, die jegliche Rationalisierung ad absurdum führen. In der Fotoserie Headstanding Totem, Wildness, Flower Face und Non-Sex-Belt (2014), die Güres als Beitrag für die Biennale in São Paulo produzierte, wählte die Künstlerin spezifische Orte, die gemeinhin als besonders »exotisch« bezeichnet werden, um Menschen zu portraitieren, die mehrere Identitäten repräsentieren - eine in der Gesellschaft der indigenen Kultur Südamerikas ehemals praktizierte Lebensweise.

    Karlsruhe | Badischer Kunstverein

    Di 30.04.19
    11 - 19 Uhr
    Nilbar Güreş: Lovers
  • 12.04.-23.06.2019 unspeakable home, enchanting companions mit Nur Koçak, Nil Yalter&Melis Tezkan, Istanbul Queer Art Collective, Gökçe Yigitel, Leman Sevda Dar?c?oglu (in Zusammenarbeit mit Sevval K?l?ç und Derin Cankaya), Deniz Gül, Gülkan Noir, Kanka Productions, Tümay Göktepe, Voltrans Initiative, Aylime Asl? Demir und Ugemfo Kuratiert von Derya Bayraktaroglu Das Programm unspeakable home, enchanting companions widmet sich den realen und den imaginierten Schnittpunkten von künstlerischer Praxis und aktuellen feministischen Positionen in der Türkei. Über die satirische Kritik an bestimmten Binaritäten, am Phantasma der normativen Staatszugehörigkeit, an linguistisch hergeleiteter Vorherrschaft und an neoliberalen Machtpolitiken erforscht das Programm alternative Erzählungen, Textualitäten und Aufführungen, die das Verhältnis zwischen Kunst und Aktivismus stimulieren. Es wirft einen Blick auf die Anfänge feministischen Denkens im lokalen Kontext und stellt aktuelle feministische und protoqueere Fragestellungen vor. Die verschiedenen künstlerischen Produktionen, die Gegenpositionen zu bestimmten Debatten und bestehenden Strukturen präsentieren, setzen zur Störung von Machtpraktiken auf Gelächter und eine einnehmende und beharrliche Solidarität. Dies wird in der Ausstellung, in Performances und Filmscreenings vorgestellt und durch archivarische Materialien - Zines und Bücher, Dokumentationen politischer Festivals, Workshops, Happenings und Demonstrationen - ergänzt und gehen den hybriden Produktionen des queeren und feministischen Aktivismus in der Türkei und dessen Einflüssen und Tendenzen nach

    Karlsruhe | Badischer Kunstverein

    Di 30.04.19
    11 - 19 Uhr
    Unspeakable Home, Enchanting Companions

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