Universität, KG I, Hörsaal 1010

  • Platz der Universität 3
  • 79098 Freiburg im Breisgau

Universität, KG I, Hörsaal 1010: Alle Termine

  • Prof. Wolfgang Engler (Kultursoziologie) Prof. Dr. Wolfgang Engler (Kultursoziologie, Berlin) Vortrag in der Reihe »Konturen der nächsten Gesellschaft« in Zusammenarbeit mit Katholische Akademie Freiburg, dem Studium generale der Universität Freiburg und dem Theater Freiburg Durch die Wohlstandsmetropolen dieser Erde geht ein sozialer Riss: Auf der einen Seite gibt es zunehmend akademisch gebildete, mehrsprachige, flexible Kultur- und Wissensproduzenten, auf der anderen Seite Menschen, die in ihrem Leben gleichsam festsitzen, weil sie über die Ressourcen, sich neu zu erfinden, nicht verfügen. Auch wenn am Ende beide zur Großgruppe der ökonomisch Be-herrschten gehören, trennt sie doch der Besitz bzw. Nichtbesitz von ökonomischem, kulturellem, sozialem und symbolischem Kapital. Wer darüber verfügt, formt gemeinsam mit den Herr­schenden die »globale Klasse« unserer Tage. Wer dagegen an diesen Kapitalsorten notleidend ist, gehört zur »lokalen Klasse« und ist dem Auf und Ab der Märkte und Konjunkturen schutzlos ausgeliefert. Die einen besitzen eine Exit-Option. Für sie kann die gesellschaftliche Öffnung gar nicht weit genug gehen. Für die anderen offeriert die offene Gesellschaft keine Exit-Optionen. Sie sind die designierten Leidtragenden dieses Prozesses. Und weil sie zunehmend das Gefühl haben, für ihre berechtigten Sorgen kein Verständnis mehr zu finden, suchen sie die Nähe der Neuen Rechten. Um diesem Missstand abzuhelfen, drängt sich eine kri­tische Reflexion des Konzepts der offenen Gesellschaft geradezu auf. Prof. Dr. Wolfgang Engler (Kultursoziologie, Berlin) Eintritt frei - keine Anmeldung möglich. Wir bitten um rechtzeitiges Erscheinen.

    Freiburg | Universität, KG I, Hörsaal 1010

    Do 18.10.18
    20:15 Uhr
    Kritik der offenen Gesellschaft

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